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Feuerwerk

Der nackte Wahnsinn: Das Schauspiel Leipzig streamt am 31. Dezember seine Silvesterinszenierung von 2015

Silvester wird in diesem Jahr unter Garantie stiller als in den Vorjahren. Womit ja nicht wirklich zu rechnen war, als die Grünen-Fraktion im Stadtrat im Juli erstmals das Thema Einschränkung der Böllerei in Leipzig in die Diskussion brachte. Da war noch nicht zu ahnen, dass zum Jahresende sogar die Bundesregierung das ganze Böllern untersagen würde. Und was macht man stattdessen, wird sich mancher fragen. Warum nicht online eines der erfolgreichsten Stücke des Schauspiels Leipzig schauen: „Der nackte Wahnsinn“?

Auch der Ökolöwe spricht sich für ein dauerhaftes Böllerverbot für Leipzig aus

Es wird das leiseste Silvester, das Leipzig seit Jahrzehnten erlebt hat. Ein Silvester, wie es sich die Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat im Frühjahr nicht einmal zu träumen gewagt hatte, als sie einen Antrag einreichte, die Leipziger Böllerei einzuschränken. In veränderter Form und mit deutlich formuliertem Missbehagen der Verwaltung, wurde der Antrag dann als Prüfantrag im Juli beschlossen. Aber der Ökolöwe findet das Ansinnen nach wie vor richtig.

Der Stadtrat tagt: Feuerwerk soll reduziert werden – Verwaltung zweifelt Rechtmäßigkeit an + Video

Silvesterfeuerwerk spaltet nicht nur die Meinungen jener, die es lieben oder hassen, sondern auch den Leipziger Stadtrat. Kaum eine Fraktion war sich am Donnerstag, den 9. Juli, einig, wie sie sich zu einem Antrag der Grünen verhalten soll, der auf eine deutliche Einschränkung des Feuerwerks abzielte. Am Ende gab es mehrheitlich Zustimmung. Die Verwaltung hat jedoch bereits erklärt, dass viele Maßnahmen rechtswidrig wären.

Grüne fordern den OBM jetzt direkt auf, sich für eine Einschränkung der Silvesterknallerei einzusetzen

Manche Leute glauben ja, dass die Silvesterböllerei so eine Art uraltes Gewohnheitsrecht und Brauchtum ist. Doch noch im 19. Jahrhundert war das allgemeine Geknalle nicht üblich. Es ist ein Wohlstandsvergnügen, das wie kein anderes zeigt, dass man binnen kurzer Zeit jede Menge Geld verbrennen kann und dabei auch noch schlechte Luft und Krach produziert. Zwei Vorstöße gab es jetzt im Stadtrat, in Leipzig böllerfreie Zonen zu schaffen. Beide schmetterte das Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport ab.

Zur Errichtung von Feuerwerksverboten fehlt in Sachsen die gesetzliche Grundlage

Wenn das Leipziger Ordnungsdezernat nicht will, dann will es nicht. Dann schaut es in die Gesetzestexte und erklärt dann den Grünen lang und breit, warum man in Leipzig keine Gebiete ohne Feuerwerk in der Silvesternacht ausweisen kann. Und das, obwohl andere deutsche Großstädte längst Zonen mit Feuerwerksverbot haben. Aber im Sächsischen Polizeigesetz ist so etwas nicht vorgesehen.

Silvester-Feuerwerk ist ein Schockerlebnis für Tiere

Jahr für Jahr geben die Menschen in Deutschland Unsummen für das Silvesterfeuerwerk aus. Man könnte dieses Geld sinnvoller einsetzen. Doch die Silvesterknallerei hat Tradition und bereitet vielen Menschen Freude. Der Naturschutzbund NABU Leipzig bittet jedoch darum, Rücksicht zu nehmen auf Mitmenschen, aber auch Natur und Umwelt. Im besten Fall verzichtet man auf jegliches Feuerwerk und startet mit einem guten Gewissen ins neue Jahr.

Gesund ins neue Jahrzehnt: Tipps für ein unfallfreies Farbenspiel im Sternenschein

Damit das Farbenspiel in der »Nacht der Nächte« stimmungsvoll und unfallfrei verläuft, appelliert der sächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig an einen vorsichtigen Umgang mit Raketen und Böllern. »Feuerwerk ist Sprengstoff – daran sollte man stets denken. Ich möchte, dass alle Sachsen gesund ins neue Jahrzehnt starten. Eltern sollten vor allem auf die Sicherheit ihrer Kinder achten.«

Schon über 150.000 Menschen haben die Petition „Verbot von Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen“ unterschrieben

Die Silvesternacht naht. Und es mehren sich die – eigentlich bekannten – Warnungen vor der Böllerei und dem Feinstaub. Nur haben sie in diesem Jahr einen anderen Klang. Denn 2019 hat auch das Böllerthema zu einem politischen Thema gemacht. Knaller, Raketen, China-Böller – was als Brauch gilt, kostet eine Menge Geld und belastet zunehmend Umwelt und Gesundheit. Zum Jahreswechsel werden mehr als 1 Milliarde Euro allein in Deutschland in die Luft gejagt. Der Feinstaubanteil steigt dabei in nur einer Nacht explosionsartig an, betont der Ökolöwe.

