Das Touristische Entwicklungskonzept für Leipzig ist schon zwei Jahre lang überfällig

Der Vorstoß der CDU-Fraktion zur Einrichtung eines Kontrollgremiums für die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) in dieser Woche kam ja nicht aus dem Nichts. Das Thema kocht, wie so etliche andere Themen auch, nun schon seit Jahren in den Wendeschleifen der Leipziger Verwaltung. Die CDU-Fraktion selbst hatte schon im Mai 2010 gefragt: "Was unternimmt die LTM für das Standortmarketing?"
Anzeige

„Welche nachweisbaren Effekte hat das Standortmarketing der LTM hinsichtlich der Ansiedlungsbereitschaft neuer Unternehmen gezeitigt? Welchen Anteil hat das Standortmarketing am Gesamtbudget der LTM?“ Die Antworten darauf haben bis heute nicht befriedigt, auch wenn das Standortmarketing selbst mittlerweile komplett zur Wirtschaftsförderung Region Leipzig abgewandert ist, die sich mittlerweile den völlig schrägen Namen Invest Region Leipzig gegeben hat.

Die LTM ist nun wirklich eher für das Touristische zuständig, wie dann auch die CDU-Fraktion einsah. Aber auch da klaffte irgendwie eine Lücke. Das thematisierte 2012 die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen: Nach welchem Konzept arbeitet eigentlich die LTM? Wo sind die Ziele? Die Schwerpunkte? Die Messgrößen?

Das sahen auch die anderen Fraktionen so: Ohne Touristischen Rahmenplan kann man so ein Marketing nicht betreiben.

Im September 2012 beschloss dann der Stadtrat mit einer einzigen Gegenstimme: „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, bis zum vierten Quartal 2012 einen Touristischen Entwicklungsplan für die Stadt Leipzig vorzulegen. Folgende Eckpunkte sollten u.a. darin enthalten sein: Standortbestimmung, Stärken/Schwächen, Strategische Handlungsfelder, Prioritäten bei touristischen Entwicklungszielen, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit, Zeitschienen und Verantwortlichkeiten.“

Da sollte man eigentlich denken: Zwei Jahre sind genug, um so ein Papier zu entwickeln.

„Der Arbeit der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH liegt bisher ein jährlicher Marketingplan zugrunde. Das greift aus unserer Sicht zu kurz“, stellten die Grünen damals fest. „Aufgrund seiner Bedeutung bedarf der Tourismus dringend einer gezielteren Entwicklung und strategischen mittel- bis langfristigen Planung. Ein abgestimmter und demokratisch legitimierter Touristischer Entwicklungsplan für die Stadt Leipzig ist dringend von Nöten. Gerade vor dem Hintergrund der jüngst im Auftrag des SMWA erarbeiteten ‚Tourismusstrategie Sachsen 2020‘ und der sich daraus ergebenden Veränderungen in Sachsen kommt dem eine entscheidende Rolle zu. Politische Eckpunkte für den Tourismus sollte der Stadtrat setzen, der bisher keinerlei Rolle beim Thema Tourismus in Leipzig spielt.“

Und sie forderten: „Der jährliche Marketingplan, die Erfahrung und die langfristig vorausschauende Planung der LTM GmbH können und müssen als Grundlage für einen Entwicklungsplan dienen und helfen, langfristige Entwicklungsziele aufzuzeigen und zu formulieren. Dazu müssen Stärken und Schwächen beim Leipziger Tourismus benannt und Vorschläge zur Gegensteuerung und zum Ausbau von Stärken gemacht werden.“

Im Herbst 2014 sorgte das – ausstehende – Papier dann noch einmal für Wellen.

Da ging es um den Antrag des LTM zur Erhöhung der Zuschüsse von 1,8 auf 2,7 Millionen Euro. Begründet einfach mit der Schaffung neuer Stellen, mit denen LTM-Chef Volker Bremer die Märkte beackern will.

Verstanden hat das wahrscheinlich kein einziger Stadtrat, denn ein Rahmenplan für die Tourismusarbeit fehlt.

