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Regionalliga-Saison abgebrochen, NOFV erklärt Lok zum Meister, Chemie feiert Klassenerhalt

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    Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist erstmalig Meister der Regionalliga Nordost. Das entschied der Nordostdeutsche Fußballverband mit einem einstimmigen Votum für den Saisonabbruch am Freitag. Auf der Präsidiumssitzung wurde außerdem entschieden, dass es keine sportlichen Absteiger geben wird. Die BSG Chemie Leipzig hält damit nach dem Aufstieg im Vorjahr die Klasse.

    Ein derartiges Saison-Ende hatte niemand gewollt. Nicht die Vereine, nicht die Fans und auch nicht der Verband. Weil aber eine Fortsetzung der seit dem 13. März wegen der Corona-Welle unterbrochenen Saison mit Geisterspielen und nach der langen Pause (wirtschaftlich und sportlich) nicht sinnvoll ist, entschieden die 16 stimmberechtigten Mitglieder des Präsidiums des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) am Freitagabend einstimmig, die Saison ohne sportliche Absteiger abzubrechen.

    Zum Meister wurde mithilfe der Quotientenregel, die die UEFA für derartige Fälle empfiehlt, der 1. FC Lok Leipzig erklärt. Lok steht punktgleich mit der VSG Altglienicke an der Tabellenspitze, hat aber ein Spiel weniger absolviert. Bei der Quotientenregel wird die Anzahl der Punkte durch die Anzahl der Spiele geteilt. Lok liegt hier vorn. MDR.de hatte zuerst über die Entscheidung berichtet.

    Am Freitagabend äußerte sich Lok-Präsident Thomas Löwe bescheiden. „Wir nehmen den Beschluss des Verbandes mit viel Demut zur Kenntnis und sind uns bewusst, dass diese Entscheidung anderen Vereinen sehr wehtut. Wir werden uns nun den neuen Herausforderungen stellen und alles versuchen, den Traum 3. Liga wahr werden zu lassen.“

    Insgesamt ist ein Saisonabbruch vor allem bei den Spitzenteams nicht unumstritten gewesen. Die erstplatzierte VSG Altglienicke hatte ein Endspiel gegen Lok vorgeschlagen, was es vor drei Wochen am letzten Spieltag eigentlich auch in der Liga gegeben hätte, Energie Cottbus ein Turnier mit den vier aufstiegsberechtigten Teams an der Tabellenspitze. Beide Vorschläge wurden abgelehnt.

    Genau vier Jahre nach der Übergabe des Oberliga-Meisterpokals feiert nun Lok die Regionalliga-Meisterschaft, die allerdings nicht gleichbedeutend mit einem Aufstieg in die 3. Liga ist. In diesem Jahr müssen der Erste der Regionalliga Nordost und der Regionalliga West zwei Aufstiegsspiele gegeneinander bestreiten. Diese Spiele sollen noch im Juni stattfinden. Erst am 20. Juni wird der westdeutsche Fußballverband über den Aufsteiger entscheiden. Wird die Quotientenregel auch dort angewandt, würde der Gegner des 1. FC Lok SC Verl heißen.

    Die Spiele sollen ohne Zuschauer und entsprechend des Hygienekonzepts der 3. Liga durchgeführt werden. Wo gespielt werden soll, ist derzeit unklar.

    Bei Lok geht man zudem davon aus, dass der DFB die Lizenz im zweiten Anlauf erteilen wird. Ein Ausweichstadion kann der Verein vorweisen, derzeit laufen auch die Umbauarbeiten am Stadion, sodass Lok möglicherweise gar keine Spiele in dem Ausweichstadion austragen müsste. Wo der Verein zur Not unterkäme, ist derzeit noch nicht bekannt. Laut L-IZ-Informationen führt die Spur nach Südwesten. Der Klub dankte am Freitagabend „allen Fans, Sponsoren und Unterstützern, die uns in dieser außergewöhnlichen Saison den Rücken gestärkt haben!“

    Ebenfalls bedeutsam ist das Votum des NOFV für die BSG Chemie. Die Leutzscher können ebenfalls feiern, weil es keine sportlichen Absteiger geben wird. Nach dem Wiederaufstieg im vergangenen Jahr halten sie so definitiv die Klasse. Mit 23 Punkten aus 23 Spielen rangierte die von Miroslav Jagatic trainierte Mannschaft über der Abstiegszone. Durch bis zu vier 3. Liga-Absteigern hätte der Abstiegskampf in dieser Saison durchaus hart werden können. Jagatics Vertrag verlängert sich durch den Klassenerhalt automatisch um ein weiteres Jahr.

    Probstheidaer Baustellen-Report: Traum von der 3. Liga stellt den 1. FC Lok vor neue bauliche Herausforderungen

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