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eku-Zukunftspreis für die Omas for Future: Projekt „LEIPZIG pflanzt“ erhält 9.000 Euro vom Land Sachsen

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    Die „Omas for Future“ sind überglücklich. Das Projekt „LEIPZIG pflanzt“ der Bewegung „Omas for Future“ hat den „eku Zukunftspreis für Energie, Klima, Umwelt in Sachsen“ gewonnen. Er wird vom sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft ausgelobt und ist mit 9.000 Euro dotiert. Mit dem Preisgeld wollen die „Omas for Future“ ihre großangelegte Baumpflanzaktion weiter vorantreiben.

    Denn das Projekt „LEIPZIG pflanzt“ hat sich das Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren insgesamt 600.000 Bäume in und um Leipzig zu pflanzen.

    Allein für 2021 steht das Ziel, 21.000 Bäume zu pflanzen.

    „Die erste Pflanzaktion Ende Oktober, bei der die ersten 3.000 Bäume in die Erde gebracht wurden, waren bereits ein voller Erfolg. Aber das war nur der Anfang. In 2021 wollen wir 21.000 Bäume pflanzen“, sagt Anne-Kristin Freyse, eine der Initiatorinnen des Projekts „LEIPZIG pflanzt“. Neben den Flächen für die Bäume braucht es entsprechende Gelder, um die Pflanzaktion zu finanzieren.

    „Wir freuen uns deshalb riesig über den Preis, die Würdigung und die damit verbundene finanzielle Unterstützung“, sagt Thomas Gärtner, Kopf des Projekts.

    Die Akteurinnen und Akteure von „LEIPZIG pflanzt“ schauen nun hochmotiviert auf 2021. Bei der nächsten Pflanzaktion sollen tausende weitere Bäume im ehemaligen Tagebau Peres, im Südraum von Leipzig gepflanzt werden. Hilfe bekommen die „Omas for Future“ dabei von der Stiftung Wald für Sachsen. Das LEIPZIG pflanzt Team besteht mittlerweile aus elf Ehrenamtlichen, die sich seit fast einem Jahr jede Woche treffen, um dieses Projekt möglich zu machen.

    Und die Weihnachtszeit ist natürlich eine Gelegenheit, um weitere Unterstützung zu werben.

    Um die restlichen Spendengelder für diese und weitere Pflanzaktionen zu akquirieren, veranstaltet „Omas for Future“ eine Weihnachts-Spendenaktion, bei der liebevoll gestaltete Baumspende-Zertifikate verschenkt werden können.

    „Jeder kann im Kleinen etwas bewegen. Jeder, der Leipzig, dem Umland und der Natur verbunden ist, kann etwas für die Zukunft unserer Kinder und Enkel tun. Bäume schenken ist Zukunft schenken“, sagt Cordula Weimann, die Gründerin der Omas for Future. Alle Baumspenden sind übrigens steuerlich abzugsfähig.

    Der Gewinn des „eku Zukunftspreises“ ist für die „Omas for Future“ nicht nur eine ganz besonders schöne Auszeichnung, sondern bestärkt auch die Relevanz des ehrenamtlichen Projekts. 240 Bewerbungen in zwei Kategorien waren beim Freistaat Sachsen eingegangen. Mit dem Preis unterstützt das Ministerium lokales und regionales Engagement in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Erhalt der biologischen Vielfalt und Ressourcenschonung.

    Bewerben konnten sich zum Beispiel Schülerinnen und Schüler, Vereine, Bündnisse, Initiativen und zivilgesellschaftliche Projekte, aber auch Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen.

    2.500 Bäumchen für das Klima: Erste Baumpflanzaktion von „LEIPZIG pflanzt“ im Leipziger Südraum + Video

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    27 KOMMENTARE

    1. @Kathrin: Birken etc. bilden an den von ihnen genannten Standorten einen Pionierwald, der dort im Laufe von mehreren Jahren wichtige ökologische Funktionen erfüllt und bspw. anfängt, Waldboden zu bilden. Birken werden auch nicht alt und innerhalb weniger Jahre sowieso durch andere Baumarten ersetzt, auch ohne menschliches Zutun. Man kann sagen, Birken, Pappeln, Kiefern usw. sind an solchen Standorten durchaus wichtig und man sollte sich über sie freuen!

    2. ja er darf nur nichts bewirtschaften. Dem steht aber das sächs. Nachbarrechtsgesetz eventuell entgegen, dass eine bestimmte zulässige maximale Höhe der Gehölze bei bestimmten Grenzabständen vorschreibt.

