Schon über 150.000 Menschen haben die Petition „Verbot von Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen“ unterschrieben

Für alle LeserDie Silvesternacht naht. Und es mehren sich die – eigentlich bekannten – Warnungen vor der Böllerei und dem Feinstaub. Nur haben sie in diesem Jahr einen anderen Klang. Denn 2019 hat auch das Böllerthema zu einem politischen Thema gemacht. Knaller, Raketen, China-Böller – was als Brauch gilt, kostet eine Menge Geld und belastet zunehmend Umwelt und Gesundheit. Zum Jahreswechsel werden mehr als 1 Milliarde Euro allein in Deutschland in die Luft gejagt. Der Feinstaubanteil steigt dabei in nur einer Nacht explosionsartig an, betont der Ökolöwe.
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„Gleich zum Jahresbeginn wird der Grenzwert für Feinstaub um ein Vielfaches überschritten. Allein in Deutschland werden jedes Jahr fast 5.000 Tonnen an Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern frei“, erklärt Friederike Lägel, umweltpolitische Sprecherin vom Ökolöwen. „Eine Silvesternacht produziert 17 Prozent der Feinstaubmenge, die jährlich durch den Straßenverkehr verursacht wird. An keinem anderen Tag im Jahr ist die Feinstaubbelastung so hoch wie zum Jahreswechsel!“

Der Wind fehlt

Und diesmal wird es möglicherweise richtig schlimm. Denn Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline sieht eine Wetterlage ohne Wind über Deutschland. Von Nordrhein-Westfalen bis nach Bayern wird es zum Jahreswechsel windstill. „Genau dies ist ein Problem!“, warnt Habel.

„Die bodennahe Kaltluft wird sich innerhalb von Minuten durch das Feuerwerk mit großen Mengen von Feinstaub anreichern. Vor allem in Flusstälern und in Orten, wo intensiv Feuerwerk abgebrannt wird, bildet sich in kürzester Zeit dichter Nebel. Dabei wird die Sichtweite abrupt auf unter zehn Meter sinken. Dies schränkt nicht nur die Sicht auf das Feuerwerk ein, sondern stellt auch eine Gefahr für den Straßenverkehr dar. Die hohen Feinstaubmengen können zudem gesundheitsschädlich sein, da der nicht vorhandene Wind die Schadstoffe nicht großflächig verbreitet.“

Das Zeug zieht also nicht ab. Wer eh schon Atemprobleme hat, sollte wohl lieber alle Fenster geschlossen halten und nicht rausgehen.

Und es gibt ja noch mehr Probleme.

Auch der Lärm von Böllern und Raketen ist schädlich, warnt der Ökolöwe. Die ungewohnte Knallerei ist ein großes Problem für alle Haus- und wildlebenden Tiere. So ist in allen Schutzgebieten, beispielsweise im Leipziger Auwald, an Gewässerufern und in vielen Parks, das Abfeuern aus Gründen des Artenschutzes generell verboten. Zudem geht von den Feuerwerkskörpern eine enorm hohe Müllbelastung aus.

„60 bis 75 Prozent der Feuerwerkskörper sind Hüllen, Verpackungen und Konstruktionsteile, die nach dem Abbrennen in der Natur, in Parks und überall in der Stadt herumliegen. Am Neujahrsmorgen gleicht die Stadt einer großen Müllhalde“, betont Friederike Lägel.

Aber nicht nur Raketen sorgen für einen giftigen Jahresbeginn. Auch Bleigießen führt zu negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Durch das Erhitzen wird giftiges Bleioxid freigesetzt, das durch die Atemluft direkt in den Körper gelangt.

Werden die Restprodukte nicht ordentlich im Sondermüll in Wertstoffhöfen entsorgt, können Bleireste in die Umwelt gelangen. Es entstehen bleiorganische Verbindungen, die zu den stärksten Umweltgiften zählen. Eine umweltfreundliche Alternative zum Bleigießen ist das Gießen mit Bienenwachs.