Landeskriminalamt Sachsen gibt Tipps zum Gebrauch von Pyrotechnik

Unsachgemäßer Gebrauch von Pyrotechnik kann weitreichende Folgen haben. Ist der Schaden dann auch noch durch ein nicht zertifiziertes Produkt entstanden, drohen Strafanzeige, Gerichtsverfahren und Verurteilung. Wenn der Knaller im Wohnzimmer, statt auf der Straße landet, der Schuppen des Nachbarn durch eine fehlgeleitete Rakete in Brand gesetzt wird oder gar eine Person durch einen Knallkörper zu Schaden kommt, kann eine Schadensersatz-Zahlung durchaus mehrere tausend Euro betragen.

Jahr für Jahr schwere Verletzungen durch minderwertige Feuerwerkskörper und Blindgänger

Für die Krankenhäuser gehören vermeidbare Unfälle und Verletzungen so sicher zu Silvester wie das Feuerwerk am Himmel. In der Silvesternacht werden neben Knalltraumata vor allem Verletzungen der Hände und Augen diagnostiziert, weil Feiernde die Gefahren beim Umgang mit Feuerwerkskörpern immer wieder unterschätzen. Der TÜV Thüringen rät, Wundsalbe und Verbandsmaterial in der Hausapotheke bereitzuhalten.

Verkehrseinschränkungen in der Silvesternacht

Für eine friedliche und ungestörte Silvesternacht in Leipzig, insbesondere am Connewitzer Kreuz sowie auf dem Augustusplatz, haben das Ordnungsamt, die Polizeidirektion Leipzig und die Branddirektion gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Stadtreinigung, den Leipziger Verkehrsbetrieben und weiteren Beteiligten begleitende Maßnahmen abgestimmt. Demzufolge wird es in der Silvesternacht Änderungen in der Verkehrsführung geben.

Hartewig (JuliA Sachsen): „Silvesterfeuerwerk bedeutet gelebte Verantwortung!“

Die Jungliberale Aktion Sachsen (JuliA) spricht sich gegen allgemeine Feuerwerksverbote an Silvester aus. Dazu erklärt der Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Philipp Hartewig: „Das Abbrennen von Feuerwerk rund um den Jahreswechsel ist gelebte Verantwortung. Das Silvesterfeuerwerk hat Tradition und sorgt auch außerhalb zentraler Orte in Großstädten für ein Highlight zum Jahreswechsel.“

Silvesterfeuerwerk 2018: Tipps für ein unfallfreies Farbenspiel im Sternenschein

Damit das Farbenspiel in der „Nacht der Nächte“ stimmungsvoll und unfallfrei verläuft, appelliert Wirtschaftsminister Martin Dulig an einen vorsichtigen Umgang mit Raketen und Böllern. „Da ich möchte, dass alle Sachsen gesund ins neue Jahr starten, sollten Eltern vor allem an ihre Verantwortung für die Sicherheit ihrer Kinder denken. Feuerwerk ist Sprengstoff – das sollte man nicht vergessen!“

Frohes Neues – Aufräumen

Mit Feuerwerk und Knallern verabschieden sich die Leipzigerinnen und Leipziger vom alten Jahr. Damit sich am 1. Januar 2019 nicht die Reste der Silvesternacht auf den Straßen, Gehwegen und in den Grünanlagen stapeln, sollte jeder seinen Unrat selbst entfernen.

Leserbrief zur Silvesterknallerei

Von Carmen Roth: Die Knallerei zu Silvester ist ein ganz wichtiges Thema, leider habe ich keine Hoffnung auf Besserung, denn dem Deutschen darf man den Spaß nicht verbieten und die entgangenen Gewinne mit der Herstellung der Pyrotechnik gleich gar nicht.Hauptsache – Ihr habt Spaß – heißt es doch!

Leipzigs Ordnungsdezernat darf Feuerwerk nicht verbieten, aber …

Das wäre mal ein Paukenschlag gewesen: Leipzigs Stadtrat nimmt die Petition eines Einwohners an, die ein Verbot des Silvesterfeuerwerks in der Stadt fordert. Kein Geknalle mehr, keine brennenden Dachstühle, keine Feinstaubbelastung in chinesischer Dimension, keine Brandverletzten mehr in den Rettungsstationen ... Genauso eine Petition gab es jetzt. Und die Stadt will nicht.

Alleine auf dem Berg … ach nee, doch nicht

Im Herbst 2017 habe ich mit meinem Sohnemann erstmals den Nahleberg erklommen. Diesen romantischen Hügel im Leipziger Auenwald, der immerhin krasse 35 Meter in die Höhe ragt - und ganz unromatisch aus Müll besteht, da er bis zum Jahr 1983 als Halde diente. Doch davon sieht man heutzutage nichts mehr. Viel eindrucksvoller ist der herrliche Rundum-Blick, den man vom Gipfel-Plateau über nahezu die ganze Stadt genießen kann. Soweit das Intro.

Schafft es der CDU-Ortsverband Leipzig-Mitte, das Stadtbad wieder auf die Tagesordnung zu bringen?

Einen tiefen Blick ins Seelenleben ihrer Mitglieder hat die Leipziger CDU jetzt im Ortsverband Leipzig-Mitte genommen. Der hat nämlich drei Wochen lang seine Mitglieder befragt. Und die Wiedereröffnung des Leipziger Stadtbades war nur einer der Punkte, bei dem sich die teilnehmenden 50 Christdemokraten sehr deutlich äußerten.

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