Quartalsbericht 1/2017, Teil 8

Leipzig wird immer fetter

Für alle LeserDa warnen wir mit großem Mund vor der Vergreisung einer Welt, in der die Menschen zunehmend an Zivilisationskrankheiten leiden. Meinen wir das ernst? Natürlich. Leipzig ist nicht ohne Grund ein Zentrum der Erforschung von Zivilisationskrankheiten in Deutschland. Dazu gehört auch das mehr oder weniger krankhafte Übergewicht. Der neue Quartalsbericht enthält auch die Zahlen zur Adipositas. Halten Sie sich fest. Den Doppelwhopper jetzt vorsichtig ablegen, die Brause abstellen, noch schnell drei Kniebeugen, eine Runde um den Schreibtisch.

Die Botschaft: Leipzig wird immer fetter.

Es wäre ja schön, wenn man melden könnte: All die Präventionsprogramme, über die immer geredet wird, greifen. Die Leipziger treiben mehr Sport, kaufen bewusster ein, verzichten auf Fleisch, Zucker und Fett, essen dafür mehr Obst und Gemüse und reduzieren vor allem die vielen sitzenden Tätigkeiten.

Tun sie aber nicht.

Das aus den Bürgerumfragen 2013, 2015 und 2016 ablesbare Ergebnis: Der Anteil der Übergewichtigen in allen Altersgruppen steigt. Außer bei den ganz Alten, den 65- bis 85-Jährigen. Was aber nicht mit einem gesünderen Leben der ganz Alten zu tun hat, sondern wohl eher damit, dass übergewichtige Menschen früher sterben und die Leichtgewichtigen hingegen immer älter werden und damit auch in dieser Altersgruppe ein stärkeres Gewicht bekommen. Rein rechnerisch.

Denn die Mehrheit in dieser Altersgruppe bilden eindeutig die Übergewichtigen mit 64 Prozent. Ein wenig den Fokus verändert auf die Rentner und Pensionäre insgesamt: Dort sind 67 Prozent übergewichtig, schleppen also einfach zu viel Lebendgewicht mit sich.

Und da wächst was nach. Denn aufgefüllt wird diese Gruppe ja durch die 50- bis 64-Jährigen, wo binnen dieser wenigen Jahre (2013 bis 2016) der Anteil der Übergewichtigen von 61 auf 68 Prozent gestiegen ist. Und das trotz aller Forschungs- und Begleitprogramme der Uni Leipzig.

Da läuft etwas gewaltig falsch.

Ist es bei den 35- bis 49-Jährigen anders?

Nicht die Bohne. Aber hier wird sichtbar, wie die Leipziger schon in frühen Jahren anfangen, die Fettberge anzusparen, die ihnen im Alter immer mehr zur Last werden. Der Anteil der Übergewichtigen stieg in dieser Altersgruppe von 43 auf 46 Prozent. Der Vergleich mit den 18- bis 34-Jährigen zeigt: Wirklich veranlagt dazu sind die wenigsten. Die meisten Menschen starten mit Normalgewicht und könnten das mit einer gesunden Lebensweise auch im Alter halten.

Aber diese Verführungen! Unsere Konsumwelt umgibt die Menschen mit lauter Angeboten, die sie einerseits von zahlreichen Bewegungen und Tätigkeiten „entlasten“, andererseits regelrecht immobil machen und mit immobilen Tätigkeiten auch noch davon abhalten, ihr Leben aktiv zu leben. Und immobil ist an dieser Stelle genauso körperlich gemeint wie geistig. Denn unsere Unterhaltungswelt ist auf den geistig immobilen Nutzer angelegt, den reinen Konsumenten, der sich immer mehr Spiele und Serien und Shows reinzieht, die ihn allesamt davon abhalten, sich geistig um ein Verständnis der Welt und des eigenen Lebens zu bemühen.

Die äußerliche Gewichtzunahme erzählt von dieser hochbrisanten Mischung, die unser Gesundheitssystem schon früh mit enormen Kosten belastet, denn Übergewicht hat direkte Folgen auf Blutkreislauf, Diabetes, Gelenkkrankheiten. Mittlerweile vermutet man auch, dass Krebs dadurch befördert wird. Jüngst erst meldeten Leipziger Forscher: „Adipositas lässt unser Gehirn schneller altern“.

Die Folgen sind also komplex. Werden aber von der Politik selten auch so komplex begriffen.

