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Voland & Quist gründet ein englisches Imprint und übernimmt 2020 die Edition Azur

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    Wenn eine Idee trägt, dann wächst sie auch, so wie beim Verlag Voland & Quist, der 2004 von einem Dresdener (Leif Greinus) und einem Leipziger (Sebastian Wolter) gegründet wurde, um „junge, zeitgemäße Literatur“ zu publizieren. Deswegen standen Dresden und Leipzig im Impressum, im letzten Jahr kam Berlin hinzu. Und nun meldet der Verlag die Gründung eines Imprints für den englischsprachigen Markt und die Aufnahme eines weiteren Verlags.

    Voland & Quist gründet zusammen mit der Übersetzerin Katy Derbyshire das Imprint V&Q Books, das ab Herbst 2020 Bücher auf Englisch in Großbritannien und Irland vertreiben und nach USA und Kanada lizenzieren wird.

    Geplant sind bei V&Q Books jährlich fünf bis sechs Titel aus den Bereichen Belletristik, erzählendes Sachbuch und Comic. Die ersten drei Titel werden im Herbst 2020 auf Englisch erscheinen: Lucy Frickes „Töchter“ (Rowohlt, Übersetzung: Sinead Crowe), Sandra Hoffmanns „Paula“ (Hanser, Übersetzerin: Katy Derbyshire) und Francis Neniks „Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert“ (Voland & Quist, Übersetzerin.: Katy Derbyshire). In Planung sind zudem Bücher von Isabel Bogdan, Marcel Beyer, Ivana Sajko, Selim Özdogan, Marica Bodrožic sowie die Graphic Novel „Madgermanes“ von Birgit Weyhe.

    V&Q-Books-Verlegerin Katy Derbyshire erklärt dazu: „Ich freue mich sehr auf das neue Imprint bei Voland & Quist und hoffe, in diesen bewegten Brexit-Zeiten eine Brücke zwischen Europa und UK zu bauen. Unsere Bücher erzählen komplexe Geschichten von Identität, Familie, Migration und den Einfluss der Weltgeschichte auf die Individuen.“

    Und mit der Reihe „sonar“ beleuchtet Voland & Quist auch die spannenden Literaturen vor allem in Südosteuropa, Länder, in denen vieles ganz ähnlich geschieht wie in Ostdeutschland, die in ganz ähnlichen Transformationsprozessen stecken und mit ähnlichen Fragen der Liebe, der Heimatsuche und der Erfüllung der Lebensträume zu tun haben. Als schaute man in einen Spiegel. Und es könnte Lesern in den „rust belts“ von England oder der USA ganz ähnlich gehen beim Lesen. Das Fremde, das meist hinter der Sprachbarriere zu liegen scheint, entpuppt sich als vertraut. Den Suchenden und Rastlosen im Osten geht es eigentlich genauso wie den Deprimierten im Westen.

    V&Q Books könnte also eine wichtige Rolle spielen beim Bauen neuer Brücken zwischen den östlichen Literaturen und den westlichen Lesern.

    Außerdem übernimmt Voland & Quist ab dem 1. Januar 2020 die Dresdner edition AZUR, wo Verleger Helge Pfannenschmidt inhaltlich verantwortlich bleibt. Er wollte ganz einfach nicht mehr allein als Verleger weitermachen. „Ich mag nicht mehr allein arbeiten. Mit dem Modell eines Verlegers, der alle finanziellen, strukturellen und inhaltlichen Entscheidungen allein trifft, kann ich mich immer weniger identifizieren. Ich habe außerhalb der Verlagsarbeit in den letzten Jahren viele beglückende Erfahrungen mit der Arbeit im Kollektiv gemacht. Und ich brenne darauf, diese Kraft für mich endlich auch bei der Sache produktiv zu machen, die mir am meisten am Herzen liegt“, schreibt er in seinem Blog.

    Wie zuvor werden auch dort jährlich fünf bis sechs neue Titel erscheinen. Das erste Programm in der neuen Konstellation erscheint im Frühjahr 2020 – mit Prosa von Nancy Hünger sowie Gedichtbänden von Volker Sielaff und Stephan Turowski.

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