Fußgänger, Rad- oder Autofahrer: Leipzig zählt auch im Juni 2026 an ausgewählten Standorten das Verkehrsaufkommen. Hierfür installiert eine Fachfirma wie zuletzt im Mai temporär Kameras an rund 55 planungsrelevanten Haupt- und Nebenstraßen, teilt die Stadt mit. Konkret gezählt wird dann in der Woche ab Montag, dem 1. Juni – akzeptable Wetterbedingungen vorausgesetzt. Aus technischen Gründen müssen die Kameras jedoch mehrere Tage vor der angestrebten Messung aufgebaut werden.
Die Kameras zeichnen dabei einen Tag lang alle Verkehrsteilnehmerinnen an den Standorten auf. Personenbezogene Merkmale sind dabei laut Stadt nicht erkennbar, weil lediglich eine schematische Auflösung gewählt wird. Die Aufnahmen werden zudem gelöscht, sobald die Verkehrserhebung ausgewertet ist.
Die Zählstellen wurden einerseits so ausgewählt, dass sie trotz der umfangreichen Bautätigkeit im Stadtgebiet nicht durch Ausweichverkehre beeinträchtigt werden. Andererseits gibt es auch Standorte, an denen die Zählungen genau diese baustellenbedingten Verlagerungen aufzeigen sollen. Das Mobilitäts- und Tiefbauamt führt im Jahr zwischen 50 und 100 Zählungen durch.
Diese Daten helfen den Fachämtern beispielsweise, neue Infrastruktur zu planen und Ampeln zu steuern, sie fließen in Luftreinhaltepläne ein und dienen dazu, Verkehrsmaßnahmen zu überwachen und zu bewerten. Um dabei möglichst reguläre Verkehrssituationen abzubilden, werden unter anderem die Zählstandorte nicht genau benannt und die Daten nicht in den Ferien erhoben. Hierbei folgt das Fachamt den Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu früheren Verkehrszählungen im Stadtgebiet sowie die Informationen zum Datenschutz gibt es online unter www.leipzig.de/verkehrszaehlungen.
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