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Bürgerinitiative kämpft für eine Fußgängerampel an der Schreberstraße

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    Es gibt so einige Ecken in Leipzig, da kommt man als Fußgänger ins Schwitzen – es sei denn, man ist bereit, erst einmal riesige Umwege zu laufen, um eine stark befahrene Straße wie die Käthe-Kollwitz-Straße zu überqueren. Denn wer dort zum Schreberbad hinüber will, zum Stadthafen oder – in umgekehrter Richtung – zur Thomasschule oder zur Lutherkirche, der hat ein Problem. Deswegen wirbt eine Petition jetzt für eine Fußgängerampel an der Stelle.

    Schon jetzt hat eine Bürgerinitiative 750 Unterschriften für eine Petition gesammelt. Am Donnerstag, 19. September, plant sie um 15 Uhr eine Versammlung für die Fußgängerampel an der Kreuzung Schreberstr./Käthe-Kollwitz-Straße im Rahmen der Mobilitätswoche.

    Denn Ziele, die man hier fußläufig erreichen möchte, gibt es genug: Schreberbad, Thomasschule, Lutherkirche, Johannapark, viele Schulen und Kitas sind auf einem Weg abseits der Hauptverkehrsstraßen miteinander verbunden. Wie eine Perlenschnur zieht sich das grüne Band durch die Innenstadt.

    „Allerdings gibt es ein gefährliches Nadelöhr. Denn die Käthe-Kollwitz-Straße kann nicht sicher überquert werden“, weist Markus Engel auf die unzureichende Situation für Fußgänger an dieser Stelle hin. Er ist der Initiator der Petition für eine Fußgängerampel am Straßenzug Schreberbad Lukaskirche über die Käthe-Kollwitz-Straße , die bereits über 750 Unterzeichner gewinnen konnte.

    „Die Straßenverkehrsbehörde ist der Ansicht, dass die ampelgesicherte Querung 200 Meter weiter am Westplatz ausreichend ist. Was bei dieser Meinung jedoch unter den Tisch fällt ist, dass es vorrangig Kinder, Schüler und deren Eltern sind, die diesen Übergang täglich nützen. Einem Kind aber sollte ein Umweg von zirka 400 Meter Länge nicht zugemutet werden. Abgesehen davon ist der Weg zu dieser Kreuzung zumeist mit abstellten Autos zugeparkt“, schüttelt Engel den Kopf vor der Verwaltungsmeinung.

    Bereits morgens um 8:30 Uhr stauen sich Radfahrer und Fußgänger an der Schreberstraße, kurz nach dem Schreberbad. Denn der dichte Autoverkehr auf der Käthe-Kollwitz-Straße lässt nur kleine Lücken zu, in denen kleine Menschengruppen aus Kindern, Eltern und Radfahrern über die Straße hasten. Stürzen darf dabei kein Kind. Ab 15 Uhr, wenn die Kinder aus den vielen Schulen und Kitas in der Nähe auf dem Heimweg sind, sieht man das gleiche Bild, so Engel. Fast täglich kommt es hier zu haarsträubenden Szenen und Fast-Unfällen. Wenn im Sommer die Familien ins benachbarte Schreberbad strömen, ist die Situation sprichwörtlich noch „verfahrener“.

    Eine Bürgerinitiative mit über 750 Unterstützern fordert nun eine Fußgängerampel an dieser Kreuzung, um den Übergang für Kinder und deren Eltern sicherer zu machen. Eine Übergabe der Petition im Stadtrat ist in Planung.

    Die Petition wird auch vom Ökolöwe Umweltbund unterstützt. Tino Supplies, verkehrspolitischer Sprecher des Ökolöwen sagt dazu: „Leipzig braucht mehr attraktive, grüne Wege für Fußgänger/-innen und Radfahrer/-innen abseits von lauten Hauptstraßen. Kinder müssen aus allen Wohnvierteln gefahrlos allein zum nächsten Spielplatz oder Stadtteilpark kommen.“

    Im Rahmen der Mobilitätswoche wollen die Unterstützer der Petition am Donnerstag, 19. September, von 15 bis 16 Uhr an der Kreuzung Schreberstraße/Käthe-Kollwitz eine Versammlung abhalten, um weitere Betroffene auf ihre Initiative aufmerksam zu machen.

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