„Die Defizite liegen im Rathaus und hier muss man mal klar sagen: sie liegen ganz konkret im Dezernat Wirtschaft und Arbeit“, erklärte damals Grünen-Stadträtin Heike König. „Die anderen Fraktionen haben die Debatte auf dem Rücken von LTM geführt und völlig außer Acht gelassen, dass das eigentliche Problem im Rathaus sitzt.“

Und sie stellte dann auch fest, dass zwei Jahre Schweigen zum Thema vergangen waren.

„Seit wir 2012 den Touristischen Entwicklungsplan – mit einer breiten Mehrheit des Stadtrates und gegen den Willen von Herrn Albrecht und OBM Jung und deren Verwaltungsstandpunkt – auf den Weg gebracht haben, reden wir im Stadtrat endlich über das Thema Tourismus, der als Wirtschaftsfaktor in Leipzig ja nicht zu übersehen ist, der aber auch – und genau das wollen wir – bedeutet, dass die Stadt sich im Klaren sein muss, wo ihre Aufgaben im Hinblick auf die Schaffung touristischer Infrastrukturen, wo Defizite und Handlungsbedarf bei bspw. touristischen Radwegen, Wasserwegen, Campingplätzen, barrierefreien Zugängen zu Gewässern, Caravanstellplätzen sind. Wir haben eine Destinationsstrategie für die Region auf den Weg gebracht – beides, Entwicklungsplan und Destinationsstrategie sind derzeit noch in Arbeit. Und wir wissen aufgrund unserer OBM-Anfrage vom Juli, die trotz mehrfachem Drängen erst Ende September beantwortet wurde, bereits heute, dass die Stadt in Albrechts Dezernat diese Arbeit nicht wirklich befördert, sondern verschleppt, dass dem Stadtratsbeschluss nicht genüge getan werden wird.“

Da sie ja auch noch Geschäftsführerin im Grünen Ring ist, benannte sie nicht zufällig lauter wassertouristische Maßnahmen. Der Grüne Ring Leipzig  hat sich ja mittlerweile sein eigenes Tourismuskonzept bestellt, das im Grunde deutlich zeigt, wie sehr ein umfassendes Tourismus-Konzept für Leipzig fehlt. Und weil es fehlt, kann auch Volker Bremer nicht wirklich erklären, woher die steigenden Tourismuszahlen in Leipzig stammen.

So gesehen, kritisiert auch die CDU-Fraktion den von ihr gesetzten CDU-Wirtschaftsbürgermeister, wenn sie das bis heute fehlende Tourismus-Konzept einfordert und es mit der Forderung nach einer Kontrolle für die LTM verbindet.

Am Montag, 30. März, betonte das Frank Tornau, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, noch einmal: „Dass eine Firma, die hauptsächlich aus Mitteln der Stadt Leipzig finanziert wird, seit Jahren der Kontrolle des Stadtrates entzogen wird, ist für uns nicht länger hinnehmbar. Bisher haben wir weder die Möglichkeit, bei der Auswahl der Geschäftsführung noch bei strategischen Entscheidungen mitzuwirken, obwohl die Finanzierung der LTM hauptsächlich aus dem Stadthaushalt erfolgt. So dürfen wir mit Steuergeldern nicht umgehen.“

Die CDU-Fraktion fordere deshalb eine Struktur, die wie bei anderen Beteiligungen der Stadt Leipzig einen Aufsichtsrat ermöglicht, dem auch Mitglieder des Leipziger Stadtrates angehören. „Dies ist im Übrigen keine Schnapsidee der CDU, sondern entspricht den Vorgaben der Sächsischen Gemeindeordnung“, sagte Tornau weiter.

Blieb nur die Frage: Wessen Spielzeug ist die LTM eigentlich? Die des Wirtschaftsbürgermeisters Uwe Albrecht oder die des Oberbürgermeisters Burkhard Jung?

