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Silvester

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Mittwoch, der 19. Januar 2022: Sammelabschiebung und Kritik am Polizei-Einsatz an Silvester in Connewitz

Der Stadtbezirksbeirat Leipzig-Süd kritisiert die polizeilichen Maßnahmen rund um das Connewitzer Kreuz in der Silvesternacht. Außerdem wurden heute 17 Menschen vom Flughafen Leipzig-Halle nach Tunesien abgeschoben und die DDR-Fußballlegende Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner ist im Alter von 70 Jahren verstorben. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 19. Januar 2022 in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Priorität zwischen Friedlichkeit und Gewalt: Die Leipziger Polizei zu Silvester in Connewitz, „Spaziergänger“-Einsätzen und Krankenstand

Immer wieder steht sie in der Kritik. Die Polizei in Sachsen, in Leipzig, seit Jahren - mal mehr, mal weniger. In letzter Zeit vermehrt wegen ihres Vorgehens bei den Einsätzen rings um die sogenannten „Spaziergänge“ im Freistaat. Auch das Verhalten der Leipziger Einsatzbeamten ist für Außenstehende, Engagierte oder gar Gegenprotestler/-innen manchmal kaum nachzuvollziehen. Obwohl die zuletzt auch durch die Stadt Leipzig als reguläre Versammlungen eingeordneten „Spaziergänge“ vielfach hätten unterbunden werden können, kam es immer wieder zu seltsamen Szenen der Duldung und Begleitung der Aufmärsche. Zuletzt besonders eklatant am 3. Januar 2022, als etwa 100 „Querdenker“ nahezu unbehelligt durch die Polizei in Leipzigs Innenstadt laufen konnten.

Senioren-Union in Leipzig zum Polizeieinsatz am Jahreswechsel

Mit Verwunderung lesen wir heute in den Leipziger Tageszeitungen, dass die Grünen die Einsatzstrategie der Polizei in Leipzig für den Jahreswechsel als unverhältnismäßig kritisieren. Nach Aussagen der Polizei wurde diese Einsatzstrategie nach den Erfahrungen in den letzten Jahren konzipiert.

Das Silvester-Wochenende, 31. Dezember bis 2. Januar: Ruhe in Connewitz, Randale auf der Eisenbahnstraße, brennende Autos und gewalttätige „Querdenker“

Wir blicken zurück auf das Silvesterwochenende: In Connewitz blieb es weitestgehend ruhig, auf der Eisenbahnstraße wurde randaliert und es brannten einige Autos. Derweil kam es in anderen Städten im Freistaat zu gewalttätigen „Querdenken“-Protesten und Messerattacken. Und wir blicken nach vorne auf die Änderungen im Jahr 2022. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 31. Dezember 2021 bis 2. Januar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Bündnis 90/Die Grünen Leipzig kritisieren Polizeiaufgebot in Connewitz

In der Silvesternacht präsentierte sich die sächsische Polizei mit einem massiven Polizeiaufgebot und Einsatzmitteln wie Wasserwerfern, Mehrzweckpistolen, Schildern, Gittern und Räumpanzer am Connewitzer Kreuz. Zusätzlich wurden Flutlicht zur Beleuchtung des Herderparks und eine umfassende Videoüberwachung vom Dach der HTWK aus eingesetzt.

Polizeieinsätze in der Silvesternacht

Mit Beginn des Neujahrs verzeichneten das Führungs- und Lagezentrum und auch der Führungsstab einen starken Anstieg von silvestertypischen Einsätzen wegen Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, Bränden und den Bewurf von Einsatzkräften mit Feuerwerkskörpern.

Die Einkaufswagen an der Eisenbahnstraße, welche zuvor entzündet worden waren. Foto: LZ

2021/22: Der längste Silvester-Ticker aller Zeiten + So war die Nacht in Connewitz, über der Stadt und an der Eisenbahnstraße (Videos)

Wohl niemand wird widersprechen, wenn es hieße, dass ein seltsamer Jahresübergang seinen Lauf nimmt. Da ist zum einen das Ende eines weiteren Corona-Jahres, mit gravierenden Auswirkungen auch für die Silvesternacht selbst. Keine Straßenböllerei, private Partys normalerweise nur bis 10 Personen – sofern geimpft – und gepflegtes Ausgehen entfällt, dank geschlossener Kneipen, Clubs und Kulturhäuser. Zum anderen ist da die immer lauter werdende Frage, wer das eigentlich alles kontrollieren wird. Zumindest der Stadtteil Connewitz erlebt bereits seit gestern die übliche Stigmatisierung durch die Polizei, während sich „Querdenker“, Impfgegner und Telegram-„Informierte“ bereits ab 18 Uhr auf dem Augustusplatz verabredet haben.

Bissl wacklig, aber herrlich bunt. Auch im Leipziger Norden rumpelte es ordentlich. Foto: Jan Kaefer

Silvesterunfälle in Corona-Pandemie stark gesunken

In der Corona-Pandemie ist die Zahl der Krankenhausaufnahmen aufgrund von Silvesterunfällen deutlich zurückgegangen. Sie ist bundesweit von etwa 6.200 Fällen im Jahr 2019 auf rund 3.800 Fälle im vergangenen Jahr gesunken. Das entspricht einem Rückgang um etwa 40 Prozent, wie aus einer aktuellen Hochrechnung der BARMER hervorgeht.

