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22. März – Ein Sonntag in Bildern: Coronavirus bestimmt das Leben

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    Die Gesellschaft verändert sich gerade so rasant wie wohl noch nie im Leben heutiger Zeitgenossen unter 75 Jahren. Das öffentliche Leben nimmt eine Auszeit, viele Menschen auch. Statt immerwährendem Vorwärts heißt es nun zurück, ins Häusliche, in Homeoffice und die „Kernfamilie“. Mit dem 22. März 2020 ist nun in ganz Sachsen klar: ab Montag gelten noch einmal schärfere Regelungen wie ein Kontaktverbot von Menschen in der Öffentlichkeit. Und vermehrte Polizeikontrollen auf den Straßen. Umso wichtiger, dass Journalisten nachschauen gehen, was denn so geschieht - da draußen.

    Es gibt sie eigentlich kaum noch – die Unvernünftigen, die mal eine „Corona-Party“ feiern wollen. Der Trend ist wahrscheinlich einer der kürzesten der deutschen Geschichte angesichts der nun immer klareren Bedrohung. Wie lange, wird man sicher sehen müssen, denn immerhin bis zum 5. April 2020 sollen nun die heute noch einmal verschärften Regelungen im Freistaat gelten. Darin enthalten – ein Kontaktverbot von mehr als 2 Personen im öffentlichen Raum, Sicherheitsabstände von möglichst zwei Metern zueinander und nicht mehr Menschen als fünf in Familie unterwegs.

    Jeder, der ab Montag irgendwohin möchte, muss sich auf Nachfrage von Polizei und Ordnungsamt erklären, Partys entfallen seit Tagen so oder so und der Weg ins Büro? Nun wohl, wenn nicht mit dem Auto, so am besten mit dem Rad oder zu Fuß. Auch Bahnen und Busse (von der Kontaktverbotsregelung ausgenommen) bringen schließlich so manchen zueinander, wo nun Abstand wahren wichtig ist.

    Was heute jedoch bei einem kleinen Fotostreifzug deutlich wurde: zumeist verhalten sich die Leipziger/-innen längst sehr verantwortlich.

    So meldet auch die Polizei letztlich nichts Dramatisches heute, wenn sie mitteilt, dass sie von Donnerstag, 19. März bis heute morgen 6 Uhr etwa 100 Einsätze in Leipzig mit „Corona-Bezug“ absolvierte. „Vor allem im ländlichen Raum mussten Polizistinnen und Polizisten vermehrt sportliche Aktivitäten (Fußballspiele), Treffen größerer Gruppen oder auch Partys unterbinden.“, so die PD Leipzig heute. In der Stadt hingegen wurde eher „vereinzelt noch bei Gaststätten- oder auch bei Geschäftsinhaberinnen und –inhabern, die ihre Läden trotz des Verbotes noch geöffnet hatten“, die Allgemeinverfügung durchgesetzt.

    Es gilt vereinfacht: Lebensmittel to Go ja, Restaurantbetrieb nein.

    In Leipzig Connewitz hingegen blüht wie an immer mehr Orten in der Stadt die vielleicht positivste Entwicklung der heutigen Tage. Die Menschen rücken ein wenig mehr zusammen (ja, falsche Formulierung) und die Solidarität steigt. Der „Gabenzaun“ für Obdachlose in Leipzig am Streetball-Platz am Kreuz ist nur eine von immer mehr gegenseitigen Hilfeideen.

    Um diese wird es wohl in den kommenden Tagen mehr und mehr gehen. Die ersten Aktionen, welche bereits angelaufen sind, finden sich am Ende des Beitrages in einer Linkliste. Sie kennen weitere gute Initiativen, die anderen Menschen helfen? Schreiben Sie uns an redaktion@l-iz.de – wir berichten sehr gern darüber.

    Ein paar Foto-Impressionen, die wir heute in Leipzig (West und Süd) gesammelt haben

    Coronavirus: Die Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen (22. März 2020) + Update

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