Radball-Deutschlandpokal: Leipzig zieht erstmals ins Finale ein

Radball-Leipzig steht erstmals im deutschen Pokalfinale. Als Zweitplatzierte der Vorschlussrunde löste das Leipziger Duo Sven Broedel und Nils Dreyhaupt am Samstag die Endspieltickets. In heimischer Halle gelangen zwei Siege und ein Remis. Nächster Höhepunkt ist nun das Bundesliga-Heimturnier am 25. Februar in der Kleinen Arena.
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„Der Finaleinzug ist ein Riesenerfolg für unser neu formiertes Team und bestätigt die gute Form der ersten Runde in der Bundesliga“, sagte ein sichtlich zufriedener Nils Dreyhaupt nach dem Halbfinalerfolg. Dreyhaupt bezeichnet seinen ersten Finaleinzug als „einen der größten Erfolge seiner Laufbahn überhaupt“. Auch der Knautkleeberger Sport Club 1864 steht nun erstmals im nationalen Pokalfinale. Der Verein aus dem Südwesten der Messestadt war bislang mehrfach in der Vorschlussrunde gescheitert. Für Spielpartner Sven Broedel, früher für den RSV Zscherben am Start, wird es bereits die dritte Finalteilnahme sein.
Ein Pokalwettbewerb hat bekanntermaßen seine eigenen Gesetze. In der Leipziger Vorschlussrunde waren vier Finalplätze zu vergeben. Nach der verletzungsbedingten Absage des Teams auch Oberesslingen bedeutete dies: Aus fünf Startern werden vier Finalisten. Ihr Auftaktmatch in der Halle in der Breitschuhstraße in Großzschocher mussten die Leipziger gegen Broedels früheren Verein RSV Zscherben absolvieren. Nach beiderseits verhaltenem Start ging Leipzig Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Zur Pause lagen die Hausherren mit 2:1 vorn. Kurz nach dem Wiederanpfiff dann die frühe Vorentscheidung. Durch einen Doppelpack eilten die Knautkleeberger auf 4:1 davon. Mehr als der Anschlusstreffer zum 4:2-Endstand gelang den Gästen aus dem Anhaltinischen anschließend nicht mehr. Ein anderes Bild dann im Spiel gegen das Team aus dem nordhessischen Eberstadt. Hier lagen die Leipziger zwischenzeitlich mit 0:2 und 1:3 hinten. Durch zwei verwandelte Eckbälle gelang am Ende noch ein 3:3-Unentschieden.

Gegen den württembergischen Vertreter RKV Denkendorf setzen sich die Hausherren nach 3:2-Halbzeiführung am Ende deutlich mit 6:3 durch. Im Schlussspiel des Tages spielten die Bundesligaspitzenmannschaft des RV Gärtringen und der KSC den Tagessieger aus. Bereits nach zwei Minuten führten die Gäste aus dem Landkreis Böblingen mit 3:0. In die anschließenden Angriffsbemühungen der Hausherren hinein setzten sie noch vier weitere Treffer. Für Nils Dreyhaupt ging die 0:7-Niederlage sportlich in Ordnung, wenn sie aus seiner Sicht vom Ergebnis her vielleicht auch etwas zu hoch ausfiel. So schloss der KSC die Runde als Zweiter ab und will im Finale als Außenseiter „ein paar der Spitzenteams ärgern“, wie es Nils Dreyhaupt ausdrückt.
Doch vor dem Pokalfinale am 17. März haben die Verbandsverantwortlichen die nächste Bundesligarunde angesetzt. Am 25. Februar steigt ab 14:00 Uhr dann das Heimturnier des KSC in der Kleinen Arena.

„Wie bereits am ersten Spieltag konnten wir feststellen, dass wir mit allen Mannschaften mithalten können und uns keineswegs verstecken müssen“, schätzt KSC-Außenspieler Dreyhaupt die Ausgangslage nach der Pokalrunde ein. Aus den in der Arena anstehenden vier Spielen möchte der KSC mindestens sechs Punkte mitnehmen. „Alles weitere ist Zugabe“, so Dreyhaupt, „aber möglich ist alles.“

Auf insgesamt elf spannende Spiele dürfen sich die Zuschauer am 25. Februar freuen. Am Start sind der Tabellenführer der Bundesliga RMC Stein, der WM-Dritte von 2011, RSG Ginsheim, und der Sieger des Weltcupfinales 2011, SV Eberstadt. Aus dem nahen Altenburg kommt mit Blau-Gelb Ehrenberg der Deutschen Meister der beiden letzten Jahre.


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