Aus CDU-Sicht ist die Tourismusförderung die „Spielwiese von OBM und LTM-Geschäftsführung“.

Erhellend ist für Tornau die Art, wie die LTM ihre Marketing-Gags produziert. Er erinnert an die Präsentation der völlig nichtssagenden Dachmarke „Leipzig Region“ für die gesamte touristische Region, die aus drei bunten Klecksen mit einem blassen Klecks Leipzig in der Mitte bestand. Ein Logo, das man nur entwickeln kann, wenn es schlicht keine touristische Entwicklungsplanung gibt. Bunte, heiße Luft für nichtssagende Kampagnen.

„Die vergangene Diskussion um das Logo der Leipzig-Region zeigt ganz deutlich, dass die Menschen ein Mitspracherecht wünschen. Vor allem gilt das bei Entscheidungen, die die Außenwahrnehmung der Stadt beeinflussen“, sagt Tornau noch. Und hätte auch an den Niedergang der Leipziger Tourismus-Frühstücke erinnern können, die mal versucht haben, den Blick über den Tellerrand (auch den des stromlinienförmigen Marketing-Business) zu weiten, indem man Tourismus-Experten von außerhalb auch zu einer echten Diskussion einlud. Davon ist nicht viel übrig geblieben. Leipzigs Tourismus ist wieder zur Black Box geworden.

LTMTourismus
Print Friendly, PDF & Email
 
3 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

„Es ist ein richtig schöner leiser Krieg“: Schach – Kein Spiel für Schöngeister
Der Kampf an den Spitzenbrettern im U16-Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft. Foto: Frank Willberg

Foto: Frank Willberg

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 83, seit 25. September im HandelSowohl die landläufige als auch die herrschende Meinung irren. Schach ist weder ein beliebiges Brettspiel noch intellektuelles leichtes Geplänkel. Das königliche Spiel, welches wohl vor anderthalb Jahrtausenden irgendwo in Persien oder Indien erdacht wurde, ist ein echter Sport. Meine These: eine Kampfsportart mit relativ wenig Körpereinsatz. Suchen wir nach Beweisen.
Die Leipziger Kulturwissenschaftlerin Christina Schwarz über das Gefühl der „Corona-Bevormundung“ sowie Wissen und Vorstellungen über die DDR
Christina Schwarz. Foto: Greta Hartmann

Foto: Greta Hartmann

Für alle LeserEs geht nicht nur Journalist/-innen so, dass sie sich nur noch darüber wundern, was allerlei Demonstranten auf obskuren Demonstrationen seit einigen Jahren an seltsamen DDR-Vergleichen ins Feld führen. Bis in die jüngeren „Hygienedemos“ hinein, bei denen die Corona-Schutzmaßnahmen mit den Freiheitsbeschränkungen in der DDR verglichen wurden. Entweder verdrehen sie die Geschichte mit Absicht oder sie haben schlicht keine Ahnung. Zu einem ähnlichen Fazit kommt auch die Kulturwissenschaftlerin Christina Schwarz. Ein Interview.
Wenn die Biotonne nicht abgeholt wird oder die Gelbe Tonne gleich mal für ein halbes Jahr verschwindet
Der Aufkleber kommt künftig auf die Biotonne. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo im Großen und Ganzen trennen die Leipziger/-innen ihren Abfall relativ vorbildlich. Aber es gibt da ein Problem, das 2016 erstmals der Ökolöwe thematisierte und das seit 2019 die Stadtreinigung Leipzig dazu gebracht hat, Wege zu suchen, wie man die Leipziger/-innen doch noch erziehen kann. Denn es ist ein Erziehungsprozess, der jetzt auch noch richtig teuer werden kann für all die, die immer noch Dinge in die Biotonne schmeißen, die da nicht hineingehören.
Connewitzer Akteure sagen ihre Teilnahme am Stadtteilgespräch des OBM ab + Update
Die Biedermannstraße in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan kann ein wichtiges Anliegen auch durch pure Ignoranz scheitern lassen. Das ist Leipzigs Stadtspitze einmal mehr gelungen. Nachdem es in Connewitz zu mehreren Konfrontationen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen war, hatte der Stadtrat intensiv über andere Kommunikationsangebote im Ortsteil debattiert. Ein Stadtteilgespräch wäre ein Anfang. Aber der ist nach einer durchaus seltsamen Einladung des OBM am heutigen 29. September erst einmal gescheitert.
Nächste Station: Streik! Beschäftigte der Verkehrsbetriebe legen mit Beginn der Frühschicht die Arbeit nieder
Seit 3 Uhr morgens streiken die Beschäftigten der LVB. Foto: L-IZ

