Die BSG Chemie möchte juristisch gegen die SG Leipzig Leutzsch (SGLL) vorgehen. Deren Funktionäre hatten am Donnerstag Fans und Mitglieder der Chemiker beschuldigt, einen Hackerangriff auf den Vereinscomputer verübt zu haben. Außerdem sei es zu "Verleumdungen und Angriffe[n]" gekommen. Am Freitagabend veranstaltete nun die BSG Chemie ihren Fanabend. Und fand weitere deutliche Worte zum derzeitigen Verhältnis zur SGLL.

Offensichtlich stört die Verantwortlichen des Betreibervereins SGLL, dass aus ihren Kreisen Bankunterlagen an die L-IZ.de weitergereicht worden sind. Statt Fans und Mitglieder über das Zustandekommen der bedrohlichen finanziellen Situation aufzuklären, suchen seit Donnerstag, 21. Februar Vorstand und Aufsichtsrat kurzerhand in der BSG Chemie einen vermeintlichen Sündenbock. Dessen Vorstandsmitglied Siegfried Klose kündigte am Freitag während eines Fantreffens im Westwerk rechtliche Schritte gegen die SG Leutzsch an.

Auch beim zweiten Konfliktthema, der Betriebskostenabrechnung, legten die Grün-Weißen anlässlich ihrer Zusammenkunft noch einmal nach. Sollte die SG Leutzsch weiterhin Belege zurückhalten, werde man neben dem Einbehalt der derzeitigen Zahlungen die bereits gezahlten Abschläge zurückfordern. Über den aktuellen Konflikt hinaus gab es für die Chemie-Fans aber auch sportliches zu hören. Präsident Frank Kühne gab ein ehrgeiziges Vereinsziel für die Saison 2013/14 bekannt: Aufstieg in die Oberliga. Die Stadtklasse-Mannschaft strebt bereits dieses Jahr das Erreichen der Stadtliga an.

Zum Artikel vom 22. Februar 2013 auf L-IZ.de (und weitere zum Thema)
Leutzscher Fußball: BSG Chemie stellt Zahlungen an SG Leutzsch ein – SGLL-Funktionäre stigmatisieren Chemie-Fans als Kriminelle

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