Auch wenn die Silvesternacht 2023 in Sachsen weitgehend friedlich verlaufen ist, war sie eine Herausforderung für die sächsische Polizei sowie für die Rettungsdienste und Feuerwehren.

Schwerpunkte der zahlreichen polizeilichen Einsätze waren dabei vorsätzliche und fahrlässige Brandstiftungen, Sachbeschädigungen mit teils erheblichem Schadensausmaß, Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen sowie Körperverletzungsdelikte, vereinzelt wurden Widerstandhandlungen gegen polizeiliche Maßnahmen registriert. Durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk waren zahlreiche Verletzte und auch zwei Tote zu beklagen.

Neben den regulär diensthabenden Polizistinnen und Polizisten, zum Beispiel im Streifendienst oder bei der Kriminalpolizei, wurde von den Polizeidirektionen zusätzliches Personal in den Einsatzzügen sowie in den Revieren eingesetzt, um der regionalen Lage vor Ort gerecht zu werden. Zusätzlich waren 550 Beamtinnen und Beamte der Bereitschaftspolizei in der Silvesternacht im Dienst, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Innenminister Schuster: „Ich danke unseren Polizistinnen und Polizisten sowie den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren sowie den zahlreichen Hilfs- und Rettungskräften, besonders auch den Ehrenamtlichen, die in der Silvesternacht im Einsatz waren, um in Notfällen schnell zu helfen.“

Besonders hervorzuheben ist ein Angriff mit Pyrotechnik auf einen Funkstreifenwagen der sächsischen Polizei in Leipzig. Bei der Detonation eines Feuerwerkskörpers unter dem Fahrzeug wurden Reifen, Unterboden, Kotflügel sowie Frontscheibe beschädigt. Im Innenraum wurden durch die Druckwelle die Armaturen aus der Verankerung gerissen. Auch wenn das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit ist, erlitten die beiden Beamtinnen glücklicherweise nur leichte Verletzungen.

Schuster weiter: „Auch in dieser Silvesternacht wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen und mit Flaschen beworfen sowie körperlich attackiert. Diesem schwindenden Respekt vor Einsatzkräften und der zunehmenden Verrohung einiger Weniger treten wir entschieden entgegen. Jeder Angriff wird konsequent verfolgt und die Täter müssen mit harten Strafen rechnen.“

Hintergrund: Im Rahmen der Solidaritätskampagne für Einsatzkräfte „#sachsenhältzusammen“, deren sichtbares Zeichen die Helferschleife ist, kann jeder seine Verbundenheit und seinen Respekt gegenüber ehrenamtlichen aber auch hauptberuflichen Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sowie der Polizei zum Ausdruck bringen.

Die Farben blau-rot-weiß der Helferschleife stehen für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Eine Bestellung ist kostenfrei per-E-Mail unter oeffentlichkeitsarbeit@smi.sachsen.de möglich.

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