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Straßenbahnen fahren große Umleitung über Nordplatz und zwei Baustellenlinien laden zum Ausprobieren neuer Möglichkeiten ein

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    Bis zum 18 Millionen Euro teuren Umbau der LVB-Haltestelle Goerdelerring haben die Leipziger jetzt noch zwei Wochen Atempause. Aber dieser überfällige Umbau der Haltestelle wird bis November für ziemlich abenteuerliche Streckenführungen rund um den Innenstadtring sorgen. Vom 30. März bis voraussichtlich November 2020 wird die Haltestelle Goerdelerring als zweitgrößte Haltestelle im Leipziger Liniennetz grundhaft umgebaut.

    Jetzt erneuern die Verkehrsbetriebe die Gleisanlagen grundhaft. Parallel führen die Wasserwerke Kanalarbeiten sowie die Netz Leipzig Leitungsarbeiten durch.

    Die wichtigste Änderung an der Haltestelle, an der täglich 12.000 Fahrgäste umsteigen, wird die völlige Neuorganisation der Gleise sein. Künftig wird es hier – genau wie am Hauptbahnhof – einen großen Mittelbahnsteig geben mit mehr Platz für die Fahrgäste. Ein neues Blindenleitsystem erhöht die Sicherheit für blinde und sehbehinderte Menschen. Durch die Baumaßnahme erhöhen sich auch die Verkehrsqualität, die Reisegeschwindigkeit sowie die Fahrplansicherheit und verkürzen die Wartezeit.

    Und weil sich dadurch auch die Gleisverläufe ändern, greifen die LVB hier auch in die seit Jahren immer nur stellenweise reparierte Gleiskreuzung Goerdelerring ein. Insgesamt werden 2.800 Meter Gleis neu gebaut.

    Aber da hier während der ganzen Bauzeit keine Straßenbahn durchkommt, tritt am 30. März in der ersten Phase ein großes Umleitungsregime für fast alle Linie in Kraft.

    Straßenbahnumleitungen rund um die Baustelle Goerdelerring vom 30. März bis Juni. Karte. LVB
    Straßenbahnumleitungen rund um die Baustelle Goerdelerring vom 30. März bis Juni. Karte. LVB

    Das betrifft zuallererst die Linien 3, 7 und 15, die vom Hauptbahnhof mit einem großen Umweg über den Nordplatz und die Pfaffendorfer Straße fahren. Die Pfaffendorfer Straße ist dabei ein echtes Nadelöhr. Aber die LVB haben vergeblich versucht, hier während der Umleitungszeit den Kfz-Verkehr herauszubekommen. Auch Kraftfahrer haben ja nicht so viele Möglichkeiten auszuweichen.

    Dafür fährt die Linie 12 in dieser ersten Umleitunsphase (30. März bis 1. Juni) nicht durch die Pfaffendorfer, sondern biegt am Nordplatz gleich Richtung Wilhelm-Liebknecht-Platz und Hauptbahnhof ab.

    Eine richtiges Abenteuer werden für die LVB-Nutzer die beiden extra eingerichteten Baustellenlinien 34 und 39.

    Und so mancher Straßenbahnnutzer wird sich fragen: Warum fahren diese Linien eigentlich nicht auch im Normalbetrieb? Immerhin schaffen sie Direktverbindungen, die es mit den existierenden dreizehn Linien im LVB-Netz so noch nicht gibt.

    Die Linie 39 zum Beispiel ersetzt im Nordteil komplett die Linie 4 zwischen Landsberger Straße und Leibnizstraße und biegt dann am Goerdelerring auf die Linienführung der Linie 9 ein, die sie dann bis zur Richard-Lehmann-Straße/HTWK komplett ersetzt.

    Und die Linie 34 ersetzt dafür die Linie 9 im Nordteil von Thekla kommend komplett und schwenkt dann am Hauptbahnhof auf den Ostast der Linie 4 ein, die sie dann bis Stötteritz komplett ersetzt.

    Für manche Nutzer, die mit der 4 oder 9 bislang ins Zentrum fuhren, ändern sich am 30. März also eher die Liniennummern. Und für manche, die zuvor am Hauptbahnhof umsteigen konnten, ergibt sich auf einmal die ideale Gelegenheit, durchfahren zu können.

    Die Informationen der LVB zur Baustelle Goerdelerring.

    Für den Kfz-Verkehr ergibt sich in der Bauzeit logischerweise auch ein großes Umleitungsregime. Die Empfehlung der LVB für die Bauzeit (30. März bis November) lautet sowieso: Umfahren sie die Innenstadt möglichst weiträumig.

    Und für die Straßenbahnnutzer tritt dann ab Juni ein neues Umleitungsregime in Kraft.

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