Alles Veranlagung?

Adipositas ist das wirklich krankhafte Übergewicht, das die Übergewichtigen in Behandlung zwingt. Davon sind insgesamt 14 Prozent aller Leipziger betroffen, Rentner und Pensionäre zu 19 Prozent, die 50- bis 64-Jährigen aber zu 22 Prozent. Bei dieser Altersgruppe steht zumindest zu vermuten, dass hier die vielen gebrochenen Erwerbsbiografien seit 1990 eine Rolle spielen.

Die neoliberalen Arbeitsmarktreformer haben es bis heute nicht begriffen, dass Arbeitslosigkeit Menschen krank macht. Sie landen nicht freiwillig beim Amt, sondern leiden (auch psychisch) unter dieser Tretmühle. Und sie trinken mehr als die anderen. Und sie stopfen sich aus Frust billiges und schlechtes Essen rein. Bis 2015 stieg der Anteil der Adipösen unter den Erwerbslosen in Leipzig auf 26 Prozent.

Seit 2016 kommen sie nun vermehrt wieder in Arbeit. Der Arbeitsmarkt ist schlichtweg hungrig. Das Ergebnis: Der Wert sank sofort auf 17 Prozent. Arbeit hält fit. Sie sorgt zumindest dafür, dass Menschen wieder einen Sinn und eine Struktur im Leben haben und wieder mehr in Bewegung sind.

Natürlich schreiben Ines Benkert und Falk Abel so einen Beitrag für den Leipziger Quartalsbericht nicht, um dem zuständigen Bürgermeister zu signalisieren: Es hat alles keinen Zweck.

Zweck hat es wohl. Nur sind die Möglichkeiten der Stadt begrenzt, in die Leben der Menschen einzugreifen. Das beginnt leider schon früh. Denn 7 Prozent adipöser Menschen zwischen 18 und 34 Jahren – das ist auch nicht „naturgemäß“, selbst dann nicht, wenn Kinder eine genetische Veranlagung zum Übergewicht haben. Denn auch da kann man gegensteuern und Lebensweise, Ernährung und Freizeit verändern.

Ein Teil unserer Kinder wächst aber schon unter Verhältnissen auf, die sie fürs Leben krank machen.

Das wird bei jeder Schuleingangsuntersuchung sichtbar. 2016 waren 3,6 Prozent der untersuchten Kinder schon adipös, weitere 4,9 Prozent waren übergewichtig.

Der Wert ist seit 2005, als er deutlich höher lag (4,3 Prozent und 6,1 Prozent) zwar gefallen, möglicherweise, weil deutlich mehr Kinder eine Kindergartenbetreuung bekommen und dadurch nicht nur zu mehr sozialer Interaktion, sondern auch zu mehr Bewegung gebracht wurden. Aber auch der 2016er Wert ist zu hoch und erzählt davon, dass viele Kinder nach wie vor ihre Freizeit ruhiggestellt vor dem Fernseher und diversen technischen Unterhaltungsgeräten verbringen, wo sie sich viel zu wenig bewegen (was auch Folgen für die Motorik und den Orientierungssinn hat), sondern auch noch falsch ernährt werden – mit Fastfood und zuckerhaltigen Getränken.

Und das betrifft augenscheinlich nicht nur die 8 Prozent der Kinder, die bei der Untersuchung auffällig werden. Denn in diesem frühen Alter werden auch Gewohnheiten geprägt, die sich im erwachsenen Leben erst richtig durchsetzen. Nur wird es für viele Kinder noch nicht in krankhafter Form sichtbar. Junge Menschen suchen immer noch auch einen Ausgleich.

Aber fast punktgenau mit dem 37. Lebensjahr, wenn die meisten Menschen auch innerlich ihre Jugend beenden, schlägt die Keule zu. Dann hören augenscheinlich Viele auf, sich zu bemühen, und das lässt die Übergewichtsraten der Leipziger sprunghaft ansteigen von 35 auf 50 Prozent. Bis zum Rentenalter steigt der Wert dann bis auf 70 Prozent an.

Die Adipositasrate folgt mit Verzögerung. Sie steigt ab dem 44. Lebensjahr steil an und bleibt bis zum 69. Lebensjahr mit über 20 Prozent auf hohem Niveau. Und dann: Dann scheinen die Übergewichtigen einfach zu sterben, viel früher als die Leichtgewichte, die dann tatsächlich die Zahl der Hochbetagten ausmachen.

