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64 Prozent der Teilnehmer wünschen sich den Pleißemühlgraben im alten Verlauf hinter der Hauptfeuerwache

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    Es ist erstaunlich, aber Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal nennt es tatsächlich eine gelungene Bürgerbeteiligung, auch wenn sie am Ende ein anderes Ergebnis bringt als die zuvor von der Stadtverwaltung bevorzugte Variante, den Pleißemühlgraben direkt am Goerdelerring entlangzuführen. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum Pleißemühlgraben liegen jetzt nämlich vor.

    Aufgrund der in Papierform und online ausgezählten 339 Befragungsbögen konnte ein Meinungsbild erhoben werden, meldet das Amt für Stadtgrün und Gewässer am Mittwoch, 4. April. Demnach stimmten 64 Prozent der abgegebenen Stimmen für den historischen Verlauf hinter der Hauptfeuerwache und 36 Prozent für den Verlauf in einem neuen Flussbett entlang des Goerdelerringes.

    „Mit dieser gelungenen Bürgerbeteiligung haben wir zum einen das Fließgewässersystem unserer Stadt in das Bewusstsein der Leipziger gerückt und sie zum anderen aktiv an der Öffnung weiterer Wasserläufe beteiligt“, sagt Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. „Das Ergebnis werden wir mit dem Stadtrat diskutieren.“

    Bereits im November hatte das zweistufige Beteiligungsverfahren begonnen. Nachdem in der ersten Stufe vom 30. November bis 31. Dezember 2017 die Kriterien diskutiert und in einem Ranking festgehalten wurden, konnte die zweite Stufe der Beteiligungsphase mit einer Bürgerveranstaltung am 7. März und der bis 18. März möglichen Onlinebeteiligung abgeschlossen werden. Das so gewonnene Meinungsbild wird nun den Stadträtinnen und Stadträten zur Kenntnis gegeben. Ein endgültiger Beschluss des Stadtrats ist für das zweite Halbjahr 2018 geplant.

    Im Diskussionsprozess war ziemlich deutlich geworden, dass die geplante neue Führung direkt am stark befahrenen Goerdelerring keine finanziellen Vorteile bringt und auch viele Platzprobleme – zum Beispiel das Parken vor der IHK – nicht wirklich löst.

    Die vom Verein Neue Ufer unterstütze Variante der alten Grabenführung hinter der Hauptfeuerwache böte hingegen deutlich mehr Chancen, das Wohnquartier auf dem ehemaligen Naundörfchen wieder als Stadtraum erlebbar zu machen.

    Der Pleißemühlgraben wurde in den 1950er Jahren überwölbt. Teilabschnitte wie am Mendelssohnufer, vor dem Bundesverwaltungsgericht oder hinter der Ringbebauung zwischen Rudolph- und Gottschedstraße konnten bereits offengelegt werden. Für den künftigen offenen Verlauf an der in der Sanierung befindlichen Leipziger Hauptfeuerwache existieren zwei verschiedene Varianten. Die Festlegung ist für die weiteren Sanierungsplanungen der Hauptfeuerwache dringend notwendig, betont das Amt für Stadtgrün und Gewässer.

    Das Ordnungsdezernat hat sich aber selbst erst unter Zeitdruck gebracht, als es die Variante „Goerdelerring“ in die Planungen zur Hauptfeuerwache schrieb. Zur Bürgerbeteiligung musste es erst nach Bekanntwerden dieser Vorfestlegung gedrängt werden. Und zur Geschichte gehört halt auch, dass die erste Bürgerbeteiligung schlecht programmiert war und deshalb scheiterte, so dass der Zeitplan noch einmal angespannter wurde.

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