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Bauen und Bohren in Heiterblick: LVB liegen beim Technischen Zentrum im Plan

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    Die Bodenplatte der neuen Hauptwerkstatt ist gegossen. Zwischen vier Baukränen ragen gut 70 Stahlbetonstützen empor. Unterirdisch wird nach weiteren Quellen für Erdwärme gebohrt. Beim Bau des Technischen Zentrums Heiterblick liegen die Leipziger Verkehrsbetriebe laut Technikchef Ronald Juhrs im Termin- und Budgetplan. Ein Baustellenrundgang.

    Es wird mächtig gebaut und gebohrt auf dem LVB-Gelände in Heiterblick und drumherum. Das merkt man schon bei der Anreise. Nicht nur wegen der vier großen Baukräne, die schon von weitem zu sehen sind. Die Teslastraße samt Teslabrücke ist für den motorisierten Individualverkehr gesperrt.

    Die stark sanierungsbedürftige Brücke über die Bahnstrecke Leipzig – Eilenburg wird nun auch gebaut. „Die alte Brückensubstanz drohte abgängig zu werden“, benannte Ronald Juhrs, LVB-Geschäftsführer für Technik und Betrieb, beim Baustellenrundgang am Mittwoch seine Sorge über dieses Nadelöhr.
    Denn über die Brücke müssen alle Straßenbahnen, die in der LVB-Werkstatt Heiterblick instand gesetzt werden müssen. Derzeit gehe es um vier bis fünf Zuführungen pro Tag, so Juhrs. Das ist auch eingleisig weiter möglich. Und der erste Pfeiler der neuen Brücke ist bereits in Ansätzen zu erkennen. Bis Ende 2012 soll der neue, westliche Teil des Bauwerks nutzbar sein. Ende 2013 können Bahnen und Autos wieder zweigleisig und zweispurig über die Brücke rollen.

    „Es ist eine Baustelle mit allen Höhen und Tiefen, die eine Baustelle mit sich bringt“, erläuterte LVB-Technikchef Juhrs weiter. So habe es geologische Probleme beim Bohren der Erdwärmesonden gegeben, so dass man beim Rohbau ein wenig in Verzug geraten sei.

    Insgesamt aber, so versicherte Juhrs, liege man im Terminplan und im Budgetplan für „das wichtigste LVB-Infrastrukturprojekt“. Von dem Bauvolumen von 40 Millionen Euro seien 70 Prozent der Aufträge am Markt. Von diesen profitieren zu 80 Prozent mittelständische Unternehmen aus Leipzig und der Region Mitteldeutschland.
    Einschließlich der Baunebenkosten stecken die LVB in das neue Technische Zentrum in der jetzt laufenden ersten Baustufe 45 Millionen Euro.

    Deren Kern bildet die neue Hauptwerkstatt. Dort sollen künftig die Hauptuntersuchungen, Langfristwartungen und Unfallinstandsetzungen für alle 320 LVB-Bahnen vorgenommen werden. Weil dort auch die modernen XXL-Straßenbahnzüge Platz finden müssen, wird die Halle entsprechend groß.

    Die Grundsteinlegung im April fand noch in der Baugrube statt (L-IZ berichtete). Inzwischen ragt bereits gut die Hälfte der insgesamt 138 Stahlbetonstützen aus den Fundamenten. Allein für die Bodenplatte im Kellergeschoss der künftigen Werkstatt wurden gut 1000 Kubikmeter Beton in die neue Form gegossen.

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    Für die Grundwärmeversorgung der Hauptwerkstatt setzen die LVB ganz nachhaltig auf Geothermie. Unterhalb der Halle wurden bereits 16 Erdwärmesonden verortet. Die 32 übrigen Sonden finden ihren Platz unter dem aktuellen „Bohrfeld“ hinter der Halle. Zugleich wird auf dem Gelände eine separate Energiezentrale für den Bahnstrom nebst einer Heizzentrale mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) errichtet.

    Unter die Erde kommt auch der Stauraumkanal für das Niederschlagswasser. Der wird 370 Meter lang und besteht aus je sechs Meter langen und sechs Tonnen schweren Segmenten mit einem Innendurchmesser von drei Metern. Zur Wasserrückhaltefähigkeit des Geländes wird auch das begrünte Dach der Hauptwerkstatt beitragen.

    Auch für Bauphase zwei hoffen die LVB auf Fördermittel vom Land. Der Fördermittelantrag ist im Wesentlichen fertig. „Die Signale sind nicht negativ, wir sind in Abstimmungen mit dem Ministerium“, gibt sich Roland Juhrs schon mal vorsichtig optimistisch, was die Entscheidung des Dresdner Wirtschaftsministeriums betrifft.

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