Exklusiv auf L-IZ.de: „neunzehn87. Der Triumphzug des 1. FC Lok durch Europa“ (Teil 3) – Heute: Fans auf langer Reise

Der Countdown läuft. Heute nachmittag werden die fertigen Bücher in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung erwartet. Und am Samstag ist Uli Thomale in der Club Lounge zu Gast, wo er einige Episoden vorlesen wird. Um die Wartezeit zu überbrücken, hier noch eine letzte exklusive Kostprobe...

Wer nicht hochrangig oder prominent war, fuhr mit dem Zug. Das jedoch war alles andere als ein Nachteil, denn hier bekam man deutlich mehr geboten. Die Reise begann bereits am Montagmorgen um 5:00 Uhr an der Parteizentrale der Stadt in der Karl-Liebknecht-/ Richard-Lehmann-Straße und endete erst am darauf folgenden Samstagmorgen. Dazwischen lagen immerhin 2.585 Zugkilometer -pro Strecke. Allein 900 davon führten durch Jugoslawien.

Mehr zum Thema:

Exklusiv auf L-IZ.de: „neunzehn87. Der Triumphzug des 1. FC Lok durch Europa“
Es war der vielleicht Aufsehen erregendste Erfolg, der je einer Leipziger Fußballmannschaft glückte. Vor 25 Jahren…

Exklusiv auf L-IZ.de: „neunzehn87. Der Triumphzug des 1. FC Lok durch Europa“ (Teil 2) – Heute: Vor dem EC-Finale in Athen“
Am 10. Mai soll es erscheinen, das Buch über die Traumsaison des 1.FC Lok Leipzig im europäischen Cupwettbewerb 1987…

Was sich wie ein quälend langer Ausflug in Richtung Paradies anhört, war letztlich die längste und luxuriöseste Auswärtsfahrt der Vereinsgeschichte. Die Passagiere absolvierten sie in einem der besten Reisezüge der DDR, komplett verpflegt durch die Mitropa und beherbergt in Sechs-Mann-Liegewagenabteilen, deren Belegung zu Reisebeginn bereits feststand. Tilo Bludovsky erinnert sich: „Das war eine Verpflegung wie auf einem Luxuskahn. Es gab täglich drei Mahlzeiten und dabei alles, wovon man sonst nur geträumt hat. Radeberger Bier, Jacobs Kaffee, aber auch Tomaten oder Gurken, was zu dieser Jahreszeit nicht gewöhnlich war.“ Die Nachrichtenagentur DPA wollte erfahren haben, was für die strapaziöse Bahnfahrt herangekarrt worden war. Die Fahrt habe „mit einem großen Vorrat an Cola und Limonaden im Packwagen, mit Konserven und Frischfleisch“ begonnen.
Selbst gegen aufkommende Langeweile sei vorgesorgt worden: „Während der langen Fahrt waren Gesprächsrunden mit ehemaligen Lok-Spielern arrangiert und ein Fußball-Toto organisiert worden.“ Bludovsky kann sich daran nicht mehr erinnern. Genaue Informationen über den Reiseablauf hatte er damals nicht bekommen. „Ich wusste vorher gar nicht, wie das mit der Verpflegung ablaufen würde. Deshalb habe ich mir zwei ,Granaten‘ und eine harte Wurst eingepackt. Doch die Kellner haben uns sogar im Abteil pausenlos bedient.“

Selbst an den Schnaps hatte der Reiseveranstalter gedacht. In der täglichen Tüte zur Nachtverpflegung waren immer auch kleine „Schluckis“. Die reguläre Essensversorgung bzw. welche Abteile zu welcher Zeit im Restaurant bedient wurden, war von der Mitropa exakt geregelt. Während sich die Reisegesellschaft über die Speisen hermachte, reinigte das Personal zackig die gerade freien Abteile. Zwischen den Mahlzeiten gingen die Blicke der Passagiere fast pausenlos aus dem Fenster. „Du bist ja durch Landstriche gefahren, die du vorher noch nie gesehen hattest und danach eigentlich auch nie wieder sehen solltest. Ich habe jeden Blick, jeden Moment eingesogen“, erzählt Bludovsky. Doch was er und viele andere teilweise von Jugoslawien
gesehen haben, war nicht immer schön: „Das sah richtig nach Armut aus. Die Leute haben uns zugewinkt und wohl gehofft, dass wir etwas aus dem Zug werfen.“

