Krieg der Farben oder Wer sucht die Fledermaus in der Burgaue?

Für alle LeserEs ist ein schöner kalter Tag im Januar, irgendwann fängt es auch an zu schneien. Ein einsamer Jogger hechelt durch die Burgaue. Ach ja, man vergisst es ja so schnell: Flugzeugmotoren heulen überm Wald. Die Abkürzung über den Auenwald wird wieder mal von Frachtfliegern genutzt, um Sprit zu sparen. Ruhig ist es also nicht wirklich in Leipzigs letztem verbliebenem Stück noch relativ naturnaher Hartholzaue. Und wenn es nach Leipzigs Ämtern und dem Stadtrat geht, heulen hier demnächst auch wieder die Motorsägen.

Und selbst wer sich nicht so intensiv mit dem Auwald beschäftigt wie etwa die Wissenschaftler, die hier auch in Begleitung des Projekts „Lebendige Luppe“ Flora und Fauna erforschen, machen einen die Eulen auf gelbem Grund nachdenklich. Was hat ein Wald, dem so gründlich das Wasser abgeschnürt wird, noch mit einem Landschaftsschutzgebiet zu tun? Und warum sollen hier weitere Baumbestände gefällt werden, wie der Stadtrat am 24. Oktober mit dem Forstwirtschaftsplan beschloss?

„Schirmhieb“ steht an dem orangenen Quadrat auf der Karte, die aufzeigt, was die Abteilung Stadtforsten hier in der Burgaue in diesem Winter vorhat. Gleich hinter der Brücke, über die der Weg Zum Waldbad über die Alte Luppe führt, ist auch noch ein violettes Feld zur Jungbestandspflege eingemalt, wenig weiter ein zweites violettes Feld.

Aber an diesem Wintertag sind wir mit fachlicher Begleitung des NuKLA e.V. unterwegs zum orangenen Quadrat. Wir wollen uns zeigen lassen, warum es verschiedene fachliche Sichten gibt auf das, was der Stadtförster hier plant. Verschiedene Sichten, die sich auch im „Krieg der Farben“ niederschlagen, über den die LVZ Ende letzten Jahres berichtete, als hätten hier einfach ein paar wildgewordene Baumschützer wild drauflos markiert.

Die geplanten Schirmhiebe in der Burgaue. Karte: Stadt Leipzig, Forstwirtschaftsplan 2018

Die geplanten Schirmhiebe in der Burgaue. Karte: Stadt Leipzig, Forstwirtschaftsplan 2018

Aber die ersten Markierungen sind rot. Ein dickes rotes „R“ erzählt uns davon, dass der Stadtförster hier – quer durch den Wald – eine Rückegasse vorgesehen hat, damit die gefällten Bäume abtransportiert werden können. Auch an anderen Bäumen finden sich rote Markierungen – Striche zumeist, manchmal auch Punkte. Man kann nur vermuten, dass das die Bäume sein könnten, die gefällt werden sollten.

Eine klare quadratische Begrenzung für die Forstadresse 128b, wie es ganz amtlich im Forstwirtschaftsplan heißt, finden wir nicht. Immerhin haben die Stadträte ja mehrheitlich beschlossen, dass hier 350 Festmeter Holz aus dem Wald geholt werden sollen. Als wäre das ein einfaches Forstrevier. Ist es aber nicht. Das Waldstück liegt nicht nur im Landschaftsschutzgebiet, es ist auch Natura-2000- und FFH-Gebiet.

Mittendurch fließen nicht nur der Burgauenbach, den wir auf einer Brücke überqueren, sondern – etwas weiter nördlich – auch der Bauerngraben. So weit gehen wir nicht. Kurz vor einer sperrigen Wand aus dornigen Sträuchern und jungen Ahornbäumen bleiben wir stehen. Eigentlich sollte das, was wir da links sehen, Prozessschutzfläche sein. So jedenfalls weist es die viel zitierte Studie des Hellriegel-Instituts von 2009 aus. Danach ist die Burgaue vom Stadtförster in große Quadrate eingeteilt worden, auf denen unterschiedliche Methoden der Waldbewirtschaftung ausprobiert werden – jede mit dem Ziel, irgendwann wieder so etwas wie eine artenreiche Hartholzaue zu erzeugen.

Rückegasse. Foto: Ralf Julke

Rückegasse. Foto: Ralf Julke

Prozessschutz heißt in diesem Zusammenhang, dass das Gebiet eigentlich von forstwirtschaftlichen Maßnahmen verschont wird. Der Wald soll sich hier natürlich entwickeln. Und er könnte als Vergleichsfläche dienen – wenn denn solche flächendeckenden Eingriffe unterblieben, wie hier einer zu sehen ist.

Mittelwaldwirtschaft in der Burgaue?

Ist also das Gebiet zur Mittelwaldbewirtschaftung doch größer, als damals untersucht? Mittelwaldbewirtschaftung ist die zweite Form, mit der die Abteilung Stadtforsten hier versucht, ursprünglicheren Waldzuständen näherzukommen. So, wie die Leipziger bis ungefähr Mitte des 19. Jahrhunderts mit ihrem Stadtwald umgingen, ähnelte das zumindest der damals erstmalig definierten Mittelwaldbewirtschaftung.

Damals holten die Leipziger und Böhlitzer noch ihr Brennholz aus dem Wald. So wurde regelmäßig das Unterholz gelichtet. Die starken Bäume blieben stehen und nur dann, wenn man mal einen starken Baum zum Bauen brauchte, holte man auch einen solchen aus dem Wald.

Meine Begleiter bezweifeln, dass das in der Burgaue jemals so der Fall war, denn bis zum Bau der Neuen Luppe und der Trockenlegung der Burgaue war dieses Gebiet von lauter Haupt- und Nebenarmen der Luppe durchzogen. Die standen nicht nur bei Hochwasser unter Wasser, sondern auch zu ganz normalen Zeiten. Es bildeten sich Altarme, Tümpel und Lachen.

Da ist eher wahrscheinlich, dass das gesamte Gebiet nördlich der Alten Luppe, die direkt am Ortsrand von Böhlitz-Ehrenberg verläuft, auch im Sommer schwer passierbar war. Einer dieser trockenen Altarme schlängelt sich mitten durch das Gebiet, das wir heute besuchen. Sollte die Burgaue wieder ihren natürlichen Anschluss ans Gewässersystem bekommen, würde auch hier zu einem Großteil des Jahres Wasser fließen.

Paragraphen weisen auf wichtige Biotopbäume hin. Aber was bedeuten die blauen Punkte? Foto: Ralf Julke

Paragraphen weisen auf wichtige Biotopbäume hin. Aber was bedeuten die blauen Punkte? Foto: Ralf Julke

Einige der großen Bäume könnten diese Zeit vor 90 Jahren noch miterlebt haben. Einige tragen rote Zeichen. An viele aber hat mein Begleiter Paragraphenzeichen gemalt. Die Farbe dafür hat er vom Stadtförster bekommen. Die Diskussion um das Fällen wertvoller Starkbäume im Auwald hat Stadtförster Andreas Sickert nicht unberührt gelassen. Denn er hat zwar die Burgaue in mehrere Forschungsquadrate geteilt, in denen mit unterschiedlichen forstwirtschaftlichen Methoden wieder eine funktionierende Hartholzaue erzeugt werden soll.

Aber er ist kein Wissenschaftler und hat sich nicht mit dem Kosmos der Lebewesen beschäftigt, die in einem solchen Wald-Biotop zu Hause sind. Und es sind viele, was selbst die Wissenschaftler betonen, die im Projekt „Lebendige Luppe“ beschäftigt sind. Es geht nicht nur um Bäume.

Es geht auch um Moose, Käfer, Vögel, sogar mindestens um ein Reh, das hier zu Hause ist und möglicherweise drüben in der Prozessschutzfläche für die Bissspuren verantwortlich war, die das Hellriegel-Institut dort feststellte. Mit einer erstaunlichen Begründung, denn augenscheinlich mögen die Waldtiere die dort natürlich gewachsenen Jungpflanzen lieber als das, was auf den Mittelwald-Flächen wächst.

Selbst die abgestorbenen Bäume sind wertvoll: Hier findet der Specht selbst im Winter jede Menge leckerer Larven im morschen Holz. Foto: Ralf Julke

Selbst die abgestorbenen Bäume sind wertvoll: Hier findet der Specht selbst im Winter jede Menge leckerer Larven im morschen Holz. Foto: Ralf Julke

Das Reh sehen wir nicht. Dafür den Specht, den man schon von weitem klopfen hört. Den Grund für das Klopfen sehen wir auch bald, denn zwischen den gesunden Starkbäumen (Eichen und Eschen) stehen auch abgestorbene Bäume, übersät mit den Löchern der Käferlarven, die den Baum zerlegen. Die Waldadresse 128b ist ein Ort, an dem man zuschauen kann, wie der Wald mit sterbenden Bäumen umgeht.