Seit 3 Uhr morgens streiken die Beschäftigten der LVB. Foto: L-IZ

Für alle LeserIn der Nacht zum heutigen Dienstag rief die Gewerkschaft ver.di zum Warnstreik der Beschäftigten der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), deren Tochternehmen LeoBus sowie der Leipziger Stadtverkehrsbetriebe (LSVB) auf. Seit 3.00 Uhr morgens, zu Beginn der Frühschicht, versammelten sich zahlreiche Mitarbeiter*innen an den Betriebsbahnhöfen. Bis 12 Uhr kommt es im Linienbetrieb zu Änderungen und Ausfällen. Auch die Aktivist*innen der Leipziger Ortsgruppen von Fridays For Future sowie Students For Future und Mitglieder von DIE LINKE beteiligten sich an den Streiks.
Drei Leipziger Ratsfraktionen schreiben einen Brief an die Sächsische Regierung: Bessern Sie den ÖPNV-Rettungsschirm nach!
Im Nebel: Leipziger Straßenbahn. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNoch weiß niemand wirklich, wie hart die Corona-Folgen den ÖPNV tatsächlich belasten werden. Auch in Leipzig brachen die Nutzerzahlen für Bus und Straßenbahn teilweise um 80 Prozent ein. Im August ging der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) davon aus, dass 60 Prozent der Fahrgäste zurückgekehrt sind. Aber die entgangenen Einnahmen sind im Jahr 2020 auf keinen Fall mehr zu kompensieren. Auch wenn das Sächsische Kabinett am 15. September beschloss, die Ausfälle auszugleichen. Unter Vorbehalt.
Preissteigerung betrifft ab 2021 vor allem die Verwertungsgebühr für die Leipziger Abfalltonnen
Sammelfahrzeug der Leipziger Stadtreinigung mit Grüner Plakette. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAlles wird teurer. Auch unser Abfall. Alle zwei Jahre muss die Leipziger Stadtreinigung ihre Kostenkalkulation überarbeiten. Am Montag, 28. September, stellte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal die neuen Kalkulationen zusammen mit Thomas Kretzschmar, Erster Betriebsleiter Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig, und Elke Franz, Kaufmännische Betriebsleiterin Stadtreinigung Leipzig, vor. 2,66 Millionen Euro müssen auf die neuen Abfallgebühren für 2021 und 2022 verteilt werden.
Gottfried Bermann Fischer: Höchste Zeit, einen wichtigen deutschen Verleger wiederzuentdecken
Florian Bruns: Gottfried Bermann Fischer. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas frühe 20. Jahrhundert war in Deutschland auch die Zeit der großen Verleger. Sie schufen die großen Publikumsverlage, deren Namen allen Leser/-innen geläufig waren. Denen im Westen, die sich in jeder Buchhandlung mit den beliebten Büchern eindecken konnten. Und auch denen im Osten, die sich eine Bibliothek mit lauter Fischer-, Suhrkamp- und Rowohlt-Büchern wünschten. Taschenbüchern natürlich, denn davon passen ja viel mehr in ein Regal.
Hilfreiche Tipps für Ihre Augengesundheit