    3. Dann wäre es doch beispielsweise gut, jedem Bauern einen 10m breiten Feldstreifen zu subventionieren und dort nichts anbauen und einfach nur Feldgehölz wachsen zu lassen.

    4. Zum Wald gehört auch ein Waldsaum mit Sträuchern auch Lichtungen gehören dazu. Wenn man Wald nach der Definition des Waldgesetzes definieren will dann sogar befestigte Waldwege. Mit Wald sind nicht nur Bäume gemeint. Wald selbst erfüllt bestimmte Funktionen, entscheidend ist, dass die Fläche so gross ist, dass sich ein spezielles Waldinnenklima bilden kann, sonst reden wird nicht von Wald sondern von einem Feldgehölz, wobei ein Feldgehölz in einer ausgeräumten Agrarlandschaft bezogen auf die Flächengröße zahlreichere Funktionen für die Artenvielfalt und den ökologischen Wert aufweisen kann als ein größere zentral gelegene Teilfläche in einen noch größeren geschlossenem Walbestand. Was uns fehlt sind in ausgeräumten sehr fruchtbaren Agrarlandschaften die Feldgehölze, nicht die Wiederbewaldung in der Bergbaufolgelandschaft, im Gegenteil die offenen Flächen können für wertgebende Arten viel wertvoller sein. So hat zum Beispiel der Sachsenfosrt über Jahre mit hohem finanziellen aufwand südlich de Cospudener Sees die ökologisch sehr wertvolle Vernässung von künstlich angepflanztem Wald verhindern wollen aber zum Glück nicht vollständig geschaftt. der Grund war einzig und allein man wollte Bretter produzieren und kein Paradies für Wasservögel und Amphibien.

    5. Es gab und wird zukünftig beides geben: selbst entstandener Wald und forcierter.
      Beides ist gut in dieser Zeit.
      Bei letzterem hält natürlich jemand noch sein Gesicht in die Kamera. Das ist halt so. Bitte einfach aushalten.

      Was noch neu war für mich, liebe/r Saschok, das Sie den Wald aussäen wollen und die Fläche nicht einfach so sich selbst überlassen. Verständlich, mit „Waldsamen“.
      Wenn man eine Fläche nur sich selbst überlassen würde, entstünde sicher auch erst mal Strauchwerk und allerlei anderes walduntaugliches Gewächs, was so durch die Luft fliegt – oder?

    6. Noch ein Nachschlag:
      Wenn mir jemand einen ha Ackerfläche (10 000) zur Verfügung stellt, dann sähe ich diesen mit aus dem Wald gewonnenen natürlichem Saatgut an und mache dann nichts mehr. In 20 Jahren ist alles mind.15 m hoch grün. Die ganze Aktion dauert ein Wochenende – das ist keine Heldentat. Schönen Gruss vom Opa for History.

    7. Ich habe dass schon mehrmals wiederholt. Der Wald wäre auch ohne die medienwirksame Pflanzaktion natürlich entstanden. Wirklich wahre Waldhelden sind die, die Flächen zur Aufforstung besorgen oder eigene zur Verfügung stellen, die wir ohne deren Engagement nicht hätten. Wenn man eine Ackerfläche aus der Nutzung nimmt ist regelmäßig in 20 Jahren auf natürliche Art ein Wald entstanden, da das das natürliche Endstadium der Vegetation in Mitteleuropa ist.Die Anzahl gepflanzter Gehölze sagt fast garnichts zu der Größe der Waldfläche aus. Reines Medienspektakel wo sich jetzt die Omas besser fühlen dürften, da sie ja in die Zukunft investierten.

    8. Nun, die Bäumchen bei der Pflanzaktion der Omas for Future waren nicht mal einen halben Meter groß, also noch sehr jung. Und wenn sich das alles eh nach 20 Jahren ausgleicht, wo ist dann das Problem? In diesen 20 Jahren hat auch ein geschockter Baum eine Menge Arbeit geleistet, würd ich meinen.

      Auch wenn ein natürlich gewachsener Wald das Ideal ist, so ist ein „künstlicher“ doch immer noch besser als keiner? Zumal die Zeit drängt und m.M.n. einfach keine 10/15 Jahre Zeit sind auf ein natürliches Wachstum zu warten. Erst recht nicht in einer „unnatürlichen“ Umgebung.