Wir sind weitab des Weges. Hier kann es nicht um Wegesicherheit gehen. Mehre starke Bäume liegen am Ufer des alten Wasserlaufes. Einer der Stürme in den letzten Jahren hat sie gefällt. Seit drüben am Weg das Loch in den Wald geschlagen wurde, wo jetzt die Ahornbäumchen dicht an dicht stehen, hat der Wind direkten Zugriff auf das Innere des Forstreviers und die dort stehenden großen Bäume.

Aber die Bäume liegen nicht einfach herum. Längst sind auch hier die Käfer und Pilze am Werk, das Holz wieder in Humus zu verwandeln. Aus gestürzten Bäumen wird neues Leben – wohl auch für kleine Säugetiere, denn die alten Bäume haben lauter Spalten und Höhlen, ideale Verstecke.

Und davon erzählen auch die Paragraphenzeichen an den Bäumen. Denn sie bezeichnen wertvolle Biotopbäume. Ein Thema, das bis zum Herbst 2018 fast nur Gesprächsstoff in den Umweltvereinen und bei den Wissenschaftlern war, die wissen, dass all die Höhlen in und an Bäumen, die durch Astabbrüche, Blitze oder Fäulnis entstehen, fast sofort besiedelt werden. Mein Begleiter ist sich sicher: Auch hier in diesen Bäumen sind Fledermäuse zu Hause, möglicherweise sogar die streng geschützte Mopsfledermaus.

Burgaue im Winter. Foto: Ralf Julke

Burgaue im Winter. Foto: Ralf Julke

Es geht im Leipziger Auenwald nicht nur um Bäume. Die Perspektive ändert sich, wenn man weiß, dass solche einmaligen Waldgebiete vor allem wegen der darin lebenden Tierarten geschützt sind. Auch das Hellriegel-Institut hat hier das Vorkommen von Fledermäusen, Tagfaltern und Brutvögeln untersucht. Gefunden wurden: Mopsfledermäuse, Breitflügelfledermäuse, Große und Kleine Bartfledermaus, Wasserfledermaus, Großer Abendsegler …

Man hält inne und schaut an den mit Paragraphen bezeichneten Bäumen hinauf und entdeckt nach und nach die Höhlen oben am Baum. Man findet aber auch Bäume, da ist das Paragraphenzeichen übermalt oder durchgestrichen. Blaue Punkte tauchen auf, orangene Wellenzeichen. Nicht nur die Fachleute von NuKLA e.V sind hier durchgegangen und haben mit ihren Zeichen den Förster darauf aufmerksam gemacht, dass diese Bäume gar nicht gefällt werden dürfen, weil sie unübersehbar Nisthöhlen aufweisen. Womöglich für einige der hier überwinternden Fledermausarten.

Warum zitieren wir so oft das Gutachten des Hellriegel-Instituts?

Weil es eben all dem widerspricht, was hier an Forstwirtschaft betrieben wird. Auch wenn es – für ein winziges, nur zwei Jahre langes Zeitfenster – untersucht, wie sich die Artenvielfalt zwischen den drei verschiedenen Bewirtschaftungsarten unterscheidet. Mit einigen schwierigen Stellen. Denn man hat zwar zahlreiche Fledermausarten gefunden, aber: „Wochenstuben sind nicht bekannt aber möglich …“

Wellenzeichen an starken Bäumen ... Foto: Ralf Julke

Wellenzeichen an starken Bäumen … Foto: Ralf Julke

Eine Stelle, an der auch Biologen eigentlich aufhorchen: Wie kann man einfach weiter drauflos wirtschaften, wenn wichtige Forschungen noch gar nicht geleistet sind? Es ist die Stelle, an der der NuKLA e.V. sagt: Hier braucht es ein großes, begleitendes Monitoring. Die Leipziger haben oft genug erlebt, wie Bauprojekte des Leipziger Umweltdezernats ins Stocken kamen, eben weil man eine streng geschützte Art nachwies – so wie die Flußjungfer an der Pleiße oder den Eisvogel am Floßgraben.

Da schaut man sich den „Krieg der Farben“ mit anderen Augen an. Hier geht es nicht wirklich um die richtigen Starkbäume, die man zum Abtransport auswählt. Ganz zu schweigen davon, dass rätselhaft bleibt, wo hier die nötigen Festmeter herkommen sollen. Es sei denn, man entholzt hier so gründlich wie im nördlich angrenzenden Nachbarstück, das schon zur ausgewiesenen Mittelwald-Fläche gehört. Aber auch dort versperrt eine dichte Mauer aus lichtliebenden Ahornbäumen die Sicht. Nach Auwald sieht das alles nicht mehr aus.

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