Corona-Hilfe-Team der Stiftung „Ecken wecken“ hat schon über 400 Helfer/-innen in Leipzig gefunden

Für alle LeserAls sich am 15. März abzeichnete, dass es auch in Leipzig erhebliche Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie geben würde, startete auch die Stiftung „Ecken wecken“ einen Aufruf, um Freiwillige zu suchen, die in der schwierigsten Zeit all denen helfen, die dringend Hilfe brauchen. Binnen einer Woche meldeten sich über 400 Unterstützer/-innen aus ganz Leipzig.

„In der Corona-Krise ist der Alltag für viele von uns eine Herausforderung“, schrieb die Stiftung, die sich bislang für lauter Projekte im Leipziger Westen engagierte, in ihrem Aufruf. „Ältere Menschen, Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Wohnung nicht verlassen können und Menschen die in s.g. ,systemrelevanten‘ Berufen arbeiten, können ab sofort über das depot (https://leipzig.depot.social/ressourcen/corona-support-hilfe-beim-einkaufen-aeltere-menschen-04229), per Mail oder per Telefon kostenlose Einkaufsunterstützung im Leipziger Westen buchen.

Wer mithelfen möchte, diese Leistung für andere Menschen schnell und unkompliziert zu erbringen, der schreibt einfach eine Mail an ‚corona-support@stiftung-ecken-wecken.de‘. Natürlich kann jeder gerne auch weitere Dienstleistungen dieser Art ins depot einstellen, indem man z. B. Folgendes selber anbietet oder organisiert: Einkaufshilfen – auch in anderen Stadtteilen, Kinderbetreuung, Tiere ausführen, u.v.m.“

„Bleiben Sie gesund und helfen Sie anderen, damit wir alle gut durch die Krise kommen!“, sagte Thorsten Mehnert, Vorstand der Stiftung „Ecken wecken“, und freute sich auf Unterstützung durch viele hilfsbereite Mitbürger/-innen.

Kaum eine Woche später zeigt die Resonanz, dass in Krisenzeiten auch unter den Leipzigern die Solidarität wächst und das Bewusstsein, dass man einander helfen muss, wenn es richtig schwer wird.

„Die Corona-Hilfe Leipzig gibt es zwar erst seit letzten Sonntag, aber die Zahl der Unterstützer/-innen liegt aktuell schon bei 441 – und wächst weiter und weiter“, meldet die Stiftung „Ecken wecken“.

„Neben dem Erfassen und Vermitteln von Hilfeanfragen und Unterstützern arbeiten wir seither fast pausenlos an Prozessen und Technik, aber hin und wieder erholen wir uns bei all den schönen Sätzen, die Unterstützer/-innen uns schreiben. Sie erzählen davon, wie sie sich einsetzen möchten, damit Menschen in ihrem Umfeld gut durch die Krise kommen“, teilt das Corona-Hilfe-Team mit.

Eine Auswahl der Rückmeldungen findet man im Blog der Stiftung „Ecken wecken“.

Und die Unterstützer/-innen haben auch die ersten Einkäufe und andere Hilfen durchgeführt, teilt das Hile-Team mit. Am Sonntag, 22. März, waren es erst einmal zehn Einsätze.

„Es sind zwar noch wenige, aber die Rückmeldungen der unterstützten Menschen geben Energie für lange Zeit: das beginnt bei ,Ich bin sehr erleichtert!‘, über ,Kostenlos? Das gibt es heute noch?‘ bis hin zu ,Ich könnte Sie knuddeln‘ – obwohl man sich persönlich ja gar nicht kennt“, so das Corona-Hilfe-Team.

Seit Samstag hat das Team auch eine geographische Suchfunktion, sodass passende Hilfe im Umfeld von Hilfebedürftigen schnell gefunden werden kann. Aber es werden noch weitere Unterstützer/-innen gesucht, die sich auch eintragen, obwohl noch niemand weiß, wie streng die nächsten Auflagen werden.

„Aber auch wenn Sie in einem bzgl. der Corona-Hilfe gut versorgten Gebiet leben, bitten Sie weiterhin Ihre Freunde und Bekannten, sich unter dem oben genannten Link einzutragen, denn momentan weiß niemand, wofür wir das von uns allen gewobene Netz noch brauchen werden – gerade jetzt wo die Diskussion um Ausgangsbeschränkungen intensiver wird. Liebe Grüße“, so das Corona-Hilfe-Team der Stiftung „Ecken wecken“.

Und auch der Blog spielt eine wichtige Rolle. Zwei gute Gründe sprechen für ihn, so die Corona-Helfer: „Nutzen Sie in persönlichen Gesprächen die Infos aus dem Blog – auch um Sicherheit zu geben. Und schreiben Sie selber Beiträge, die wir gerne im Blog veröffentlichen.“

Coronavirus: Die Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen (22. März 2020) + Update

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Quelle: Cineplex Leipzig

Quelle: Cineplex Leipzig

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Foto: Marko Hofmann

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