Natürlich weist der Beitrag auch auf die vielen Hilfsangebote und Selbsthilfegruppen in der Stadt hin. Aber ehrlich?

Solange unsere Konsumgesellschaft den immobilen, geistig anspruchslosen Bürger bevorzugt, umhätschelt und einlullt, solange wird sich nichts ändern. Und das hat Folgen für unsere Gesellschaft, die geistig spürbar immobiler geworden ist. Was will man mit lauter Erwachsenen anfangen, die stöhnen, wenn sie sich auf einen Stuhl fallen lassen, immerfort irgendwelches Zeug in sich hineinstopfen und bei anspruchsvolleren Fragen immer nur „Häh!?“ antworten?

Und wer nun glaubt, man müsse auch in diesem Fall in die üblichen Problemviertel schauen, der irrt. Die eigentlichen Problemzonen Leipzigs sind die Speckgürtel am Rand der Stadt: Lausen-Grünau mit einem Anteil von 73 Prozent übergewichtiger und adipöser Menschen, Plaußig-Portitz (ja, das ist der Ortsteil mit dem größten Autozuwachs) mit 68 Prozent, Engelsdorf und Großzschocher mit 67 und Wiederitzsch mit 66.

Der Leipziger Durchschnitt liegt bei 50 Prozent. Und die fittesten Leipziger leben augenscheinlich in Lindenau (wo die Übergewichtsrate nur bei 30 Prozent liegt) und in Connewitz (33 Prozent).

Was kann man tun?

Alle Leute in der Bekanntschaft überreden, den verdammten Fernseher auf den Schrott zu schmeißen und dafür eine Lauf- oder Wandergruppe zu gründen und loszumarschieren, die Welt wieder mit eigenen Augen kennenzulernen. Auf geht’s!

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

AdipositasQuartalsbericht
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
4 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Der zweite City-Tunnel spielte beim SPD-Stadtparteitag gar nicht die zentrale Rolle
Für viele Leipziger ist es beim Thema S-Bahn beim Psssst geblieben. Archivfoto: Ralf Julke

Archivfoto: Ralf Julke

Für alle LeserDas ist die Gefahr von Nebensätzen. Der zweite Tunnel für Leipzig klang einfach gut, also tauchte er auch in der Berichterstattung der Leipziger SPD zu ihrem Kreisparteitag auf. Er steht auch im Beschluss, dort aber gar nicht an erster Stelle. Und schon gar nicht als Nahfristprojekt, betont Holger Mann, Vorsitzender der Leipziger SPD. Der eigentliche Antragstext bietet viel konkretere Vorschläge, die auch zeitnah umzusetzen sind.
Cognac: Ein Büchlein über den Weinbrand aus dem Charante-Gebiet
Carlos Steiner: Cognac. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Teufel war wohl tatsächlich schuld. Jedenfalls träumte der fromme Ritter Seigneur de Segonzac im 17. Jahrhundert einen Traum mit dem Teufel, der ihn dazu animierte, an den in der Charente üblichen Destilliermethoden ein bisschen was zu ändern und den Wein nicht nur einmal zu brennen, sondern zwei Mal. Ergebnis war dann ein Tröpfchen, das bis heute den Namen des Hauptortes der Charente in alle Welt trägt. Nein, Segonzac ist es nicht.
RB Leipzig vs. TSG Hoffenheim 3:1 – Knapp die Tabellenführung verpasst
Werner und Sabitzer erzielten die Treffer für RBL. Foto: Gepa Pictures

Foto: Gepa Pictures

Für alle LeserRB Leipzig hat den Sprung an die Tabellenspitze in der Fußball-Bundesliga knapp verpasst. Nach einem souveränen 3:1 gegen Hoffenheim belegen die Rasenballer weiterhin den 2. Tabellenplatz und haben einen Punkt Rückstand auf Gladbach. Die Borussen erzielten erst in der Nachspielzeit das Siegtor gegen den FC Bayern und sicherten sich damit die Tabellenführung.
Leipzigs Jugendparlament beantragt mehr Mitbestimmung im MDV
In großer Stückzahl gedruckt: Tarifinformationen des MDV zur Verbunderweiterung. Foto: Wolffberg Management Communication für MDV