Der Ökolöwe ruft die Leipzigerinnen und Leipziger auf, umweltfreundlicher und gesünder ins neue Jahr zu starten und mit dem eingesparten Geld sich oder anderen etwas Gutes zu tun.

Und damit ist der Ökolöwe nicht allein.

Die Petition „Verbot von Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen“

Mehr als 150.000 Menschen fordern inzwischen in der Petition auf Change.org ein „Verbot von Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen“. Die Saarländerin, Andrea Glomba, unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe e. V., fordert alle Bürger, die in ihrer Stadt oder Gemeinde ein Ende des privaten Silvesterfeuerwerks durchsetzen wollen, auf, sich mit eigenen örtlich fokussierten Petitionen an die Bürgermeister oder die Stadtverwaltung zu wenden.

Am 23. Oktober fand dazu in Berlin die Pressekonferenz „Wie das Silvester der Zukunft Wirklichkeit wird“ statt.

„Silvester muss kein gefährliches, umweltbelastendes Fest sein. Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe rufe ich deshalb alle Menschen dazu auf, selbst mit einer Petition auf change.org auf ihre Stadt- und Gemeindeoberhäupter zuzugehen und ein Ende der privaten Böllerei zum Jahreswechsel zu fordern. Gemeinsam können wir der Politik klarmachen: Es wird Zeit für zeitgemäße und sichere Alternativen“, meint die Petitionsstarterin Andrea Glomba.

In der per E-Mail an die Unterstützer der Petition versandten Neuigkeit schreiben Andrea Glomba und die DUH: „Wir müssen allen zeigen, dass wir diese sinnlosen Müllberge und Feinstaubbelastung in unseren Städten nicht mehr tolerieren. Je mehr Petitionen wir haben, desto mehr Druck können wir auf die einzelnen Städte, Kommunen und die Politik ausüben.

An Silvester werden in ein paar Stunden bis zu 5.000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Die Weltgesundheitsorganisation rät zu einem maximalen Tageswert von 20 µg/m³ im Jahresmittel. Dieser Wert wird bereits zum allerersten Tag des Jahres durch die Silvester-Böllerei deutlich überschritten. Einige westdeutsche Städte haben ja auch im Jahresverlauf gewaltige Probleme mit der Überschreitung der Feinstaub- und Stickoxidbelastung.

Eigentlich sinkt die Feinstaubbelastung in Leipzig

In Leipzig ist inzwischen spürbar, dass die Umweltzone und das Durchfahrtverbot für Lkw wirken. Seit Jahren sinkt die Feinstaubbelastung. Gab es 2014 an der Lützner Straße noch 43 Tage mit der Grenzwertüberschreitung von 50 µg/m³ für Feinstaub (PM10), sank die Zahl der Überschreitungstage bis 2018 auf 23 (maximal 36 Tage mit Überschreitung sind erlaubt). 2019 wurden bislang sogar nur 12 Tage mit Grenzwertüberschreitung registriert.

Dieselbe Entwicklung gibt es an der Messstation Mitte, wo die Tage mit Grenzwertüberschreitungen von 34 auf 12 fielen. 2019 wurden bislang sogar nur 9 Tage gezählt.

Wobei hier auch der Wettereffekt zu bedenken ist: Je weniger kalte Tage es gibt, umso weniger Öfen und Kamine werden angeworfen. Wenn dann auch noch Wetterlagen dafür sorgen, dass kaum Luft aus Osteuropa (Polen) nach Sachsen vordringt, sinkt auch das das Feinstaubniveau deutlich.

Nur der 1. Januar fällt jedes Jahr aus dem Rahmen und im ganzen Land werden die Grenzwerte gerissen, wird die Nacht mit Böllerlärm erfüllt, obwohl es wirklich schönere Formen gibt, ins neue Jahr hineinzufeiern.

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