Tilo Bludovsky war von seinem Brigadier beim Baukombinat für die Reise vorgeschlagen worden. Trotzdem musste er lange um sie bangen. Wenige Tage vor der Reise war sein Reisepass immer noch nicht bei ihm bzw. im Reisebüro „Jugendtourist“ angekommen. „Da dachte ich schon, das war’s.“ Doch die Sache klärte sich noch auf: Der Bauarbeiter war in eine Gruppe mit den Sportfest-Jüngern gesteckt worden. Seinen Pass bekam er letztlich bei einer Veranstaltung im Alten Rathaus, wo in Vorbereitung auf die Reise allen noch einmal erklärt wurde, dass Lok in Blau-Gelb spielt…
Dass unter den mitreisenden Lokfans die wenigsten tatsächlich Lokfans waren, bestätigte sich für Bludovsky nach Fahrtbeginn. „Ich habe damals alle EC-Heimspiele besucht. Auf der ganzen Reise habe ich aber nur einen oder zwei gesehen, die ich aus dem Stadion kannte.“ Diese Beobachtung ist kein Wunder, ging es den meisten doch darum, einmal ins nichtsozialistische Ausland zu kommen. In ein Land, in das man als „Normalsterblicher“ maximal mit dem Finger auf der Landkarte reisen durfte. Die besagte Reise verlief bis kurz vor dem Ziel problemlos. Die schweren DDR-Reisezüge schlängelten sich zwar gekonnt durch Jugoslawien, in den griechischen Bergen war allerdings Schluss. Die Lokomotiven machten schlapp, und es mussten zusätzliche Loks angefordert werden. Vier Stunden betrug die Wartezeit. „Das war nicht der einzige Zwischenstopp. Wir haben unter anderem auch in Belgrad gehalten. Die Züge waren offen – da hättest du rausmarschieren können und wärst eben weg gewesen. Da war niemand, der dich hätte aufhalten können“, beschreibt Bludovsky seine Wahrnehmung.

Peter Scholze hatte die Situation ganz anders beobachtet. Das lag sicherlich am ganz persönlichen Fokus. Der damals 24-Jährige war am allerwenigsten an Fußball oder an der Akropolis interessiert. Er hatte nur eines im Kopf: flüchten, weg aus der DDR. „Ich war nur einmal in meinem Leben beim Fußball – und das hat sich gelohnt“, resümiert er heute mit einem verschmitzten Lächeln. Vor 25 Jahren war ihm allerdings nicht zum Lächeln zumute…“
Nachzulesen auf den Seiten 253 – 255 in:
Thomas Franke/ Marko Hofmann
„neunzehn87. Der Triumphzug des 1. FC Lok durch Europa.“
Connewitzer Verlagsbuchhandlung
324 Seiten, 26 Euro
ISBN 978-3-937799-67-4
Erscheint im Mai 2012

Info: Am 12. Mai findet um 18:00 Uhr eine öffentliche Lesung mit Uli Thomale in der Club Lounge in Bruno-Plache-Stadion statt. Der Eintritt ist frei, und das Buch gibt es dann natürlich auch zu kaufen.
Zwei Fußballfans können auf L-IZ.de ein Exemplar des neuen Buches gewinnen. Mailen Sie das Kennwort „25 Jahre EC-Finale“ an gewinnen@l-iz.deEinsendeschluss ist Sonntag, 13. Mai um 22:00 Uhr. Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.


Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Leipzigs Umweltdezernat legt Umsetzungsbericht zum Klimaschutzprogramm vor, Stand 2016
Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen in Leipzig. Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserNicht nur die vielen Aktionsgruppen von Fridays for Future befürchten, dass die Anstrengungen, endlich etwas gegen die Klimaerwärmung zu tun, in Zeiten der Corona-Krise einfach vergessen werden. Gerade hatte man ja so viel Aufmerksamkeit geschaffen, dass Regierungen sich wenigstens zum üblichen theatralischen Handeln gezwungen sahen. Aber die Wirklichkeit – auch in Leipzig – sieht nach wie vor so aus, dass es nur in Millimeterschritten vorangeht. Auch im Energie- und Klimaschutzprogramm der Stadt Leipzig.
Die Johannes-Passion gibt es am Karfreitag als Live-Stream direkt aus der Thomaskirche
Blick zum Altar der Thomaskirche. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserOstern ohne Besuch der Kirche ist für viele Familien kaum denkbar. Aber schon in den vergangenen Tagen erlebten viele Menschen, wie die Kirchen umdachten und Gottesdienste per Live-Stream anboten. Und die Corona-Pandemie zwingt jetzt auch die Thomaskirche und das Bachfest zum umdenken. Eine öffentlich besuchte Bach-Passion ist derzeit unmöglich. Was tun? Auch die Passionsmusik gibt es in diesem Jahr am Karfreitag im Internet.
In der Holbeinstraße 58 wird ab Herbst endlich eine Kindertagesstätte für 200 Kinder entstehen
Der Garagenkomplex in der Holbeinstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan kann ja die Schnecke auf der Klinke des Neuen Rathauses bewundern. Sie kommt langsam voran. Aber sie kommt voran. 2014 war das, als erstmals auf Vorschlag der Grünen über einen neuen Kita-Standort in der Holbeinstraße 58 in Schleußig diskutiert wurde. Jetzt endlich hat die Schnecke die ersten Runden hinter sich gebracht und das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule meldet: „In der Holbeinstraße 58 in Leipzig-Schleußig soll eine neue Kindertageseinrichtung mit 200 Plätzen entstehen.“
Biberzählung im Landkreis Leipzig: Zwischen 200 und 300 Elbebiber leben an Mulde und Weißer Elster
Der Elbebiber fühlt sich an der Mulde wohl. Im Landkreis Leipzig haben sich zwischen 200 und 300 Nager angesiedelt. Foto: Sven Möhring, Untere Naturschutzbehörde Landkreis Leipzig

