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NABU Leipzig bittet um Rücksichtnahme: Müll und Lärm vermeiden!

Silvester-Feuerwerk ist ein Schockerlebnis für Tiere

Jahr für Jahr geben die Menschen in Deutschland Unsummen für das Silvesterfeuerwerk aus. Man könnte dieses Geld sinnvoller einsetzen. Doch die Silvesterknallerei hat Tradition und bereitet vielen Menschen Freude. Der Naturschutzbund NABU Leipzig bittet jedoch darum, Rücksicht zu nehmen auf Mitmenschen, aber auch Natur und Umwelt. Im besten Fall verzichtet man auf jegliches Feuerwerk und startet mit einem guten Gewissen ins neue Jahr.

Auch in diesem Jahr hängen freiwillige Helfer des NABU in Leipziger Parkanlagen wieder Hinweisschilder auf, um die Öffentlichkeit über die Problematik zu informieren und um die Menschen um Rücksicht zu bitten. Das praktiziert der NABU Leipzig bereits seit mehreren Jahren. Ausführlich besprochen wurde die Thematik auch unmittelbar nach dem letzten Silvesterfeuerwerk bei einem Diskussionsabend am 2. Januar 2019.

Medienberichten zufolge hat eine repräsentative Umfrage ergeben, dass 57 Prozent der Bundesbürger aus Umwelt- und Sicherheitsgründen für ein Verbot von Silvesterfeuerwerk sind. Dessen ungeachtet fehlen bisher solche Verbote in Leipzig, daher sollten möglichst viele mit gutem Beispiel vorangehen, und auf privates Feuerwerk verzichten! Wer unbedingt an der Tradition festhalten möchte, sollte aber die Folgen für die Umwelt bedenken und Rücksicht nehmen auf Mensch und Tier in der Nachbarschaft.

Dieser Wiesenpieper hatte Glück im Unglück, weil er nach Silvester gefunden wurde. Mit seiner Schnabelverletzung nach Frontalaufprall könnte er nicht mehr fressen und würde verhungern. Der Unterschnabel war an der Spitze gebrochen und der Oberschnabel deformiert. In einem längeren Behandlungsprozess musste das gerichtet werden. Foto: Karsten Peterlein

Dieser Wiesenpieper hatte Glück im Unglück, weil er nach Silvester gefunden wurde. Mit seiner Schnabelverletzung nach Frontalaufprall könnte er nicht mehr fressen und würde verhungern. Der Unterschnabel war an der Spitze gebrochen und der Oberschnabel deformiert. In einem längeren Behandlungsprozess musste das gerichtet werden. Foto: Karsten Peterlein

Bei Tieren löst die ungewohnte nächtliche Silvesterknallerei Panik aus. Deshalb bittet der NABU Leipzig darum, Feuerwerk zumindest in allen Schutzgebieten sowie auf Grünflächen und in Gartenanlagen zu unterlassen. Es gibt genügend betonierte und asphaltierte, baumfreie Plätze – das letzte bisschen Grün sollte man als Rückzugsgebiet der Tierwelt respektieren und nicht zur Partymeile machen. Außerdem sollten sich alle bemühen, Grünflächen und Gewässer nicht in Abfallplätze zu verwandeln!

Wenn auf allen Grünflächen geböllert wird, können beispielsweise Vögel nur in die Höhe flüchten. Dadurch verlieren sie viel Energie. Sie finden keinen Schlafplatz und fliegen bis zur Erschöpfung umher. Für viele Vögel, aber auch andere Tiere hat der Silvester-„Spaß“ der Menschen schlimme Folgen. Im Rosental sowie im Clara-Zetkin- und im Johannapark gibt es im Winter große Schlafgemeinschaften von Vögeln. Neujahr werden dort leider jedes Jahr tote und verletzte Tiere gefunden – Opfer menschlicher Rücksichtslosigkeit. Verbrennungen, Schockzustände, geschädigte Hörorgane und andere Verletzungen werden bei Tieren nach Silvester festgestellt.

Diese Ringeltaube steht nach der Silvesternacht unter Schock; ihr rechter Lauf und das linke Auge sind verletzt. Sie wurde am Ringeltaubenschlafplatz im Johannapark in Panik versetzt. Auch Stockenten und Teichrallen sind orientierungslos umhergeirrt. Foto: Karsten Peterlein

Diese Ringeltaube steht nach der Silvesternacht unter Schock; ihr rechter Lauf und das linke Auge sind verletzt. Sie wurde am Ringeltaubenschlafplatz im Johannapark in Panik versetzt. Auch Stockenten und Teichrallen sind orientierungslos umhergeirrt. Foto: Karsten Peterlein

Jede Silvesterrakete, die nicht gezündet wird, ist ein Gewinn für die Umwelt! Das Feuerwerk sorgt nicht nur für Lärm, es ist auch eine extreme Feinstaubbelastung und damit gesundheitsgefährdend, es gibt alljährlich Verletzte durch Böllerexplosionen, zahlreiche Haus- und Wohnungsbrände sowie hunderte Tonnen Silvesterabfall.

Der NABU-Regionalverband Leipzig wünscht allen ein gesundes neues Jahr!

Schon über 150.000 Menschen haben die Petition „Verbot von Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen“ unterschrieben

MelderSilvesterFeuerwerk
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Für alle LeserJetzt dürfen sich alle mal aufregen. Am Montag, 17. Februar, regte sich auch Steffen Wehmann, Sprecher für Haushalt und Finanzen der Linksfraktion im Leipziger Stadtrat, ein bisschen auf. Denn mittlerweile merken auch die Leipziger Ratsfraktionen, was es bedeutet, wenn die Sächsische Staatsregierung lieber Milliardenrücklagen bildet, aber die Förderung für kommunale Investitionen so knapp hält, dass selbst eine Stadt wie Leipzig keine Fördergelder mehr bekommt.
OBM-Wahl 2020: Wenn der Kandidat zur gemanagten Marke wird
So warb Sebastian Gemkow an der Baustelle der CG Gruppe in der Prager Straße. Foto: Alexander John

Foto: Alexander John

Für alle LeserNormalerweise nehmen sich Kandidat/-innen, die in einer Wahl Erfolg haben wollen, frei für die Zeit des Wahlkampfes, lassen vor allem Abende und Wochenenden frei für Wahlveranstaltungen und Foren, wo sie vor Publikum erklären können, was sie vorhaben und wie sie es machen wollen. Doch im Leipziger OBM-Wahlkampf erlebten die Wähler/-innen zum ersten Mal etwas anderes. Ein Kandidat sagte Forum um Forum ab.
OBM-Wahl 2020: Was ein Wahlkampf in Österreich mit dem OBM-Wahlkampf in Leipzig zu tun hat
Ja, wo radelt er denn? Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserAm 1. März wählt Leipzig seinen Oberbürgermeister für die nächsten sieben Jahre. Und es sieht – oberflächlich betrachtet – wie ein Duell morgen gegen gestern aus, links gegen rechts, zukunftsoffen gegen konservativ. Und so weiter. Aber wer genau hingeschaut hat, hat gemerkt, dass Leipzig einen Wahlkampf erlebt, der zumindest für Leipzig neu ist. Einer, bei dem ein Kandidat Verstecken spielt.