Seit nunmehr 30 Jahren hat die Aktionswoche „behindern verhindern“ einen festen Platz im Stadtgeschehen. Das Motto des diesjährigen Protesttages „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel“ spiegelt die Ungeduld wider, die die Menschen mit Behinderungen und die zahlreichen Akteure der Stadt eint. In der Woche vom 2. bis 7. Mai laden verschiedene Veranstaltungen zum Zuschauen und Mitmachen ein.

Angefangen bei einer Schnitzeljagd nach inklusiven Orten in der Stadt über den Tag der offenen Tür bei Radio Blau – das freie Radio in Leipzig oder der Wohnberatungsstelle des Sozialamtes bis hin zum gemütlichen Kaffeeplausch im inklusiven Nachbarschaftsgarten auf der Johannishöhe ist für jeden etwas dabei.

Höhepunkt ist der Aktions- und Protesttag am 7. Mai. Die  Beteiligten wollen darauf hinweisen, dass es noch immer zahlreiche Hindernisse gibt: Da sind Treppen ohne Geländer, hohe Bordsteine oder Haltestellen ohne Zugang für Rollstuhlfahrer. Auch für ältere Menschen oder für Eltern mit Kinderwagen sind dies Barrieren. Es wird immer deutlicher, dass Barrierefreiheit für viele Menschen von Nutzen ist.

„Das gilt im Übrigen auch für unsere immer komplizierter gewordene Sprache“, sagt Leipzigs Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Kerstin Baldin. „Mit Einfacher oder Leichter Sprache verschaffen wir nicht nur behinderten Menschen einen viel besseren Zugang zum Leben im Alltag“. Einige Angebote der Aktionstage sind in Leichter Sprache in der aktuellen Ausgabe 8 des Leipziger Amtsblattes nachzulesen,

Die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen vertritt die Stadt Leipzig mit einem Infostand auf dem Marktplatz am 7. Mai von 14 bis 18 Uhr. Sie stellt gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter und Peer-Berater André Neutag während der Woche auch mehrmals das Förderprogramm des Landes Sachsen „Lieblingsplätze für alle“, das Barrierefreiheit fördert, anhand von gelungenen Beispielen vor.

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