28.5 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Richard-Wagner-Hain wird denkmalgerecht saniert und später ist auch Bürgerbeteiligung geplant

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Der Leipziger Jörg Kühne hatte so seinen Kummer mit dem Anblick des Richard-Wagner-Hains. Der ist zwar nie zu einem Richard-Wagner-Nationaldenkmal geworden, trotzdem macht er einen recht verwahrlosten Eindruck. „Der Richard-Wagner-Hain unweit des Palmengartenwehres am Elsterflutbecken ist ein wichtiges Naturdenkmal der Leipziger Parklandschaft und wird rege von Besuchern genutzt“, hatte Kühne betont.

    „Derzeit befindet er sich jedoch in einem sehr sanierungsbedürftigen Zustand. Die Rabatten sind, ebenso wie die Wege und Pergolen, die sich oberhalb des Richard-Wagner-Hains befinden, sehr ungepflegt“, stellte er weiter fest.

    „Vandalismus hat sein übriges getan. Der Hain lädt mittlerweile nicht mehr zum Verweilen ein. Durch eine Grünflächenaufwertung und Graffitibeseitigung könnte der Hain wieder ein schöner Ort der Erholung für die Bürgerschaft werden. Zudem könnte man an den Leipziger Komponisten Richard Wagner in würdevoller Form erinnern, dessen 210. Geburtstag und 140. Todestag sich im Jahr 2023 jährt und an dessen musikalisches Werk wir in unserer Stadt auch im Rahmen der kulturellen Themenjahre erinnern wollen.“

    Machen wir doch, reagiert nun das Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport auf die Bürgeranfrage. Dass sich Leipzig nicht um Richard Wagner kümmern würde, kann nun wirklich niemand sagen: „Südlich der Jahnallee erstreckt sich zu beiden Seiten des Elsterbeckens der Richard-Wagner-Hain. Diese Anlage, die aufgrund ihrer überregionalen gartenkünstlerischen Bedeutung und ihres Erhaltungszustandes unter Denkmalschutz steht, plante der Gartenarchitekt Gustav Allinger.

    Durch Geländeabtrag und Terrassierung wurde eine gestalterisch reizvolle optische und räumliche Verbindung zum Elsterbecken geschaffen. Die Ehrung Richard Wagners erfolgt gegenwärtig in seiner Geburtsstadt Leipzig bereits an verschiedenen Orten. Besonders hervorzuheben ist das 1983 anlässlich des 170. Geburtstages von Richard Wagner hinter dem Opernhaus errichtete Denkmal.

    Die dafür geschaffene Büste geht auf einen Entwurf des Bildhauers Max Klinger zurück. Des Weiteren wurde aus Anlass des 200. Geburtstages von Richard Wagner auf dem von Max Klinger entworfenen Denkmalsockel in der wiedererrichteten Matthäikirchhof-Treppe die von Stephan Balkenhohl geschaffenen Richard-Wagner-Statue enthüllt.“

    Aufgang zum Matthäikirchhof mit Wagner-Denkmal. Foto: Ralf Julke
    Aufgang zum Matthäikirchhof mit Wagner-Denkmal. Foto: Ralf Julke

    Aber konkret zum Richard-Wagner-Hain betont das Umweltdezernat: „Aktuell ist am Richard-Wagner-Hain eine Ehrung des Komponisten durch die Stadt Leipzig nicht vorgesehen. Im Zuge der weiteren Sanierung sollen in der Anlage Informationstafeln errichtet werden, die den Besuchern die Entstehungsgeschichte des Kulturdenkmals näherbringen.“

    Und man plane tatsächlich die Sanierung des denkmalgeschützten Parks am Westufer des Elsterbeckens. Und eigentlich sei man schon mitten in den Arbeiten, betont das für Grünflächen verantwortliche Dezernat: „Im Rahmen des Städtebauförderprogrammes ,Zukunft Stadtgrün‘ (ZSP) ist die Aufwertung des Richard-Wagner-Hains geplant. Wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen ist die Wiederbelebung des Terrassengartens mit seinen baulichen Elementen einschließlich der fünf Wasserspiele und seinen vegetativen Bestandteilen wie Gehölzen und Staudenpflanzungen.

    Seit Sommer 2018 finden Sanierungsmaßnahmen auf der Westseite des Richard-Wagner-Hains statt. Als erste Maßnahme werden die Trockenmauern im Terrassengarten saniert. Die Arbeiten können bereits in diesem Jahr abgeschlossen werden. Auf der Westseite fand an den Mauern und Treppenwangen im September 2019 eine vollständige Graffitibeseitigung statt.“

    Der westliche Teil des Richard-Wagner-Hains am Elsterbecken. Foto: Ralf Julke
    Der westliche Teil des Richard-Wagner-Hains am Elsterbecken. Foto: Ralf Julke

    Man sieht also schon einen Teil der Verschönerungsmaßnahmen. Weitere sollen 2020 folgen: „Für die Instandsetzung und Überarbeitung der Uferterrassen und der Ufertreppe laufen die vorbereitenden Planungen. Die Umsetzung der Sanierungsarbeiten ist für 2020/2021 vorgesehen. Parallel dazu erfolgen Planungen für die grundhafte Instandsetzung und Erneuerung der Wasserbecken und der Wassertechnik im Terrassengarten.

    Diese Maßnahmen sind dann im Anschluss vorgesehen. Als abschließende Maßnahmen sollen die Wegeflächen und die Bepflanzung überarbeitet und erneuert werden. Unter der Voraussetzung, dass das Städtebauförderprogramm ,Zukunft Stadtgrün‘ auch in den Folgejahren zur Finanzierung herangezogen werden kann, ist es vorgesehen, die Ostseite des Richard-Wagner-Hains für eine Erholungsnutzung instand zu setzen.“

    Dabei halte man sich, so das Umweltdezernat, an die Denkmalschutzauflagen: „Die denkmalpflegerische Zielstellung wurde 1993 mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und durch dieses bestätigt. Es ist vorgesehen, wenn im Planungs- und Bauprozess das Stadium der Sicherung und Sanierung der Denkmalsubtanz abgeschlossen ist, die Öffentlichkeit in einen Beteiligungsprozess zum weiteren Umgang mit dem Richard-Wagner-Hain einzubeziehen.“

     

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 1. November 2019): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

    Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen.

    Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

    Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 400 Abonnenten.

    Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

     

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige