Sachsen wird mindestens bis 2030 hohe Studierendenzahlen an seinen Hochschulen haben

Für alle LeserBis heute leidet Sachsen unter den politisch falschen Weichenstellungen von vor zehn Jahren. Damals meinte die frisch gewählte Schwarz-Gelbe Regierung, sie müsste dem Freistaat ein noch viel drakonischeres Sparprogramm überhelfen als schon in den zehn Jahren davor. Mit dem Rasenmäher wurde in sämtlichen Ressorts gekürzt. Für die sächsischen Hochschulen hieß das Kürzungsprogramm „Hochschulfreiheitsgesetz“. Und es arbeitete mit damals schon nicht haltbaren Zahlen.

Denn es ging davon aus, dass die Studienanfängerzahlen in Sachsen schon in den nächsten Jahren auf 17.000 absinken würden, dass die Gesamtstudierendenzahlen bis zum Ende des Jahrzehnts sogar von 105.000 auf 85.000 sinken würden. Solche Prognosen legte die Kultusministerkonferenz sogar noch 2012 vor. Statt 21.000 Studienanfänger prognostizierte sie Sachsen schon ab 2012 nur noch Zahlen zwischen 17.500 bis 18.000. Zahlen, die sich schon 2012 als völlig falsch erwiesen. Die Anfängerzahlen blieben deutlich über 20.000, Jahr für Jahr.

Doch bis zum Ende der CDU/FDP-Regierung rückte das Wissenschaftsministerium nicht von seiner rigiden Sparpolitik ab, riskierte den Verlust ganzer Studienangebote und die Attraktivität sächsischer Hochschulen, die schon vor 2009 viele Studierende aus anderen Bundesländern und aus aller Welt anzogen. Von denen viele dann wieder in Sachsen bleiben und hier hochqualifizierte Arbeitsplätze besetzen.

Das kleinkarierte Denken der damalige Staatsregierung erwies sich nicht einmal vor den ökonomischen Bedürfnissen des Freistaats als durchdacht.

Und auch im Jahr 2020 wird Sachsen nicht weniger Studierende haben und kein Hochschulstandort steht zur Disposition, auch wenn es dem kleinen Juniorpartner SPD in der seit 2014 amtierenden CDU/SPD-Regierung nur mühsam gelungen ist, die gröbsten Folgen aus dem radikalen „Hochschulfreiheitsgesetz“ zu mindern.

Das sagte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Dienstag, 26. November, zwar nicht so direkt. Aber es klang an, als sie sagte: „Die Studienanfängerzahlen in Sachsen bleiben stabil. Wir gehen von etwa 20.000 Studienanfängern im Wintersemester 2019/20 aus.“

Nach der Schnellmeldung des Statistischen Landesamtes haben 19.441 Studienanfänger ein Studium im 1. Hochschulsemester an den sächsischen Hochschulen aufgenommen, 18.146 davon an den staatlichen Hochschulen. Nach den Erfahrungen der Vorjahre erhöht sich diese Zahl mit der Endmeldung noch, sodass von etwa 20.000 Studienanfängern ausgegangen werden könne, so die Ministerin.

2017 begannen übrigens 20.273 junge Leute ihr Studium in Sachsen, 2018 waren es 20.275. Das ist deutlich mehr als die 17.900, die die Kultusministerkonferenz seinerzeit Sachsen zugestanden hat. Und es ist auch schon längst nicht mehr so, dass Sachsen nur von den Studierwilligen profitiert, die in den überlaufenen westdeutschen Hochschulen keinen Studienplatz mehr bekommen haben. Im Gegenteil: Gerade in attraktiven Studienfächern können Sachsens Hochschulen bis heute nicht so viele Bewerber annehmen, wie dort ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht haben.

Was 2011, als das engstirnige „Hochschulfreiheitsgesetz“ beschlossen wurde, völlig ausgeblendet wurde, war genau diese Einbindung des sächsischen Hochschulsystems in bundesweite Vereinbarungen. Sachsen bekommt sogar Geld dafür, dass es auch für Studierende aus anderen Bundesländern Studienplätze bereit hält.

Wenn es also über 20.000 Studienanfänger immatrikuliert, erfüllt Sachsen schlicht die Vereinbarungen zum Hochschulpakt, über den Bund und Länder zwischen 2007 und 2023 insgesamt 38 Milliarden Euro zusätzlich in die Hochschulen geben, betonte Eva-Maria Stange am Dienstag. Der Freistaat Sachsen profitiert in diesem Zeitraum mit 1,29 Milliarden Euro an diesen Mitteln, die sämtlich den Hochschulen zugutekommen.

Und einige Hochschulen ziehen sogar mehr Bewerber an als in den Vorjahren. So konnten die TU Dresden, die TU Bergakademie Freiberg, die Hochschule für Musik Dresden und die Hochschule für Musik und Theater Leipzig schon nach der vorläufigen Meldung mehr Studierende immatrikulieren als im Vorjahr.

„Die Zahl der Studienanfänger trotz der demografischen Entwicklung in Sachsen konstant zu halten, ist nur gelungen, weil viele junge Leute aus anderen Bundesländern, aber auch aus dem Ausland zum Studieren nach Sachsen kommen“, betonte Dr. Eva-Maria Stange.

Wobei zu ergänzen ist: Gerade die Universitäten sorgen auch dafür, dass hochqualifizierte Arbeitskräfte in den Großstädten andocken und oft genug auch dort bleiben und damit auch die Lücken füllen, die die geschrumpften Jahrgänge der Studienanfänger aus Sachsen hinterlassen. Sein demografisches Problem hat Sachsen ja nicht im Griff. Was aber nicht bedeutet, dass die Hochschulen weniger Bewerber haben. Erst im Mai 2019 hatte die Kultusministerkonferenz ihre Prognose bis 2030 ausgegeben, nach der die Studierendenzahl bis dahin auf hohem Niveau bleiben wird.

Und darin sind natürlich auch die Zahlen der zu erwartenden Abiturienten in Sachsen enthalten.

Nach einem demografisch bedingten Rückgang der sächsischen Abiturientenzahlen in den letzten Jahren werden in der Vorausberechnung der Anzahl der Studienanfänger der Kultusministerkonferenz bis 2030 ab 2018 Werte über 15.000 für die Schulabsolventen mit Hoch- (über 12.500) und Fachhochschulreife (ca. 2.500) angenommen, so das Kultusministerium.

Den tatsächliche Einbruch hatte es in Sachsen justament in den Jahren 2011/2012 gegeben, als – bedingt durch die geburtenschwachen Jahrgänge – nur noch knapp 12.000 junge Sachsen das Abitur erwarben. Mittlerweile strebt die Zahl nicht nur auf die 15.000 zu, sondern könnte Ende der 2020er Jahre auch über 17.000 steigen. Steigen wird sie auch deshalb, weil immer mehr hochqualifizierte Berufe auch einen Studienabschluss bedingen. Und auch die steigende Nachfrage nach Ärzt/-innen, Lehrer/-innen, Juristen und demnächst auch Hebammen spielt hier eine Rolle. Lauter Dinge, die Sachsens Staatsregierung 2011 komplett ignoriert hat.

Von den 20.275 Studienanfängern im Jahr 2018 kamen übrigens 39,2 Prozent aus Sachsen, 16 Prozent aus den neuen Bundesländern (ohne Sachsen), 15,9 Prozent aus den alten Bundesländern und 28,9 Prozent aus Ausland.

Die vorläufige Gesamtstudierendenzahl im Wintersemester 2019/2020 betrug zum Stichtag 15.10. 2019 107.963 Studierende.

Interview von Eva-Maria Stange zu Sachsens Hochschulen wirkt wie die Satire auf die tatsächliche Hochschulpolitik

Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 1. Oktober 2019): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 450 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

HochschulpolitikHochschulfreiheitsgesetzStudienanfänger
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Mit genehmigtem Hygienekonzept noch 70 Veranstaltungen bis Jahresende 2020
Das Leipziger Messegelände. Foto: Leipziger Messe

Foto: Leipziger Messe

Für alle LeserDie Leipziger Buchmesse war eine der ersten Veranstaltungen, die wegen der Corona-Pandemie im März abgesagt werden mussten. Das Virus erschwert ausgerechnet große Veranstaltungen, das, womit die Leipziger Messe ihre Geschäfte macht. Und dabei war ihr Veranstaltungskonzept in den letzten Jahren aufgegangen. Auch 2019 konnte der Umsatz gesteigert werden.
Tempo 30 im kompletten Südteil und Querungsverbot für Kraftfahrzeuge an der Richard-Lehmann-Straße
Tempo 30 am Wiedebachplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWahrscheinlich wäre das Thema längst gegessen, wenn die Stadt gleich nach der Verabschiedung des Radverkehrsentwicklungsplans 2012 darangegangen wäre, die Bernhard-Göring-Straße tatsächlich zur Fahrradstraße zu machen. Sie wäre von Radfahrer/-innen längst angenommen, Kraftfahrer hätten sich dran gewöhnt. Und es hätte viele Unfälle so nicht gegeben. Jetzt hat das Verkehrs- und Tiefbauamt die Straße wenigstens erst einmal zur Tempo-30-Zone gemacht.
Der Stadtrat tagte: Anbau-Kubus der Apollonia-von-Wiedebach-Schule wird gebaut und Turmfalke muss umziehen + Video
Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Mittwoch, 8. Juli, wurde auch das mittlerweile heiß diskutierte Projekt des geplanten Schulanbaus an der Apollonia-von-Wiedebach-Schule in Connewitz vom Stadtrat abgestimmt. Ein Projekt, bei dem am Ende nicht wirklich klar war, wer für die desolate Informationspolitik eigentlich verantwortlich war: Die Baubürgermeisterin? Der Sozialbürgermeister? Die stadteigene LESG als Bauträger? Hätte der Stadtrat überhaupt noch zeitlichen Spielraum gehabt, wären wohl so richtig die Fetzen geflogen.
Die kleine Beltjungfrau: Ein Zeichentrickfilm zeigt Zerstörung durch den drohenden Ostsee-Tunnel
Die kleine Beltjungfrau. Grafik: Beltretter e.V.

Grafik: Beltretter e.V.

Für alle LeserDas Urteil ist hart, aber deutlich: „Unsere Meere werden geplündert, zerstört und verschmutzt, nur für den kurzfristigen Profit – mit drastischen Folgen für die Artenvielfalt und letztlich für uns alle“, sagte Thilo Maack, Greenpeace-Meeresbiologe, anlässlich der jüngsten Studie von Greenpeace zu Ostsee und Nordsee. Beiden Meeren geht es dreckig, ihren Fischbeständen sowieso. Und eigentlich müssten die Anrainer die Finger von jedem Bauprojekt lassen, das die sensiblen Gebiete zu stören droht. Hilft jetzt wenigstens die kleine Beltjungfrau?
Donnerstag, der 9. Juli 2020: Klimadebatten bestimmen den Tag
Kundgebungsteilnehmer/-in vor der Kongresshalle, in der der Stadtrat tagte. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenSei es die anderthalbstündige Debatte im Stadtrat, die Präsenz von Klimaaktivist/-innen vor der Kongresshalle oder das Anbringen von Werbeplakaten in der Nacht zuvor – das Klimathema dominiert den Tag in Leipzig. Außerdem: Der Fall Oury Jalloh sorgt weiter für Fragezeichen und sächsische Kinos dürfen sich über finanzielle Hilfen freuen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 9. Juli 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Der Stadtrat tagt: Leipzig verschiebt die Klimarettung um eine Woche + Video
Der Druck von außen wächst freundlich aber bestimmt. Die Omas for Future und die Parents bei der Übergabe der Klimawünsche an OB Jung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzig war im vergangenen Oktober dem Beispiel vieler Städte gefolgt und hat den „Klimanotstand“ ausgerufen. Nun soll ein Sofortmaßnahmenprogramm folgen. Die Abstimmung darüber war eigentlich für Donnerstag, den 9. Juli, geplant. Doch weil kurzfristig noch einige Änderungsanträge hinzukamen, entschied sich die Mehrheit des Stadtrates, die Abstimmung um eine Woche zu verschieben.
Der Stadtrat tagt: Konzept für die Umweltbibliothek geplant, aber kurzfristig nicht mehr Geld
Stadtrat Michael Neuhaus (Die Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Umweltbibliothek hat einen hohen Stellenwert für vergangene und aktuelle Kämpfe der Umweltbewegung. Darüber herrschte im Stadtrat weitgehend Einigkeit. Kurzfristig mehr Geld bekommt sie dennoch nicht. Stattdessen soll die Verwaltung bis September ein langfristiges Konzept für den Erhalt der Einrichtung erarbeiten. Denkbar wäre, dass die Stadtbibliothek die Trägerschaft übernimmt.
Der Stadtrat tagte: Verwaltung hat jetzt aller zwei Jahre Berichtspflicht zum Ausbau des Radnetzes in Leipzig + Video
Die Baudezernentin Dorothee Dubrau (Parteilos) bei einer ihrer letzten Ratsversammlungen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEigentlich war es eher eine Informationsvorlage, die der Stadtrat zur Kenntnis nehmen sollte: Nach Jahren des Wartens hat das Dezernat Stadtplanung und Bau endlich ein neues Konzept „HauptnetzRad und Wegweisung SachsenNetz Rad“ erarbeitet, das das veraltete Konzept aus dem Radverkehrsentwicklungsplan von 2010 ersetzen soll. Was nicht nur die SPD zu der drängenden Frage brachte: Und wann kommt endlich der neue Radverkehrsentwicklungsplan?
Pfarrer Andreas Dohrn im Interview: „In kirchlichen Konflikten klare Kante zu zeigen, hat sich bewährt.“
Andreas Dohrn hat eine Meinung. Er ist aktiv und mischt sich in die Diskussion zu aktuellen Themen ein, so wie hier bei der Demo am 16. Mai gegen das unsolidarische Bündnis Widerstand2020. © Michael Freitag

© Michael Freitag

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelEr ist engagiert und streitbar. Pfarrer Andreas Dohrn mischt sich ein und bringt sich ein. Zuletzt stritt er sich mit Finanzbürgermeister Torsten Bonew und beide blockierten sich gegenseitig auf Facebook, beim Rücktritt des Sächsischen Landesbischofs Carsten Renzing bohrte Dohrn so lange, bis sich etwas tat. Aber haben nun die Konflikte in der Gesellschaft zugenommen oder mischt er sich gern ein? Was hat Corona mit der hiesigen Kirche gemacht und warum hat die Peterskirche die Toiletten tagsüber nun immer geöffnet?
Der Stadtrat tagt: Feuerwerk soll reduziert werden – Verwaltung zweifelt Rechtmäßigkeit an
Stadtrat Jürgen Kasek (B 90/Die Grünen) am 20. Mai 2020 in der Kongresshalle zur Ratsversammlung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSilvesterfeuerwerk spaltet nicht nur die Meinungen jener, die es lieben oder hassen, sondern auch den Leipziger Stadtrat. Kaum eine Fraktion war sich am Donnerstag, den 9. Juli, einig, wie sie sich zu einem Antrag der Grünen verhalten soll, der auf eine deutliche Einschränkung des Feuerwerks abzielte. Am Ende gab es mehrheitlich Zustimmung. Die Verwaltung hat jedoch bereits erklärt, dass viele Maßnahmen rechtswidrig wären.
Der Stadtrat tagt: Die erste Fortsetzung der Juli-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenEinen neuen Baubürgermeister gewählt, ein Statement gegen Islamfeindlichkeit beschlossen, die Termine für den Doppelhaushalt 2021/22 bestimmt und einiges mehr – das war der erste Teil der Ratsversammlung. Am heutigen Donnerstag geht es gleich weiter, unter anderem mit einer „klimapolitischen Stunde“. Die L-IZ wird darüber und über weitere Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.
Endlich wieder vor Publikum: TheaterBundT freut sich aufs Freilufttheater mit „Don Quijote“
TheaterBundT: Don Qhijote. Foto: Clemens Albert

Foto: Clemens Albert

Für alle LeserDarf gespielt werden? Lange haben Theaterfreunde gezittert – jetzt gibt es auch von TheaterBundT die gute Nachricht: Ab Samstag, 18. Juli, gibt es wieder Sommertheater in Leipzig. In der Open-Air-Saison 2020 lockt der Cervantes-Klassiker „Don Quijote“ in einer denkbar kuriosen Inszenierung … Und das auch noch in Connewitz: auf der Freiluftbühne im „Willsons“ in der Bornaischen Straße 3.
Auch die Mitstreiter/-innen von „health for future Leipzig“ wenden sich mit einem dringenden Appell an die Ratsfraktionen
Melanie Gerhards mit einer Corona-Karikatur von Jörg Schwulst, die alles sagt. Foto: health for future Leipzig

Foto: health for future Leipzig

Für alle LeserAm heutigen Donnerstag, 9. Juli, hat der Stadtrat seine klimapolitische Stunde angesetzt. Ab 16 Uhr wollen sich Stadträtinnen und Stadträte intensiv mit den klimapolitischen Folgen für Leipzig beschäftigen. Initiativen wie „Fridays for Future“, „Parents for Future“ oder der BUND werden die Brisanz des Themas vor der Kongresshalle sichtbar machen, Und auch „health for future Leipzig“ meldet sich zu Wort. Denn viel zu oft wird vergessen, dass die Klimaerhitzung gravierende gesundheitliche Folgen haben wird.
Leipzigs Verkehrs- und Tiefbauamt arbeitet derzeit an acht Projekten zur Radwegmarkierung
Dittrichring: Hier soll jetzt endlich ein Radstreifen auf die Fahrbahn. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserGibt es eine Stagnation beim Leipziger Radwegebau? „In den letzten Monaten wurden trotz Freigabe und Anordnung kaum neue Radwege markiert“, stellte die Linksfraktion trocken in ihrer Anfrage für die Ratsversammlung fest. Schon am 10. März, noch vor dem Corona-Lockdown, veröffentlichte ja der ADFC seine Auswertung zum Leipziger Radverkehrsentwicklungsplan, der in diesem Jahr ausläuft. Die Bilanz war ernüchternd. Drei Viertel der geplanten Radfahrstreifen wurden nicht gebaut.
Was passiert eigentlich, wenn sich das Kraftwerk Lippendorf schon lange vor 2035 nicht mehr rentabel betreiben lässt?
Kohlerevier Vereinigtes Schleenhain Tagebau Peres. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle Leser„EnBW stellt sich beim Kohleausstieg quer“ titelte das „Handelsblatt“ am 30. Juni. EnBW sei nicht zufrieden mit den Details zum Ende der Kohleverstromung „und will den Vertrag zur Braunkohle vorerst nicht unterschreiben“, hieß es weiter. EnBW gehört der Kraftwerksblock S im Kohlekraftwerk Lippendorf im Leipziger Südraum. EnBW wäre durchaus bereit gewesen, den Block früher vom Netz zu nehmen. Deswegen erstaunte die Nachricht auf den ersten Blick.