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Ab 31. August ist die Heuwegbrücke für drei Wochen voll gesperrt

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    Am 20. Januar hatte es das Verkehrs- und Tiefbauamt schon mit angekündigt als Teil einer langen Liste von Straßen- und Gehwegbaumaßnahmen, darunter auch sechs Maßnahmen an Brücken. Da stand sie ganz unscheinbar dabei: die Heuwegbrücke, die im Verlauf des Heuweges in Möckern die Weiße Elster überspannt. Am nächsten Montag, 31. August, wird das Vorhaben konkret. Und Radfahrer und Fußgänger müssen nach ziemlich langen Umwegen Ausschau halten.

    Eigentlich sieht man es der Brücke nicht an, dass sie schon mehr als zwei Jahrzehnte auf dem Buckel hat. In den 1990er Jahren wurde sie gründlich saniert, hat seitdem den bekannten Belag aus Holzbohlen, der da und dort schon etwas uneben ist. Aber das kennt man auch von jüngeren Holzbrücken in Leipzig. Selbst vom 2014 erst erneuerten Steg über die Neue Luppe.

    Vom 31. August bis zum 18. September soll sie saniert werden, was eben auch bedeutet: Sie wird auch komplett gesperrt. Was eine Menge Leute betreffen dürfte, die diese Brücke benutzen, um entweder zu ihrem Kleingarten zu gelangen oder von Möckern aus auf den Luppedeich oder über den Heuweg weiter nach Leutzsch.

    Da für die Brücke Vollsperrung verhängt wird, wird hier der Heuweg nicht nur komplett unterbrochen – man muss jetzt einen weiten Umweg nehmen. Das Verkehrs- und Tiefbauamt empfiehlt die Umfahrung in beiden Richtungen über Kirschbergstraße, Wolffstraße, Bucksdorffstraße, Slevogtstraße und Marienweg. So kommt man vom Stadtplatz in Möckern zumindest zu den westlich gelegenen Kleingartenanlagen.

    Weiter hat das Amt nicht gedacht. An Fußgänger und Radfahrer schon gar nicht, für die ja der Heuweg eine der Hauptachsen zur Durchquerung der Elster-Luppe-Aue ist. Denen bleibt eigentlich nur die kleine Unterführung unter der Eisenbahnstrecke, um über diesen Weg zur Herloßsohnstraße zu gelangen und von dort ins Rosental zu gehen oder zu fahren. Wo sie ja bekanntlich auch nicht mehr über die dortige Brücke über den Elstermühlgraben dürfen, wo die Wasserwerke ja gerade eine Ersatzleitung verlegen.

    Nichts erzählt so deutlich vom radikalen Denken aus Autofahrersicht wie die Umleitungsempfehlungen des Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamtes.

    Im Rosental bleibt den Radfahrenden und Gehenden nur der Ausweich über den Marienweg zum Luppedeich – an der Bahnstrecke ja eine Betonpiste vom Feinsten, die ebenso vom Autofahrerdenken der Deutschen Bahn erzählt, die ja hier bekanntlich bis 2022 die neuen Brücken über Elster und Luppe und Nahle baut und auch unter der Brücke über die Neue Luppe eine Ausweichspur für Radfahrer gebaut hat, die untrainierte und ältere Nutzer nur ihr Rad schiebend bewältigen können, weil sie so steil ist.

    Die Betonpiste hätte man durchaus noch vor Beginn der Bauarbeiten asphaltieren können. Aber mit dem Denken für Radfahrer tun sich die großen Baustelleneinrichter in Leipzig alle schwer. Und die für Radverkehr zuständige Abteilung wird augenscheinlich nicht mal gefragt, wenn neue Baustellen eingerichtet werden.

    Wer vom Luppedeich her bislang den Heuweg möckernaufwärts nutzte, muss ebenfalls die Strecke über den Marienweg wählen – egal, in welche Richtung.

    Der Vorteil für die zahlreichen Jogger und Joggerinnen: Sie dürfen noch ein paar Kilometer mehr laufen, bevor sie auf den Deich kommen. Das verbrennt eine Menge Kalorien. Und man lernt ein paar neue Schleifen durch die Aue kennen.

    Dritter Versuch, eine Gefahrenstelle am Heuweg zwischen Neuer Luppe und Nahle zu beseitigen

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