An manchen Regalen, in Leipziger Märkten, hängen doppelte Preisschilder, eines für alle und eines für App-Nutzer. Daneben liegt der Prospekt, in welchem der Grundpreis, in ganz kleiner 5-Punkt-Schrift, abgedruckt ist.
Warum wird der Wocheneinkauf in Leipzig zur Rechenaufgabe?
Die Kommunale Bürgerumfrage aus dem Jahr 2025 misst, wie „groß“ noch der Spielraum für die Menschen ist. Den einkommensschwächsten Leipziger Haushalten blieben, nach Abzug der Miete, durchschnittlich noch 764 Euro, im Monat, zum Leben. Zwar stiegen die Einkommen der unteren Einkommensgruppe etwas, doch die rasant anziehende Teuerung für Energie und Dienstleistungen, etc. zehrte diesen geringen Zuwachs gänzlich auf.
Durch kostenlose Gratisproben, aus den Listen der Deal-Portale beispielsweise, kann man keinen Wocheneinkauf ersetzen, zumal diese Anbieter und Portale, selbst darauf hinweisen, dass diese oft mit Versandkosten einhergehen. Solche kostenfreien Artikel, hängen oft, mit Gewinnspielen oder automatisch abgeschlossenen Abonnements, zusammen. Andere Optionen, die hier etwas Spielraum verschaffen können, sind Coupon, Rabatt-Apps, Aktionen, welche man in den Prospekten der Discounter erfährt oder Rückvergütungen, gegen den fotografierten Kassenbon.
Rabatt-Apps in der Praxis
„Rabatt gegen Registrierung“ lautet das Prinzip der großen Ketten. Punkte, Coupons, günstigere Preise für die Nutzer der eigenen Rabatt-App. Eine Auswertung von Kassenbon-Rabatte der DPA (Deutsche Presse-Agentur), kommt auf nur 1-2% Ersparnis der Ausgaben und die Stiftung Warentest setzt den Rabatt sogar noch etwas niedriger an. Lidl Plus setzt für den Grundrabatt eine monatliche Mindesteinkaufssumme voraus, die bei knappem Budget den größeren Teil des vorhandenen Spielraums ausmacht. Das Zeitfenster für Coupons ist zudem nicht wirklich groß, denn diese müssen binnen zehn Tagen eingelöst worden sein.
Payback verlangt eine Mindestpunktzahl vor dem Einlösen und lässt ältere Punkte einfach verfallen, weshalb die Verbraucherzentrale Sachsen dazu rät, den Kassenbon gleich auf gutgeschriebene Rabatte zu prüfen. Die Gegenleistung sind unsere Daten, wie die E-Mail-Adresse, das Geburtsdatum oder auch unsere Mobilfunknummer, die man bei Anmeldung abzugeben hat.
Ein Beispiel der Verbraucherzentrale Sachsen zeigt, welche Schlüsse dies erlaubt, beispielsweise lässt ein Wechsel von Rotwein, den man sonst gern kaufte, zu alkoholfreiem Sekt, auf eine Schwangerschaft schließen. Die Einwilligung, in personalisierte Werbung, lässt sich aber auch widerrufen, die Standortfreigabe entziehen usw. Schwerer wiegt der Zusatzkauf: In einer Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands gab die Mehrheit der App-Nutzer an, schon einmal, nur wegen eines App-Vorteils, etwas eingekauft zu haben, was sie gar nicht benötigt hätten.
Ob Händler den Wert dieser Daten deutlicher ausweisen müssen, klären derzeit die Gerichte: Das Oberlandesgericht Stuttgart hat eine Klage gegen die Lidl-App abgewiesen, die Revision zum Bundesgerichtshof aber zugelassen. Vor dem Oberlandesgericht Bamberg will eine Verbraucherzentrale erreichen, dass Rabatte auch ohne Smartphone, allen offenstehen müssen, denn ohne App zahlen Ältere, Menschen mit Behinderung und Jugendliche unter 18, gezwungener Maßen mehr. Zugleich stellt die Verbraucherzentrale Sachsen zudem klar, dass diese App-Anbieter den Nutzern selbiger, andere Preise anbieten dürfen, solange sie das Wettbewerbsrecht einhalten und das ist hier aber auch gleichzeitig die Frage.
Wo lohnt sich die Angebotsjagd?
Prospekt-Apps gehören keiner der Einkaufsketten an und zeigen, nach Eingabe der Standort-Adresse, die Aktionen der Märkte, in der Nähe, was ein gewisser Vorteil, für Haushalte ohne Auto sein kann. Im Test, der Stiftung Warentest, erhielt, keine, der geprüften Preisvergleichs- und Angebots-Apps, ein wirklich gutes Urteil. Die Suche funktioniert mit Markennamen, wie „Knorr“ besser als mit Überbegriffen wie zum Beispiel „Karotten“.
Der gedruckte Prospekt bleibt immewr eine ganz gute Alternative, ohne die Datensammler bedienen zu müssen. Angebotskäufe lohnen eigentlich nur für die Produkte, die ohnehin regelmäßig im eigenen Einkaufskorb landen. Bei knappem Budget fehlt dieses Geld ansonsten, da man lediglich einen günstigen Artikel geschossen hat, der jedoch aktuell nicht auf der Einkaufsliste stand.
Preisvergleich Supermarkt vs. Discounter
Zu Leipziger Marktpreisen liegen keine echten Vergleichsdaten vor. Ob Supermarkt oder Discounter günstiger ist, zeigt sich nur Produkt für Produkt. Den Maßstab hierbei, liefert der Grundpreis, je Kilogramm oder pro Liter, weil gleich wirkende Packungen ganz unterschiedlich viel enthalten können. Wie groß der Unterschied ausfallen kann, belegt ein Marktcheck für Kaffee.
Bei Espresso-Kapseln, desselben Herstellers, lag die kleine Packung, je Kilogramm, um knapp die 50% über dem Preis, der größeren Abpackung. Am Packungspreis allein war das gar nicht zu erkennen. Den Grundpreisvergleich selbst nehmen dem Einkäufer die Rabatt-Apps ab und in den Einkaufslisten sieht man, welcher Markt die Produkte, die man kaufen möchte, gerade am günstigsten führt.
Was bleibt unterm Strich?
Den größeren Hebel hat das Angebot auf ein Produkt, welches man ohnehin einkaufen möchte. Ein einziger Einkauf, mit mehr als nur einem Aktionsartikel, in einem Markt, kann rechnerisch mehr Ersparnis bringen, als eine der Discounter-App’s pro Monat zurückzahlt. Gegen zusätzlich, eher ungewollt, gekaufte Produkte, hilft eine Einkaufsliste, an die man sich einfach hält. Was nicht auf ihr steht, bleibt im Regal liegen, egal welcher Preis dort dranklebt. Die Verbraucherzentrale Sachsen lädt übrigens am 10. November 2026, in die Katharinenstraße, zum kostenfreien Vortrag „Supermarkt-Apps: Clever sparen oder mit Daten bezahlen?“, ein.
Keines dieser Werkzeuge vergrößert den finanziellen Spielraum tatsächlich spürbar. Verlässlicher sparen Haushalte, über den klaren Vergleich sämtlicher Grundpreise der Lebensmittel (€uro pro Kilogramm & pro Liter) und über das strikte Einhalten einer im Vorfeld geschriebenen Einkaufsliste. Angebote sollte man lieber über die im Markt ausliegenden Prispekte checken und wahrnehmen, wenn es zum Wocheneinkauf passt und die Wege dafüpr uim akzeptablen Bereich bleiben.
Redaktionshinweis: Diese Beitragserstellung wurde durch KI unterstützt.


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