Für 5.596 Leipziger Kinder beginnt mit der Einschulung ein neuer Lebensabschnitt und 5.130 Schulkinder wechseln nach den Sommerferien in die fünfte Klasse der weiterführenden Schule. Es war knapp, teilt das Dezernat Jugend, Schule und Demokratie mit. Aber am Ende hat man doch noch ausreichend Schulplätze für alle Kinder bereitgestellt. Auch wenn gerade bei der Wahl von Oberschulen und Gymnasien nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten und viele Plätze ausgelost werden mussten. Aber zumindest die Substanz steht für dieses Schuljahr, teilt das Dezernat mit.

Die Stadt Leipzig hat die Ferien unter anderem für Instandsetzungsarbeiten an den Schulen genutzt. Die Hälfte der Schulen wurde einer Grundreinigung unterzogen. Mit Beginn des neuen Schuljahres gehen zudem neue Schulstandorte ans Netz.
„Dieses Jahr war es besonders knapp. Umso mehr bin ich dankbar, dass aufgrund des großen Engagements der Kolleginnen und Kollegen vom Amt für Gebäudemanagement und Amt für Schule sowie der Schulleitungen, des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB) und der beteiligten Firmen der Schulstart für die nochmals gestiegene Schülerzahl abgesichert ist“, stellt Peter Hirschmann, Leiter des Amtes für Schule, heraus.

Neue Schulen

Ein Meilenstein in der Entwicklung der Leipziger Bildungslandschaft ist aus Sicht des Schuldezernats die Einweihung des neuen Bildungscampus am Lene-Voigt-Park in Reudnitz mit dem Bezug des fünfzügigen Neubaus für die Wilhelm-Busch-Schule in der Reichpietschstraße und dem Einzug des vierzügigen Gymnasiums Schraderhaus im Täubchenweg. Auch die Schülerinnen und Schüler der Petrischule beziehen zum Schuljahresbeginn dauerhaft den neuen Schulstandort in der Glockenstraße.

Unterdessen befinden sich rund 20 Schulstandorte derzeit im Bau, unter anderem der Campus Dösner Weg oder die Grundschule in Miltitz.

14 Millionen Euro in die Unterhaltung

An vielen Bestandsschulen wurden während der Sommerferien diverse Verbesserungen erzielt, sodass einem reibungslosen Schulstart nichts im Wege steht. So wurden unter anderem Fenster ausgetauscht oder instandgesetzt, Beleuchtung auf LED umgerüstet, Heizungen und Außenjalousien repariert, Sanitärbereiche instandgesetzt und Brandschutzmaßnahmen abgeschlossen.

In Summe fließen im Jahr 2026 fast 14 Millionen Euro in die bauliche Unterhaltung der Schulen, wobei die Priorität auf dem Erhalt der Gebäudefunktion und -sicherheit liegt. Mehrere schwere Havarien und Wasserschäden belasteten den diesjährigen Haushalt stark. Im Jahr 2026 dienten allein 3,9 Millionen Euro der Gefahrenabwehr. Zusätzlich wurde rund die Hälfte der 170 Leipziger Schulen für insgesamt circa 1,5 Millionen Euro grundgereinigt.

Ab dem neuen Schuljahr 2026/2027 startet das neue Gymnasium Friesenstraße zunächst mit drei fünften Klassen als Außenstelle der Robert-Schumann-Straße, bevor die Schule im darauffolgenden Schuljahr bis zur Fertigstellung des Schulgebäudes in der Friesenstraße die Räumlichkeiten der Oberschule in der Georg-Schwarz-Straße nutzen wird.

Die Immanuel-Kant-Schule wird um den Interimsstandort in der Paul-Gruner-Straße erweitert, der durch den Umzug der Petrischule frei wird. Um zudem die Förderschul-Kapazitäten weiter zu erhöhen, wird zunächst in der Anhalter Straße ein neues Werkstufenzentrum als Außenstelle der Lindenhofschule eingerichtet.

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