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Wegen heimatverbundenem Stolz und Nibelungentreue: Zweitligist Aue sagt Testspiel gegen RB Leipzig ab

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    Schön wär's gewesen. Gestern Abend kündigte Erzgebirge Aue überraschend an, am Freitag gegen RB Leipzig testen zu wollen. Aus Leipziger Sicht eine attraktive Paarung. Doch aufgebrachte Aue-Fans machten den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung.

    Am Freitag um 18 Uhr soll das letzte Vorbereitungsspiel des Zweitligisten aus dem Lößnitztal angepfiffen werden. Der Gegner steht noch nicht fest. Nachdem Sportdirektor Steffen Heidrich gestern Abend ankündigte, man plane im Erzgebirgsstadion gegen RB Leipzig zu spielen, gingen Fans des Zweitligisten auf die Barrikaden, verschickten Protestmails und gründeten eine Facebook-Gruppe.

    Der sportliche Wert der Partie wich rasch einem aggressiven Cocktail aus blinder Wut über das Engagement des österreichischen Brause-Produzenten. Zitat aus einem offenen Brief: „Während unser Verein für uns alle der Inbegriff von Tradition und heimatverbundenen Stolz mit Nibelungentreue und viel ehrenamtlichen Engagement ist, ist RB ein rein kommerziell ausgerichtetes Konstrukt“ (Fehler im Original). Genug Lokalpatriotismus für die Auer Verantwortlichen, um kleinbeizugeben. Am Mittwoch-Morgen sagten sie die Partie ab. Dabei haben beide Teams bereits auf freundschaftlicher Basis gegeneinander gespielt. Am 15. Februar 2010 trennte man sich aus Leipziger Sicht auf neutralem Platz in Chemnitz 3:2 voneinander.

    Für RB ist es nicht das erste Mal, dass ein geplantes Match nicht zustande kam. Erst im Juni protestierten Chemnitzer Ultras gegen ein angedachtes Freundschaftsspiel. Die Partie fand nicht statt. Im März 2011 verpassten Hessen Kassel und den Union Berlin den Leipzigern Körbe, nachdem sich Fans gegen die geplanten Spiele ausgesprochen hatten. Der RB-Tross ist übrigens heute aus dem Trainingslager in Bad Aussee (Österreich) zurückgekehrt. Am Sonnabend testen die Rasenballer bei Fortuna Chemnitz (Anstoß: 18 Uhr).

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