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Warum im „Haus der Demokratie“ regelmäßig mit Begeisterung gesungen wird

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    Für FreikäuferAm heutigen Samstag, 14. Oktober, singen sie wieder, werden sie sich in Schale schmeißen und das Café im Haus der Demokratie mit Liedern füllen: klassisch, romantisch, Volkslieder, Wanderlieder. 14 Uhr geht es los. Es ist nicht der erste Samstag, der das Haus mit Gesang erfüllt, Aufregung und Stimmengewirr. Denn die Damen sind zwar alle gestandene Sängerinnen – aber aufgeregt wie Schulmädchen.

    Da geht’s die Treppen rauf und runter. Klappern die Türen. Man muss sich ja fein machen. Und man hat was zu erzählen. Gerade die Damen aus dem Chor des BdV (Bund der Vertriebenen) sind gerade im Sommer des Öfteren unterwegs und beschnuppern die Welt. Reichenbach im Vogtland war in diesem Jahr ein Reiseziel, ebenso die Dornburger Schlösser. In Gala natürlich. Auch dort wurde gesungen.

    Das ist natürlich wie ein Stück alte Kultur, die gerade so richtig zu verschwinden beginnt: gemeinsame Busfahrten in die schönen Ecken des Landes, Auftritte in Kirchen, ein buntes Chorprogramm. Gemeinsam Wandern und dann den Tag auf einer Terrasse ausklingen lassen. Das passt scheinbar gar nicht mehr in unsere heutigen egoistischen und mobilen Zeiten, in denen man auch immer seltener gemeinsam singt. Jedenfalls nicht unbeschwert und aus reiner Freude am gemeinsamen Singen.

    So seltsam es klingt: Das Unbeschwerte geht uns verloren, je rastloser wir werden.

    Aber nicht nur der BdV-Chor merkt, wie die jungen Leute abhandenkommen. Die Kinder- und Enkelgeneration hat schon ganz andere Sorgen. Hat auch nicht mehr diese Verbindung zur alten Familiengeschichte. Umso wichtiger werden diese regelmäßigen Treffen für die Sängerinnen. „Eine schöne Tradition“ nennt es Inge Scharrer, die selbst mit Gedichtrezitationen dabei ist.

    Aber wie wirkt so ein gemeinsames Singen von innen heraus, aus der Sicht einer Mitwirkenden?

    Inge Scharrer hat es für uns mal in Worte gefasst. Das nächste Konzert ist am heutigen Samstag, 14. Oktober, ab 14 Uhr – wieder im Café im Haus der Demokratie.

    Konzertnachmittag im „Haus der Demokratie“ am 26.08.2017

    Inge Scharrer

    Zu einer schönen Tradition sind inzwischen die Konzertnachmittage im „Haus der Demokratie“ geworden, die drei Mal im Jahr im Namen des BdV Kreisverbandes Leipzig durchgeführt werden.

    Das Konzert am 26.08.2017 stand unter dem Motto „Noch sind die Tage der Rosen“ und wurde gestaltet von der Familie Wegelin/Hartok, dem BdV-Chor „Lied der Heimat“ und den Frauensingegruppen der Volkssolidarität, der Rheuma-Liga und dem Grünauer Singekreis.

    Zur Familie Wegelin gehören Rosa Wegelin, langjährige Chorleiterin des Chores „Lied der Heimat“, Peter Wegelin, musikalischer Begleiter und ein virtuoser Musiker auf den Tasteninstrumenten, Tochter Margarita Hartok und Enkelin Julia Hartok. Hier musizieren und singen somit 3 Generationen der Familie Wegelin.

    Wie jedes Mal war auch am 26.08. der Raum mit 70 Personen voll besetzt.

    Der erste Teil des Konzertes war der klassischen Musik gewidmet, dabei Strauß, Puccini, Rachmaninow, Tschaikowski usw.

    Als kleine Überraschung hatten sich Rosa Wegelin, Margarita und Julia Hartok mit den Chormitgliedern Liselotte Gläßel, Liselotte Robak und Irmgard Schäfer zu einem Sextett aufgestellt und erfreuten mit schönen Stimmen und den Rosenliedern, zu denen auch „Noch sind die Tage der Rosen“ gehört.

    Der zweite Teil galt dann dem gemeinsamen Singen des Chores mit den genannten Frauensingegruppen.

    Sommerliche Volks- und Wanderlieder wurden mit Begeisterung gesungen und viele Zuhörer stimmten mit ein. Aufgelockert wurde das Programm mit passenden Gedichten, vorgetragen von Helga Köhle und Inge Scharrer.

    Bewundernswert war auch Frau Rosemarie Richter mit ihrem Spiel auf der Zither. In gewohnt souveräner Weise führte Irmgard Schäfer durch den Nachmittag. Der Beifall war langanhaltend und sehr herzlich; alle Mitwirkenden freuten sich über lobende Dankesworte für einen gelungenen, schönen Sonnabendnachmittag.

    ***

    Der BdV hat übrigens sein Büro auch im Haus der Demokratie, was auch die Wahl des Cafés als Konzertort erklärt.

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