      Und ihre Qualifikation in allen Ehren, aber haben die beteiligten Experten diese nicht auch? Was genau ist jetzt eigentlich so schlimm an dem Engagement der Menschen? Gibt es Nachteile für irgendwen? Sollte man nicht einfach auch mal anerkennen, dass etwas getan wird statt sich bequem aufs Sofa zu setzen und auf andere zu hoffen?

    9. Ok. Ein Heister ist ein ca. 1- 2m hoher zukünftiger Baum, der sich aus einem Samen entwickelt hat. Dieser wurde ursprünglich ausgesät an einem bestimmten Standort, ist dort gekeimt und unter bestimmten Bedingungen aufgewachsen (Bodenfeuchte, Lichtverhältnisse, Nährstoffangebot, Ph-Wert usw.) er ist mit dem Standort klar auch weil er als Jungpflanze flexibel sich auf den Standort eingestellt hat.. Und wird dann gerodet und an andere Stelle gepflanzt, wo etwas andere Bedingungen herrschen als an seinem Keimungsort. So kann zum Beispiel ein Drehen der Pflanze in eine andere Himmelsrichtung Probleme beim Anwachsen machen. Beim Roden der ein bis zweijährigen Pflanzen gehen Wurzeln verloren (Abschneiden, Vertrocken), die erst wieder nachgebildet werden müssen. Umso älter ein Laubbaum ist umso mehr treten Wachstumsdeppressionen auf “ Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Ein am Endstandort ausgesäter Baum oder Strauch wächst kontinuierlich, da er auf alle am Standort vorhandenen Gegebenheiten reagieren kann ein verpflanzter kämpft erstmal eine gewisse zeit ums Überleben bevor er Zuwachs hat, deshalb gleicht sich über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren der erkennbare Bestand zwischen beiden Waldanlagearten aus.

    10. Das muss Ihnen nicht leid tun.
      Respekt – ein Job für eine gute Sache, sofern man ihn dort bekommt, wo er sich entfalten kann.

      Aber nun berichten Sie mir (da ich fragte) doch bitte einmal kurz, wie stark sich so ein Pflanzschock bemerkbar macht.
      Spielt die Pflanzzeit eine große Rolle – siehe oben?
      Ein Sämling hat nach 20 Jahren den depressiven Heister eingeholt?

      Dann müsste man, wo es auch immer geht, so jung wie möglich anpflanzen?

      Ich finde das – als Nichtpflanzenfachmann – tatsächlich interessant.

    11. Tut mir leid aber angesichts ihrer Meinung zum punktgenauen Säen und Pflanzen muss ich Ihnen doch eine Antwort geben. Ich habe einen universitären Abschluss als Diplomgartenbauingenieur, ob Sie das jetzt glauben wollen oder nicht, und arbeite seit über 30 Jahren genau auf dem Gebiet um das es hier geht.

    12. @Saschok
      Danke, dass Sie sich um meine Qualifikation Sorgen machen.
      Welche haben Sie denn vorzuweisen?

      Für mehr Wald bin ich gern zu haben.
      Aber um die zur Verfügung stehenden Flächen geht es in obigem Artikel gar nicht.

      Ich wollte nur meine sachliche Frage erörtern lassen, ob es tatsächlich einen Unterschied zwischen „punktgenauem“ Säen und dem Pflanzen eines gleichartigen Jungbaumes gibt. Wenn die Bäume dann schneller wachsen, wäre das doch ein Gewinn! Für viele Standorte. Man müsste nur mehr Schutz zu Beginn gewährleisten.

      Eher hat aber die Jahreszeit (Vegetationsperiode) mehr Einfluss auf das erfolgreiche Umsetzen von Heistern.

    13. Zu Christian. Alleebäume an Straßen haben ganz andere Funktionen und müssen natürlich auch wegen der beschränkten Platzverhältnisse punktgenau gepflanzt werden, Das hat nichts mit der Aufforstung von größeren Flächen zu tun. Vielleicht sollte man sich auch nicht zu allen möglichen Dingen äußern wollen, wenn einem die Fachkentnisse fehlen, ein Gärtner oder Baumschüler oder Förster hätte so einen Bezug von Straßenbaum zu Wald nicht hergestellt.Aber um solche Detaildiskussionen geht es eigentlich gar nicht.,sondern um die nicht für die Waldanlage zur Verfügung stehenden Flächen.