Foto: Sven Möhring, Untere Naturschutzbehörde Landkreis Leipzig

Für alle LeserAuch in Leipzig wurden ihre Spuren mittlerweile gesichtet – am Elsterbecken zum Beispiel und an der Paußnitz. Im Landkreis Leipzig werden die emsigen Wasserburgenbauer seit einigen Jahren systematisch gezählt. Zwischen 200 und 300 Elbebiber leben im Landkreis Leipzig. Diese Einschätzung basiert auf einer Zählung, die von ehrenamtlichen Naturschutzhelfern und -helferinnen im vergangenen Winter vorgenommen wurde.
Very British: Eine herzhafte Liebeserklärung an die hierzulande kaum bekannte englische Küche
Carola Ruff: Very british. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich wäre ja derzeit die große Medienberichterstattung darüber fällig, wie der britische Premier Boris Johnson es nun schaffen will, Großbritannien aus der EU zu führen. Denn bis auf die feste Absicht auszutreten, liegt ja bislang immer noch kein einziger Umsetzungsvorschlag vor. Aber nun hat der Bursche selbst eine Corona-Infektion. Und ein kleines Büchlein macht jetzt – so völlig gegen den Trend – neugierig auf die so gern belächelte englische Küche.
Gastkommentar von Christian Wolff: Krise und Angst – Wir müssen aufpassen
Was ist das Wesentliche? Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWir müssen aufpassen. Nicht nur, um einer möglichen Infektion durch das Coronavirus im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg zu gehen. Wir müssen vor allem aufpassen, dass wir in dieser Krise Haltung bewahren. Als einzelne Bürger, als Gesellschaft, als Demokraten. Denn in krisenhaften Zeiten gehen die Maßstäbe schnell verloren. Vor allem dann, wenn sich Krise und Angst paaren und zu einem in uns wild wuchernden Gestrüpp zusammenwachsen.
Heiko Rosenthal: „Optimistisch, dass es noch in diesem Jahr Sport vor vollen Rängen gibt.“
Sportbürgermeister Heiko Rosenthal ist optimistisch, dass es bald wieder mit Sportveranstaltungen weitergehen kann. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserIn der zweiten Auflage des großen Lokruf-Wunschkonzerts am Freitagabend haben die beiden Fanradio-Moderatoren Marko Hofmann und Thomas Franzky unter anderem ein Interview mit Heiko Rosenthal über den Äther geschickt. Die L-IZ hat es aufgeschrieben. Lesen Sie also hier, wie es Leipzigs Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sport in der Corona-Krise ergeht, wie die Stadt den aktuell arg angeschlagenen Sportvereinen helfen kann und wie Rosenthal über Geisterspiele denkt.
Häusliche Gewalt: In Leipzig ein Problem, nicht erst durch Corona
Fast ausschließlich weibliche Gewaltopfer suchen Unterstützung. Symbolfoto: Pixabay/Counselling

