Nach dem Tarifabschluss bei Schnellecke hat sich die IG Metall auch mit weiteren Logistik-Dienstleistern wie Imperial und Rudolph an den Standorten BMW und Porsche auf deutliche Lohnsteigerungen für die Jahre 2022 und 2023 geeinigt.

„Diese Tarifabschlüsse sind Maßstab für die gesamte sächsische Kontraktlogistik und Grundlage für einen neuen tariflichen Ordnungsrahmen. Das monatelange Ringen und die intensiven Warnstreiks haben sich ausgezahlt“, sagte Bernd Kruppa, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig.

Das monatliche Einstiegsentgelt steigt für Facharbeiter/-innen 2022 auf 2.450€. Eine weitere Lohnerhöhung um 3,2 Prozent erhalten die Beschäftigten im Jahr 2023. Während bei Schnellecke eine Einmalzahlung für IG Metall-Mitglieder von 250€ vereinbart wurde, erhalten die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten bei Imperial und Rudolph ihre Entgelterhöhungen jeweils einen Monat früher.

Das Volumen der Entgelterhöhungen beziffert die IG Metall mit rund 14 Prozent bei einer Laufzeit bis Februar 2024. Die wöchentliche Arbeitszeit sinkt schrittweise auf 35 Stunden bis 01.01.2026 analog der Regelungen bei den Automobilherstellern.

„Die Branche muss bei Entgelten und Arbeitszeiten deutlich attraktiver werden, um auch in Zukunft im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen zu können. Bei zukünftigen Ausschreibungen darf nur noch die Qualität der angebotenen Dienstleistung entscheiden, nicht aber unterschiedliche Tarifniveaus“, betonte Bernd Kruppa und kündigte Tarifeinigungen mit weiteren namhaften Unternehmen der Logistik in den nächsten Tagen an.

- Anzeige -

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar