Lohnentwicklung

Politik·Kassensturz

Neue Statistik der Arbeitsagentur zu Entgelten der Vollzeitbeschäftigten in Leipzig: Wie 100.000 Erwerbstätige einfach aus der Statistik fallen

In Deutschland wird nur zu gern mit unvollständigen Statistiken gearbeitet, gerade wenn es um Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit geht. Dann fallen allzu schnell all jene Beschäftigten aus dem Raster, die die Statistik deutlich nach unten verschieben würden. Das Ergebnis ist ein falsches Bild vom Wohlstand und seiner Verteilung in Deutschland. Denn auch im Corona-Jahr 2020 hatten […]

Abstand des durchschnittlichen sächsischen Bruttolohns zum Bundesniveau. Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt
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Sachsen gehörte im Corona-Jahr 2020 zu den Bundesländern mit steigenden Bruttolöhnen

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Obwohl es wahrscheinlich kein Wunder ist, wenn sich zumindest die Bruttolöhne in Sachsen so langsam dem bundesdeutschen Niveau annähern – selbst in Pandemiejahren wie dem Jahr 2020. Am 31. März legte das Statistische Landesamt Zahlen vor, die zumindest vermuten lassen, dass sich der seit Jahren anhaltende Fachkräftemangel auch positiv auf das Lohnniveau auswirkt.

Durchschnittsbruttolöhne 2016 nach Bundesländern. Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik
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Durchschnittslöhne stiegen in Sachsen 2016 um 3,8 Prozent

Manchmal darf man durchaus entsetzt sein, wie schwach die ökonomische Analyse bei vielen Parteien ist. Auch bei der SPD. Am Donnerstag, 6. Juli, veröffentliche das sächsische Landesamt für Statistik neue Zahlen zur Erwerbseinkommenentwicklung 2016. Und prompt meldete sich ein ehemaliger Wirtschaftsminister zu Wort und wusste, woher das kam.

Vom Mindestlohn betroffene Betriebe nach Bundesland in Prozent. Karte: IAB
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Sachsen hatte den größten Anteil von Betrieben mit Mindestlohn-Betroffenheit

Was wurde da 2014 noch gekämpft. Mit harten Bandagen. Mit gepfefferten Studien. Mit düsteren Prognosen, was die Einführung des Mindestlohns ab 1. Januar 2015 für das Land und seine Wirtschaft bedeuten würde. Mancher malte gar den Untergang des Sachsenlandes an die Wand. Aber nichts davon passierte. Im Gegenteil: Für viele Sachsen stieg das Einkommen nach 20 Jahren Billiglohnland erstmals spürbar. Das würdigt sogar die Staatsregierung.

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