Polizeikette Grimmaische Straße am 6. November 2021. Foto: LZ

Donnerstag, der 30. Dezember 2021: Jahresrückblick der Polizei, Mord im Leipziger Westen und AfD-Abgeordnete verlassen Bundestagsfraktion

Die Polizeidirektion Leipzig veröffentlichte ihren Jahresrückblick für 2021. Im Fokus der Polizeiarbeit stand vor allem die Corona-Pandemie. Bereits am 28. Dezember wurde im Leipziger Westen eine 43-Jährige tot aufgefunden. Ein Verdächtiger sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Außerdem: Zwei AfD-Abgeordnete verlassen die Bundestagsfraktion unter anderem wegen „Grenzüberschreitungen“ von AfD-Mitgliedern. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 30. Dezember 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Mittwoch, der 29. Dezember 2021: Connewitzer Kreuz zu Silvester dicht und Sachsen bestellt neuen Novavax-Impfstoff

Polizei, Ordnungsamt und Leipziger Verkehrsbetriebe bereiten sich auf die Silvesternacht am Connewitzer Kreuz vor: Heute wurden Straßensperrungen und Sonderfahrpläne angekündigt. Derweil ist ein fünfter Impfstoff auf dem Weg nach Sachsen. 180.000 Dosen des US-Vakzins Novavax sollen im Januar im Freistaat eingesetzt werden können. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 29. Dezember 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Silvesternacht: Verkehrseinschränkungen rund um Connewitzer Kreuz

Für eine friedliche und ungestörte Silvesternacht in Leipzig sind Änderungen in der Verkehrsführung notwendig. Ordnungsamt, Polizeidirektion Leipzig und Branddirektion haben sich gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Stadtreinigung und den Leipziger Verkehrsbetrieben sowie weiteren Beteiligten auf entsprechende Maßnahmen geeinigt, die auch den Bus- und Bahnverkehr sowie den Individualverkehr betreffen.

Leipzig, Silvester 2019, Feuerwerk. Foto: Jan Kaefer

Vorstoß zum Verbot von Feuerwerken: Auch jetzt gelten schon rechtliche Einschränkungen für Feuerwerke im Stadtgebiet

Einmal im Jahr bricht auf Leipzigs Straßen der Krieg aus, dann wird geballert, geböllert und geknallt, dass es nicht nur kracht, sondern auch ein toxischer Feinstaubnebel durch die Straßen zieht. Der Krach beginnt meist schon Stunden vor Mitternacht – und hört oft erst im Morgengrauen des 1. Januar auf. Und dann sind da ja auch noch die vielen Feuerwerke, die mitten im Jahr die Tiere erschrecken. Gab es da nicht einen Handlungsauftrag an die Stadtverwaltung?

Leipzigs neuer Polizeipräsident René Demmler im Gespräch. Foto: Michael Freitag

Der Neue: Im Gespräch mit Leipzigs Polizeipräsidenten René Demmler (Teil 2)

René Demmler ist seit 1. Februar 2021 der neue Polizeipräsident Leipzigs. Und quasi auf Vorstellungsrunde bei Stadt, Presse und den eigenen rund 4.000 Beamten seiner neuen Arbeitsstätte. Einsatztechnisch kennt man ihn in Leipzig noch nicht, doch in Teil 1 des Gespräches deutete sich eine neue Gangart an. Mehr Prävention, mehr Personal und mehr miteinander reden. Nach innen und außen. In Teil 2 kommt nun etwas Butter zum Fisch: Waffenverbotszone, Verhältnis Polizei und Stadtverwaltung, Kennzeichnungspflicht und Silvester am Kreuz.

In Connewitz flogen dieses Silvester nur Funken. Foto: L-IZ.de

Party in Connewitz und Randale in Bautzen: Was ist eine Schlagzeile wert?

Dass die vorletzte Silvesternacht in Connewitz tagelang die Medienberichte dominierte, lag nicht nur an einem – zumindest laut Staatsanwaltschaft – versuchten Mord, sondern auch daran, dass Connewitz immer für Schlagzeilen sorgt – selbst wenn nichts passiert. So wie dieses Silvester. Mehr Aufmerksamkeit hätten stattdessen die Angriffe auf Polizisten in Bautzen verdient; also in einer Stadt, die als Hochburg von Neonazis und „Querdenkern“ gilt.

Wäre nicht ein mutmaßlicher Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge - der Einkaufswagen wäre das alleinige Highlight einer weitgehend ruhigen Silvesternacht in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Silvester 2020/21: Leipzig mit einem Stille-Rekord + Updates & Videos

Wie eigentlich in jedem Jahr ist am frühen Nachmittag des letzten Tages unklar, was wohl bei diesem Übergang zu den 365 unbenutzten Tagen geschehen wird. So, wie noch im Jahreswechsel 2019/20 die Lage am Connewitzer Kreuz eskalierte, gab es auch schon ruhigere Jahre – dann allerdings mal mit Attacken auf ein Verbindungshaus einer Burschenschaft oder Angriffen auf Justizgebäude in der Stadt. 2020 ist nun alles ein wenig anders, das Augenmerk dieser Nacht liegt nach Böller-Verkaufsverbot, pandemischer Versammlungseinschränkung und regelrechten No-Go-Areas auf drei Leipziger Plätzen auf der Polizei.

Foto: LZ

Keine angemeldeten Versammlungen zu Silvester in Leipzig

Für Silvester und Neujahr liegen in Leipzig keine Versammlungsanmeldungen vor. Bis zum Ablauf der per Allgemeinverfügung festgelegten Frist waren gegenüber der zuständigen Versammlungsbehörde keine Demonstrationen am 31. Dezember bzw. 1. Januar gemäß SächsVersG angezeigt worden.

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