Alles wird gut. Irgendwann. Oft braucht man dabei Geduld – manchmal sogar sehr viel Geduld. Doch im Fall der Oberschule Höltystraße hat sich die Warterei gelohnt. Denn eine nagelneue Sporthalle wird hier in Kürze in Betrieb gehen. Ein Meilenstein, der mit einer feierlichen Einweihung am 4. Juni unter anderem von Kultus-Staatssekretär Wilfried Kühner, Schulamtsleiter Peter Hirschmann und Sport-Bürgermeister Heiko Rosenthal offiziell gewürdigt wurde. Für die Schüler und die Lehrerschaft ist diese eigene Halle ein Quantensprung.
Sportlehrer Thore Klein brachte es auf den Punkt: „Ein langer Weg geht zu Ende“, begann er seine Ansprache – und meinte das durchaus doppeldeutig. Denn einerseits dauerte es ganze sechs Jahre, bis die 2020 reaktivierte Oberschule endlich über eine eigene Sporthalle verfügt. Und zum anderen war die Ausweichhalle – auf dem Gelände des 1. FC Lok – zwei Kilometer entfernt. Zum eigentlichen Sportunterricht gesellten sich mit Hin- und Rückweg damit noch jeweils vier Fußmarsch-Kilometer. Anfangs hatten gar nicht alle Kinder die erforderliche Kondition, um diese Strecke am Stück durchzuhalten. Pro Schuljahr summierte sich der Extra-Weg immerhin auf stolze 164 Kilometer.

Dazu kam, dass die Wegzeit von insgesamt einer Stunde auch den eigentlichen Stundenplan veränderte. Seit diesem Schuljahr verkürzten neue Ausweichmöglichkeiten in der Heinrich-Mann-Schule sowie der Johannes-Hegebarth-Schule die Wegstrecken immerhin um etwa die Hälfte. Doch ab dem neuen Schuljahr kann der Sportunterricht dann uneingeschränkt auf dem eigenen Schulgelände absolviert werden. „Das ist ein sehr großer und wichtiger Schritt nach vorn“, freute sich auch Zehntklässler Lucien.
In Massivbauweise wurde hier eine eingeschossige, nicht unterkellerte Zweifeldsporthalle hingestellt, mit einer Innenhöhe von gut zehn Metern. Der Sonnenschutz vor den Fenstern ist dabei über eine Metallfassade aus perforiertem und beschichteten Stahlblech gelöst. Für zusätzliche Abkühlung und eine angenehme Optik wird rundherum außerdem eine Begrünung durch Kletterpflanzen sorgen. Auf dem Dach gibt’s ebenfalls Grün und eine PV-Anlage. Um die Pflanzen auch ordentlich gießen zu können, wird Regenwasser über eine Zisterne in ein ausgetüfteltes Bewässerungssystem geleitet. Man hat sich also durchaus Gedanken gemacht.
Für die Schülerinnen und Schüler öffnet sich die neue Halle erstmals kurz vor Ferienbeginn Anfang Juli beim Schulsportfest. Bis dahin wird noch der letzte Feinschliff erledigt. Schon größtenteils in Nutzung ist dagegen die ebenfalls ganz frische Sportfreianlage. Das Schmuckstück bietet beste Voraussetzungen für blitzschnelle Sprints, weite Sprünge und packende Ballwettkämpfe. Kugelstoßen ist auch bald möglich. Insgesamt hat das Paket aus Halle und Sportplatz 8,5 Millionen Euro gekostet. Eine Investition in die sportliche Zukunft.
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