    14. @Saschok
      Würde man also auf den Straßen Leipzigs Bäume ansäen, statt fertige Jungbäume pflanzen, würde man nach 20 Jahren Wachstumsdauer keinen Unterschied sehen, weil die Bäume beim Versetzen einen Schock bekommen?
      [„Vorsprung“ des Jungbaumes mitbedacht]

    15. zu Christof.
      Das eigentliche Pflanzen der in der Baumschule (Forstbaumschule) herangezogener Heister erfolgt regelmäßig nur deshalb um verwertbares Nutzholz zu etablieren. Bei der künstlichen oder natürlichen Ansaat fällt regelmäßig der Pflanzschock weg, d.h. die gepflanzten Heister erleben eine Wachstumsdeprression durch die plötzliche Veränderungen der Nährstoff,- Feuchte- und Lichtbedingungen beim Verpflanzen. Das hebt regelmäßig die zeitlich verzögerte Differenz zur Anssaat auf. Nach 20 Jahren ist im Erscheinungsbild beider Pflanzverfahren kein Unterscheid mehr zu erkennen.

    16. Muss ich leider doch noch auf einen ganz wichtigen Aspekt hinweisen, die fehlende Zeit. Sachok gebe ich in jedem Fall recht, das selbst ausgesääte Keimlinge oft besser und stabiler anwachsen als gepflanzte. Wild gewachsener Wald mit verschiedenen Pflanzen kommt ebenfalls oft besser mit Klimatischen Bedingungen klar als dicht in Reihen gepflanzter Wald. Aber, der sukzessive Wald hat nicht die nötige Zeit, dh. dieser Wald brauchte bis zur Stabilität sicher 5-10 oder 15 Jahre länger um anzuwachsen als geplanzter Wald. Und in 5-10 Jahren werden die Bedingungen zum Anwachsen von Bäumen noch schlechter sein als heute (Trockenheit), da der Klimawandel beständig zunimmt und sich weiter ausweiten wird.

    17. Das ist ja der grundsätzliche Fehler zu glauben dass nichts wächst wenn man die Fläche sich selbst überlässt. Die Sukzession mit den Standortverhältnissen angepassten Arten erfolgt durch natürlichen Samenanflug. Interessant ist auch das die frühen natürlichen Sukzessionsstadien im Gegensatz zur künstlichen Aufforstung in Bezug auf Lebensräume für wertgebende Arten wesentlich wertvoller sind. Buchen wachsen in Peres nicht maximal noch Traubeneichen, welche man auch kostengünstig säen könnte so wie auch andere Baumarten. Das Bild Ist ja natürlich nicht so medienwirksam wie wenn eine graue Omi mit Spaten einen jungen Heister pflanzt. Alt wie ein Baum sangen schon die Puhdys ……. Man kann durch Initialsaaten deutlich günstiger naturnahe Wälder begründen aber das Problem sind die fehlenden Flächen, die niemand der Landwirtschaft wegnehmen will. Das generelle Flächenproblem lösen die alten Damen auch nicht.

    18. Ich bin ja durchaus Fan von sich selbst überlassener Natur. Wenn Menschen allerdings vorher derart stark in diese eingegriffen und z.B. Bodenschichten im Eiltempo zerstört haben, die über Jahrhunderte entstanden sind, dann halte ich es für unsere Pflicht, den Schaden so gut und schnell wie möglich wieder gutzumachen.

      Man kann nicht den natürlichen Zeit- und Wachstumsplan so komplett zerstören und dann sagen: mach mal allein.

    19. Was wächst denn von allein, wenn man es einfach nur sich selbst überlässt? Wunderschön zu beobachten eben in diesen Bergbaubrachen vor einer Rekultivierung, sehr gut zu beobachten auf den verschiedensten verlassenen Liegenschaften der russischen Armee und der NVA, besonders auf den Schießplätzen. Der Lieberoser Truppenübungsplatz war, als er noch in Benutzung war, eine Sandwüste. Was wächst dort heute? Birken und Kiefern. Die kommen immer. Der Mensch musste auch dort eingreifen und mit Buchen, Eichen und anderen Bäumen eine Monokultur zu vermeiden. Zumindest an den Rändern des Übungsplatzes

    20. Fast jede Bemühung, Natur zu erhalten oder wieder herzustellen, ist löblich.

      Natürlich ist sukzessiv gewachsener Wald qualitativ besser.
      Aber wenn, wie in den letzten 50 Jahren, soviel Natur dem Erdboden gleich gemacht wurde, ist es auch nötig, der Natur auf die Sprünge zu helfen.
      Und da ist ein erstmal „künstlich geformter“ und später sich selbst überlassener Wald bestimmt besser, als erstmal 50 Jahre zu warten, bis sich ein paar optimal angesiedelte Bäume angesiedelt haben. So schnell wie er weg war, wird man ihn ohnehin nicht wieder herstellen können.

