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Nach der letzten Vorstellung von Händels „Giulio Cesare in Egitto“ verabschiedete sich die Oper Leipzig am Samstag, dem 27. Juni, feierlich von ihrem Intendanten Tobias Wolff. Am 28. Juni folgte ein Empfang in der Musikalischen Komödie. Mit dem Ende der Spielzeit zieht die Oper Leipzig zugleich eine positive Bilanz: Insgesamt besuchten 2025/2026 mehr als 184.000 Zuschauerinnen und Zuschauer 398 Veranstaltungen der Oper Leipzig, die Auslastung stieg weiter auf 75%.
„Über den großen Zuspruch in meiner letzten Saison freue ich mich sehr – vor allem, weil wir mit der Uraufführung von ‚Coming Up for Air‘ und dem Lortzing Festival entschieden auch künstlerische Risiken eingegangen sind“, sagt Intendant Tobias Wolff.
„Besonders stolz sind mein Team und ich auf die weitere Profilierung der Musikalischen Komödie. Eine solche Zahl an Fans hätten wir in der alten MuKo gar nicht aufnehmen können. Und die Handlungsballette des Leipziger Ballett unter der Leitung von Rémy Fichet finden ein begeistertes Publikum.“
Die Spielzeit 2025/26 ist die vierte und letzte Saison von Tobias Wolff als Intendant der Oper Leipzig. Seit seinem Amtsantritt 2022 prägte er das Haus mit engagierter Repertoire- und Ensemblearbeit, neuen Vermittlungsformaten, einem klaren Bekenntnis zu künstlerischer Vielfalt und der konsequenten Förderung des sängerischen Nachwuchses.
Zu den Höhepunkten seiner Intendanz zählen unter anderem das große Open-Air-Happening „Future Now!“ zum Auftakt seiner Amtszeit und der Kompositionsauftrag für „Coming Up for Air“ mit der Uraufführung im Frühjahr 2026, dazu große Kooperationen, unter anderem mit Opernhäusern in Paris und Rom.
Haus neu aufgestellt
Die Suche nach neuen Musikchefs für die Sparten Oper und Operette brachte er erfolgreich zum Abschluss mit der Ernennung von Ivan Repušić zum Generalmusikdirektor, von Yura Yang zur Ersten Kapellmeisterin und von Michael Nündel zum Musikdirektor der Musikalischen Komödie.
Auch veranlasste Tobias Wolff beim Leipziger Ballett den Wechsel zu einer künstlerisch-kuratorischen Leitung durch Rémy Fichet, um abwechslungsreichen choreographischen Handschriften eine Bühne zu geben. Dazu wurden die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Oper Leipzig mehrfach ausgezeichnet und zertifiziert. Die erste nach Kriterien der Nachhaltigkeit entwickelte Produktion, „Mary, Queen of Scots“, wurde von der Bundeskulturstiftung gefördert und für die International Opera Awards nominiert.
Einen Rückblick auf die vier Jahre der Intendanz Tobias Wolff vom Sommer 2022 bis heute präsentiert die Oper Leipzig in einer Sonderausgabe ihres Magazins „Dreiklang“, die dem Publikum am Samstag vorgestellt wurde.
Dieser „Dreiklang Spezial“ erinnert an zentrale Momente, Errungenschaften, Produktionen und künstlerische Wegmarken des Teams um Intendant Tobias Wolff – und an die Künstlerinnen und Künstler, die in dieser Zeit auf den Bühnen der Oper Leipzig standen. Das PDF ist über die Webseite der Oper Leipzig unter www.oper-leipzig.de als Download abrufbar.
Mit den festlichen Verabschiedungen vom Wochenende beendet Tobias Wolff seine Zeit als Intendant der Oper Leipzig. Zum 1. August 2026 wird er die Generalintendanz des Staatstheaters Braunschweig übernehmen. Seine Aufgaben in Leipzig übernimmt Verwaltungsdirektorin Lydia Schubert als Geschäftsführende Intendantin bis zum Start seines Nachfolgers Peter Heilker ab der Spielzeit 2028/29.
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