Foto: Giulia Marotta/Pixabay

Beschwerdefreies Sehen trägt wesentlich zur Lebensqualität bei. Schließlich wollen wir die Schönheit unserer Umwelt mit allen Sinnen wahrnehmen und im Alltag, wie beispielsweise im Beruf oder in der Schule, leistungsfähig bleiben. Mit einigen, leicht umzusetzenden Tipps für gesunde Augen lassen sich schädliche Faktoren umgehen und Augenerkrankungen vorbeugen.
Jonas Dorn, Bill Elgart und Robert Lucaciu im Schille-Theater Leipzig
Am Freitag, den 02.10., geht es bei unserer Konzertreihe LeipJAZZig im Leipziger Schille-Theater bereits weiter. Wir holen das Konzert des Trios DORN / ELGART / LUCACIU nach, das im Mai stattfinden sollte und pandemiebedingt verschoben werden musste. Die beiden Musiker der jüngeren Generation haben sich für das Konzert die US-amerikanische Schlagzeugikone Bill Elgart eingeladen.
Montag, der 28. September 2020: Demos für Abtreibungen und das Coronavirus + Video vom Klimastreik am Freitag
Kundgebung für sichere Abtreibungen auf dem Augustusplatz. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für alle Leser/-innenDer Augustusplatz bot am Montagabend ein interessantes Bild: Während vor der Oper etwa 150 Menschen für sichere Abtreibungen demonstrierten, versammelten sich vor der Universität etwa 30 Personen zum „Corona-Spaziergang“. Außerdem: In Sachsen gibt es Diskussionen über Atommülllager, Rassismus in der Polizei und den Haushalt der nächsten Jahre. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 28. September 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Interview mit SC DHfK-Speerwerferin Lea Wipper: Erst Motivationstief, dann Leistungsexplosion
Speerwerferin Lea Wipper (SC DHfK Leipzig) jagte von einer Bestweite zur nächsten. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 83, seit 25. September im HandelDie Rahmenbedingungen waren alles andere als ideal. Über Monate hinweg hatte die Corona-Pandemie (nicht nur) den Sportbetrieb komplett lahmgelegt. Um so erstaunlicher, dass die Leipziger Speerwerferin Lea Wipper ausgerechnet in dieser sehr speziellen Saison zum großen Leistungssprung ansetzte und dabei gleich mit drei Bestweiten aufwartete.
Theater: „Die Sitzmenschen“ im D5 zur Interkulturellen Woche im Landkreis Leipzig
Foto: Cellex Stiftung

Foto: Cellex Stiftung

Am 3. Oktober zeigt das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. das Theaterstück „Die Sitzmenschen“ des „Tango - offen und bunt“ aus Dresden. Das Stück ist eine Einladung, über unsere eigenen, uns innewohnendenden Gegensätze nachzudenken, über Graustufen; darüber, Teil einer nicht perfekten Gesellschaft zu sein, gegen einige Dinge zu rebellieren, aber in anderen Komplizen zu sein.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #46
Demonstration am 6. Juni 2020 in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs ist eigenartig, dass bei den hiesigen Diskussionen über Polizeigewalt in den USA das Programm 1033 kaum eine Rolle spielt. Aber vielleicht hat das auch seinen „guten“ Grund, vielleicht spiegelt sich darin ein zentrales Problem der Kritik. Es ist nämlich leicht, der Polizei strukturellen Rassismus vorzuwerfen, aber schwer, abseits von Generalverdächtigungen nach konkreten Ursachen von Polizeigewalt zu suchen.
Regierungskoalition ist sich einig: Die Haushalte 2021 und 2022 werden mit 21 Milliarden Euro geplant
Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 11. September ging mal wieder ein Gespenst in Sachsen um, das eigentlich längst vergangenen Zeiten angehören sollte: das Gespenst der Kürzungsorgie. Da wurde die neue Steuerschätzung bekannt gegeben und der erste, der wieder Stimmung machte, war natürlich Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann: „Das kluge Priorisieren und Anpassen der Ausgaben an die Einnahmen ist ernster denn je“, meinte er und gab zu bedenken, „dass wir durch das Grundgesetz und unsere sächsische Verfassung verpflichtet sind, die jetzt aufgenommen Kredite zu tilgen“.