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Lok Leipzig: Willi Kronhardt tritt zurück – Geht es nach Halberstadt?

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    Schock bei Lok Leipzig: Nur einen Tag nach dem Aufstieg in die Regionalliga ist Erfolgstrainer Willi Kronhardt von seinem Amt zurückgetreten. In einer Erklärung gab Kronhardt fehlende finanzielle Mittel für die Umsetzung seiner Vision von Fußball an. Außerdem soll auch Germania Halberstadt Interesse am 43-Jährigen haben.

    Die Freude über den Regionalliga-Aufstieg beim 1. FC Lok, sie währte nur kurz. Nicht einmal 24 Stunden nach dem Sieg bei Fortuna Chemnitz hat Willi Kronhardt Mannschaft und Präsidium mitgeteilt, dass er sein Amt niederlegen wird. In einer Erklärung, die Kronhardt selbst vor Medienvertreter unter Tränen vorlas, gab der Trainer an, dass er das Präsidium schon „frühzeitig auf diverse Missstände, Probleme, Herausforderungen hingewiesen und Lösungsvorschläge unterbreitete“ habe, aber dass „selbst der engagierteste Trainer […] nicht die Tatsache fehlender finanzieller Mittel ausgleichen“ könne. „Leider wurde mir in den letzten Wochen in meiner Doppelfunktion als Trainer und Sportdirektor gezeigt, wo hier – in diesem Verein – die Grenzen liegen. Es zeigte sich akut, dass die finanziellen Voraussetzungen für eine langfristige Konkurrenzfähigkeit des 1. FC Lok Leipzig nicht geschaffen wurden“, verlas Kronhardt.

    Zudem stand im um die Jahreswende unterzeichneten Vertrag, dass Kronhardt, wenn Lok nicht bis 30. April das Gespräch über eine Vertragsverlängerung sucht, den Verein verlassen darf. Von diesem Recht hat er einen Tag nach dem Aufstieg Gebrauch gemacht. Über das Vereinsgelände waberten Gerüchte, dass Kronhardt sich bereits mit Germania Halberstadt handlungseinig sei. Dass Kronhardts Zukunft beim FCL am seidenen Faden hing, deutete sich nach dem Erfolg bei Fortuna Chemnitz an, als Willi Kronhardt Fragen nach der kommenden Saison auswich und nach Gratulationen zum Aufstieg antwortete: „Wir haben unseren Teil zum Erfolg beigetragen, nun müssen andere im Verein nachziehen.“
    Spieler und Fans reagierten geschockt. Eigentlich wollte der Verein am Sonntagnachmittag nach dem Heimspiel der Bundesliga-Frauen mit seinen Anhängern den Aufstieg feiern. Die Feier war allerdings nur kurz, die Spieler diskutierten vielmehr über die Folgen des Rücktritts. „Natürlich ist das ärgerlich und die Entscheidungsträger müssen sich auch fragen, ob sie alles gegeben haben, um Willi Kronhardt zu halten. Der Trainer hat nur nicht das Team, sondern auch den Verein auf Erfolg eingestellt. Aber: Seine Entscheidung muss man akzeptieren, die Welt dreht sich trotzdem weiter“, so Kapitän Jens Werner, der wie der komplette Kader am Sonntagnachmittag in Probstheida erschienen war.

    Während Kronhardt ein letztes Mal an seinem Auto mit seinen Spielern für ein Foto posierte, tagte im Clubcasino das Präsidium, das wie schon im Winter schnellstmöglich den bestmöglichen Kandidaten für den Trainerjob in Probstheida finden muss. Am besten so einen wie Kronhardt, der eine Vision hat und Herzblut mitbringt.

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