Symbolfoto: Pixabay/Counselling

Für alle LeserIn Leipzig ist der Beratungsbedarf bei häuslicher Gewalt bisher nicht angestiegen. Er war schon vorher hoch und das Personal knapp. Lynn Huber ist seit 2006 Mitarbeiterin in der Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking und im Vorstand des Vereins Frauen für Frauen e.V. Wann die Fälle häuslicher Gewalt in Leipzig zuletzt am höchsten waren, wie man Hilfe bekommt und was zu häuslicher Gewalt führt, erklärt sie im Interview.
Freitag, der 3. April 2020: Anstieg der neuen Coronafälle in Sachsen seit Tagen unter zehn Prozent
Auch das Leipziger Uniklinikum behandelt Coronafälle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAnders als in der Vorwoche, als sich binnen eines Tages die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Sachsen teilweise um 18 Prozent erhöhte, liegt der Anstieg in dieser Woche seit Tagen bei unter zehn Prozent. Es gibt aber dramatische Situationen – beispielsweise in einem Altenpflegeheim im Erzgebirge, in dem 77 Personen infiziert sind. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 3. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Corona-Krise: 725 Millionen Euro Soforteinsatz, 6 Milliarden Euro neue Schulden bis 2022
Auch Sachsen kommt nicht ohne Schuldenaufnahme durch die Corona-Krise. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn der vergangenen Woche wurde noch emsig diskutiert, auch wenn sich schon abzeichnete, dass auch Sachsen nicht umhinkommen würde, sich aufgrund der Corona-Pandemie neu zu verschulden. Am Freitag, 3. April, gab die Staatsregierung nun bekannt, dass genau das passieren wird und dass bis 2022 wohl eine Neuverschuldung von 6 Milliarden Euro notwendig sein wird. Die Schuldenbremse ist damit bis auf Weiteres ausgesetzt.
Die Hauptfeuerwache wird mindestens 7 Millionen Euro teurer als geplant
Blick vom Naundörfchen zur Hauptfeuerwache. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist nicht wirklich so, dass die Nachricht unverhofft kommt. Dass die Hauptfeuerwache deutlich teurer werden könnte als die 2017 geplanten knapp 19 Millionen Euro, war eigentlich schon 2018 klar, als das Ordnungsdezernat schon einmal eine Kostensteigerung um über 10 Prozent in Erwägung zog. Denn man hatte die Modernisierung der Hauptfeuerwache zwar schon über zehn Jahre auf dem Plan. Aber als es 2018 ans Eingemachte ging, fehlten wichtige Untersuchungen immer noch.
Jahresbilanz 2019: VNG meldet mehr Gewinn als erwartet und steigert die Investitionen
Die Zentrale der VNG AG in Leipzig. Foto: Eric Kemnitz / VNG AG

Foto: Eric Kemnitz / VNG AG

Für alle LeserMit Blick auf die positive Bilanz des Geschäftsjahres 2019 sieht sich die VNG AG mit Hauptsitz in Leipzig gut gerüstet für die Zukunft. Am Donnerstag, 2. April, stellte das in Leipzig heimische Unternehmen seine Bilanz fürs letzte Jahr vor. „Für 2019 blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück, in dem unsere harte Arbeit in allen Geschäftsbereichen mit überaus positiven operativen Resultaten belohnt wurde“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ulf Heitmüller.
Das erstaunliche Ergebnis einer „Polarstern“-Expedition von 2017: Die Spuren eines richtigen Regenwaldes in der Westantarktis
Rekonstruktion des kreidezeitlichen Regenwaldes in der Westantarktis. Foto: J. McKay/Alfred-Wegener-Institut

Foto: J. McKay/Alfred-Wegener-Institut

Für alle LeserJetzt, da so viele Menschen gezwungen sind, zu Hause zu bleiben – auch Forscher und Dozenten – ist natürlich auch ein guter Zeitpunkt, ein paar spannende Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Das tut auch die Universität Leipzig, wo sich einige Institute auch mit der Klimaforschung beschäftigen. Nicht nur in der Gegenwart, sondern auch tief in der Vergangenheit. Dass man dabei einen richtigen Regenwald in der Antarktis entdeckte, war durchaus eine Überraschung.
Was die ganzen Zahlen zu Covid-19-Tests tatsächlich erzählen – und was nicht
Die gemeldeten Positiv-Tests auf Covid-19 in Deutschland (Stand 1. April). Grafik: RKI

Grafik: RKI

Für alle LeserSeit zwei Wochen sind wir (erst) im Lockdown-Modus. Das muss man manchmal wiederholen, weil sie jetzt schon wieder alle unruhig werden, all die Zappelkasper, die am liebsten alle Ausgangsbeschränkungen sofort wieder aufheben und die Maschine hochfahren würden. Auch weil die Zahlen ja irgendwie nicht mehr so steil ansteigen. Vielleicht sinken sie sogar? In unserem E-Mail-Fach landen derzeit eine Menge auch wirklich kluger und detaillierter Berechnungen.
Ein Geschenk der Freude: Beethovens Lebensweisheiten und eine ganz besondere 9. Sinfonie
Ludwig van Beethoven: Ein Geschenk der Freude. Musikalische Lebensweisheiten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEr gehört zu den großen Geburtstagskindern in diesem Jahr: Ludwig van Beethoven. Im Dezember jährt sich seine Geburt zum 250. Mal. So mancher will gar nicht so lange warten und legt sich jetzt die kompletten Einspielungen des Komponisten auf, der die Hörgewohnheiten seiner Zeit revolutionierte. Vielleicht auch, weil er mittendrin lebte in der Revolution des Kontinents, die die Armeen Napoleons ausgelöst haben. Auch der St. Benno Verlag würdigt den Jubilar mit Buch und CD.