      Und immerhin gibt es genug Sachverstand, nicht nur Fichten zu pflanzen.
      Man muss ihn nur finden und nutzen wollen.

    21. Hört ihr Miesmacher euch eigentlich zu beim Schreiben?
      Was ist falsch daran, wenn sich Menschen engagieren, ihre Umwelt gestalten, positive Effekte davon mitnehmen,
      und in ihrem direkten Umfeld daraus schöpfend, das kleine Gewachsene als Erfahrung des Möglichen so weiter tragen.
      Wie alt (oder ungeliebt) muss man eigentlich sein, um sich selbst nicht als Oma/Opa für Zukünftige zu sehen und liebevoll in das Gedächtnis der Nachgeborenen einzubringen.
      PS: „grüner populistischer Wohlfühlunsinn“ Genau.
      Bevor die Welt mir nicht entspricht, soll sie doch untergehen. Oder Kuchen essen. und jeder der sich bewegt, ist doof..

    22. Der Wald wäre auch so entstanden, gleichzeitig sind durch natürliche Sukzession entstandene Wälder deutlich ökologisch wertvoller als gepflanzte. Was hier mit dem Artikel dem Leser eingeredet werden soll, ist, dass ohne die Omas der Wald nicht entstehen würde. Und dann gibt es auch noch einen Preis dafür etwas getan zu haben was auch ohne das Tun entstanden wäre nur mit drei vier Jahre Verzögerung. Einfach nur grüner populistischer Wohlfühlunsinn.

    23. @Christian. Saschok hat schon recht, es würde sich natürlich dort auch sehr wahrscheinlich ein Wald entwickeln. Aber sie, Christian, haben auch recht, das würde länger dauern – aber es würde nicht solange dauern, wie sie schreiben. Ihre Kinder dürften diesen lichten Sukzessionswald schon noch erleben. Die Frage ist, welcher Wald, der sich selbst eingestellte oder der angepflanzte, wird in Zukunft resistenter sein. Selbstverständlich spielt auch der Boden eine Rolle, aber gerade da könnte natürliche Sukzession besser sein als angepflanzter Wald, weil durch die Sukzession neuer Boden gebildet wird, was einen Sukzessionswald dann auch widerstandsfähiger macht. Initialpflanzungen können aber die Entwicklung auch vermutlich beschleunigen.

    24. @Saschok, die Frage warum pflanzen und nicht warten wird im Video im drunter verlinkten Text ja erklärt. Und auch zur (Gesamt)Flächengröße gibts da was.

    25. Wir brauchen mehr Wald in der Leipziger Region, anstatt nur Industrie, Gebäude, Tagebaurestlöcher und Felder. Wenn sich Mitmenschen dafür engagieren, haben sie ihre Zeit gut angelegt und etwas für zukünftige Generationen getan. Denn die können dann irgendwann einmal durch einen Wald laufen und sich an diesem erfreuen. Wenn wir warten wollen, bis auf Kippenboden durch Selbstaussaat einmal Sträucher oder Bäume wachsen, da würden wohl noch unsere Kinder darauf hoffen können. Es ist nicht so viel Geld aber das Preisgeld ist zumindestens besser angelegt als bei vielen anderen Projekten.

    26. Es ist nun die Frage zu stellen ob die Bäume auch ohne die Omas dort gewachsen wären, einfach durch natürlichen Samenanflug, was ein paar Jahre länger dauert bis zum geschlossenen Bestand. Das Problem bei der Waldneuanlage sind nicht die Pflanzarbeiten sondern, dass bepflanzbare bzw. sich selbst begründende Flächen nicht zur Verfügung stehen. Solche umweltpolitischen Aktionen werden regelmäßig medienwirksam breit getragen ändern aber nichts an der globalen Umweltsituation sondern suggerieren, hier in dem Fall den Omis, was gutes getan zu haben und sich besser zu fühlen. Es steht auch nicht zu lesen wieviel Fläche bepflanzt wurde nur wieviel Bäume, die im Endbestand dann deutlich weniger werden. Mann kann 10 000 Sämlinge auf 10000 qm pflanzen oder 10000 Bäume auf eine Million qm. Wald ist dann später beides. Grüner Wohlfühlunsinn

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