Nach zweijähriger Corona-Pause der Agrar- und Ernährungsmesse ist Sachsen in diesem Jahr wieder auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin vertreten. Insgesamt präsentieren sich in der Sachsenhalle 33 Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft als Einzel- und Unteraussteller oder in Wechselständen.

Davon verfügen elf Unternehmen über eine Bio-Zertifizierung und produzieren ganz oder anteilig Lebensmittel in Bio-Qualität. Hinzu kommen Verbände, Einrichtungen der Wirtschafts- und Tourismusförderung sowie Hotels. Regionaler Kooperationspartner ist der Verbund Chemnitz.Zwickau.Region. Für die Stadt Chemnitz als Kulturhauptstadt 2025 und das Umland wird dabei besonders geworben.

Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther: „Ich freue mich, dass Sachsen den Besucherinnen und Besuchern der Grünen Woche endlich wieder seine landwirtschaftliche, kulinarische und touristische Vielfalt präsentieren kann. Das ist eine große Chance für alle, die hier ausstellen. Gerade in krisenhaften Zeiten ist es wichtig, dass sich die sächsische Land- und Ernährungswirtschaft gemeinsam mit Tourismusinitiativen einem breiten Publikum vorstellt.

Regionale Lebensmittel liegen dabei im Trend. Denn in den regionalen Wertschöpfungsketten der Land-, Ernährungs- und Tourismuswirtschaft liegen wichtige Hebel, um unsere Systeme resilienter, also krisenfester, und nachhaltiger zu machen. Uns kommt zu Gute, dass immer mehr Menschen regional, bioregionale und saisonale Erzeugnisse nachfragen. Ich wünsche allen Beteiligten gute Begegnungen und viel Erfolg auf der Grünen Woche.“

Die IGW ist die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Sie findet vom 20. bis zum 29. Januar 2023 zum 87. Mal statt. Den Besucherinnen und Besucher wird von sächsischer Seite ein sehr vielfältiges Angebot an heimischen Produkten unterbreitet. Bekannte Marken sind ebenso vertreten wie Neuheiten und Außergewöhnliches. Die Auswahl reicht dabei von exklusiven Fischwaren, qualitativ hochwertigen Fleisch- Wurst- und Backwaren über Bier und sächsischen Whisky bis zu erlesenen sächsischen Bio-Weinen und Kaffeekreationen.

Anlässlich einer Pressekonferenz am Montag (16.1.) in Zwickau lud Staatsminister Günther gemeinsam mit der Tourismusregion Zwickau e.V., der CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH und mit dem Heimat- und Verkehrsverein »Rochlitzer Muldental« e. V. zum Ländertag auf die IGW nach Berlin ein. Dieser findet am 23. Januar unter dem Motto »Kulturhauptstadt benötigt die Region!« statt.

Hintergrund

In den 358 Betrieben der sächsischen Ernährungswirtschaft (Betriebe ab 20 Beschäftigten) sind rund 21.600 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz der Branche lag im Jahr 2022 bei geschätzt 7,6 Milliarden Euro. Umsatzsteigerungen gab es vor allem in der Milchverarbeitung, der Obst- und Gemüseverarbeitung, der Back- und Teigwarenherstellung sowie im Bereich Schlachten und Fleischverarbeitung.

Seit 1991 investierte die sächsische Ernährungswirtschaft rund 6,2 Milliarden Euro. Die Investitionen wurden bisher mit Zuwendungen von rund einer Milliarde Euro durch den Bund und den Freistaat Sachsen unterstützt.

Der sächsische Auftritt auf der IGW wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

https://www.gruenewoche.de/

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