Foto: Wolffberg Management Communication für MDV

Für alle LeserNicht nur die Ratsfraktionen beschäftigen sich intensiv mit dem neuen Leipziger Nahverkehrsplan und all den Löchern, die er noch enthält. Auch das Jugendparlament hat sich des Themas jetzt angenommen. Während andere bereits in Jahresendstimmung kommen, arbeitet das Jugendparlament der Stadt Leipzig auch im Dezember noch intensiv. In der Sitzung am Donnerstag, 5. Dezember, wurden allein vier Beschlüsse zum Thema Nahverkehr gefasst.
Höchste Zeit, besser zu kommunizieren: Grüne und SPD beantragen Kommunikationskonzept für den Auwald
Baumfällungen 2016 / 2017 an der Hans-Driesch-Straße. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserWas im Leipziger Auenwald passiert, ist komplex, fast nicht überschaubar, weil sich die Probleme des Auenwaldes sämtlich überlagern – zu wenig Wasser an der einen Stelle, zu viel Wasser an anderer, Eschentriebsterben, forstwirtschaftliche Fehler aus der Vergangenheit ... Wie erklärt man das alles Bürgern und Stadträten, fragen jetzt die Grünen und die SPD. Denn auf fünf Tafeln im Wald passt das einfach nicht drauf, damit es die Waldspaziergänger auch verstehen können.
Leipzigs Verkehrsdezernat hat bei Bedarf auch ein Piktogramm für Fahrradstraßen in petto
Fahrradstraße Dittrichring an der Thomaskirche. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls im Juni die Beethovenstraße endlich als Fahrradstraße deklariert wurde, war die Freude unter Leipzigs Radfahrerinnen und Radfahrern groß. Endlich tat sich einmal etwas Relevantes beim Thema Ausweisung von Fahrradstraßen. Seit 2012 liegt das Thema nur halb erledigt im Aufgabenbereich des Verkehrsdezernats, war zwischenzeitlich regelrecht vergessen. Nun gab es eine wirklich wichtige Fahrradstraße. Nur etliche Kraft- und Busfahrer hielten sich nicht dran.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #10
Etwas unscharfe Aussichten. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserM-44 ist keine gute Abkürzung, denn sie verkürzt für gewöhnlich das Leben. Hinter M-44 verbirgt sich zum Beispiel ein russisches Repetiergewehr. Oder eine amerikanische Panzerhaubitze. Außerdem im M-44-Abkürzungs-Angebot: der Prototyp eines ungarischen Panzers, ein spanisches MG, eine finnische Panzerabwehrmiene und eine amerikanische Streubombe voll mit Chemie. Wobei ich wohl besser von zwei amerikanischen Chemiebomben sprechen sollte.
Wie konnte Kurt Masur zum Verkünder der sozialen Marktwirtschaft werden?
Das falsche Zitat im Openmagazin „Dreiklang“. Screenshot: Roland Mey

Screenshot: Roland Mey

Für alle LeserDa war dann auch der Leipziger Masur-Kritiker Roland Mey zutiefst entsetzt, als er das Septemberheft des Opernmagazins „Dreiklang“ las, das sich aus aktuellem Anlass den Ereignissen von vor 30 Jahren widmete, in denen ja auch Gewandhauskapellmeister Kurt Masur eine wichtige Rolle spielte. Denn mit seiner unverwechselbaren Stimme hatte der ja den „Aufruf der Sechs“ im Stadtfunk eingelesen, der an jenem brisanten 9. Oktober zu einem friedlichen Verlauf der Demonstration aufrief.
Hertha BSC U23 vs. 1. FC Lok Leipzig 1:2 – Lok mit Energieleistung zum Sieg
Fußball, Rauch und Diskussionen - in Berlin gab es gleich mehrere Gesprächsthemen. Foto: Thomas Gorlt

Foto: Thomas Gorlt

Für alle LeserFür eine Nacht ist der 1. FC Lokomotive Leipzig an die Spitze der Regionalliga Nordost zurückgekehrt. Im Duell des Tabellendritten beim Tabellenvierten setzte sich Lok in Berlin vor 561 Zuschauern mit 2:1 (0:1) durch. Matthias Steinborn und Robert Zickert drehten mit ihren Treffern die umkämpfte, temposcharfe Partie, an deren Rand es zu langen Diskussionen gekommen war. Hertha-Stürmer Jessic Ngankam erhob Rassismus-Vorwürfe gegen Lok-Verteidiger David Urban. Am Sonnabend treffen der bisherige Tabellenführer VSG Altglienicke und der bisherige Tabellenzweite Energie Cottbus aufeinander.
Wie eine NuKLA-Kunstaktion zum gefundenen Fressen für Sensationsmeldungen wurde
Die NuKLA-Aktion vorm Bundesverfassungsgericht. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAm 29. November gab es eine große und aus Sicht der Teilnehmer sehr erfolgreiche Demonstration zum Klimastreik von Fridays For Future in Leipzig. Doch eine Woche später wird noch immer über ein Ereignis diskutiert, das am Rand der Veranstaltung stattfand. Ein Ereignis, das jetzt dazu führt, dass Fridays For Future Leipzig von LVZ, BILD und OE24.at eine Entschuldigung und eine Richtigstellung fordert.
Weihnachten aus der Heimat mit dem Denkmalchor
Denkmalchor Leipzig @ Anne Hornemann

@ Anne Hornemann

Von Eccard bis Vugelbeerbaum: der Denkmalchor Leipzig präsentiert unter Leitung von Philipp Goldmann am 8. Dezember, 15 Uhr, im Völkerschlachtdenkmal die schönsten deutschen Weihnachtslieder aus sechs Jahrhunderten. Das Konzert unter dem Titel „Weihnacht“ vereinigt schlichte Chorlieder, anspruchsvolle Motetten und klangvolle Orgelmusik, gespielt von Andreas Mitschke.
Am 10. Dezember bekommt das Naturkundemuseum wertvolle Arbeiten des Leipzige Präparators ter Meer aus Berlin zurück
Herman H. ter Meer mit einer seiner Orang-Utan-Plastiken. Foto: Naturkundemuseum Leipzig

Foto: Naturkundemuseum Leipzig

Für alle LeserDas Naturkundemuseum Leipzig erhält am 10. Dezember 2019 vom Museum für Naturkunde in Berlin die Hauptwerke des revolutionären Tierpräparators Herman H. ter Meer. Über 50 Jahre weilten die Exponate nicht in Leipzig, nun kehren sie an ihren Entstehungsort zurück: zwei Primatengruppen aus jeweils drei Gorillas und drei Orang Utans, eine Robbe und ein Zebra.
Podiumsdiskussion zum Nahverkehrsplan: Kriegt Leipzig jetzt die Kurve zur Verkehrswende?
Franziska Riekewald (Die Linke) ist am 21.08.1980 in Halle/S. geboren und Betriebswirtin (VWA). Foto: Die Linke Leipzig

Foto: Die Linke Leipzig

Bei der nächsten Ratsversammlung am 11. Dezember soll die Fortschreibung des Nahverkehrsplans beschlossen werden. Es ist höchste Eisenbahn! Der letzte Beschluss liegt mehr als zehn Jahre zurück, die Busse und Bahnen in Leipzig fahren mit Taktzeiten von 2007. Seitdem hat die Stadt an Zuwachs gewonnen, längst veraltete Regelungen stoßen bei steigenden Fahrgastzahlen an ihre Grenzen.
Neue Grabungen geben erstmals Einblick in die früheste Geschichte der Tempelstadt Heliopolis
Das Grabungsgebiet in Kairo. Foto: Universität Leipzig

Foto: Universität Leipzig

Für alle LeserSeit rund zwei Jahrzehnten forscht Dr. Dietrich Raue, Ägyptologie und seit 2010 Kustos des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig, bei Grabungen in Ägypten zur Geschichte dieses faszinierenden Landes. In den letzten Jahren machte dabei eine Notgrabung unter Raues Leitung am Standort der einstigen Tempelstadt Heliopolis Schlagzeilen. Jetzt wurden dort wieder ein paar überraschende Fundstücke ausgegraben.
Zahlen der Polizei sprechen gegen ein gewalttätiges Connewitz und Grüne bringen Antrag für Quartierladen ein
Couch und Graffiti in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserJohannes Hansmann ist nicht der Einzige, der sich darüber wundert, warum Zeitungen wie die LVZ jetzt auf einmal so eine Kampagne fahren, um (wieder einmal) Leipziger Stadtteile wie den Osten oder Connewitz zum brandgefährlichen Pflaster zu machen. Gleich nach dem Auftaktartikel am 27. November („Wie die Gewalt nach Connewitz kam“) fasste sich ja selbst SPD-Stadtrat Christopher Zenker an den Kopf: In was für einer Stadt leben die LVZ-Redakteure eigentlich?