Autofahren in Sachsen ist billiger geworden, Wohnen und Essen dafür teurer

Ist eine Jahresteuerung noch eine Teuerung, wenn ein Minus davor steht? Oder eigentlich eine Verbilligung? - Auch die Statistiker in der Bundesrepublik haben so ihre Schwierigkeiten mit Preisentwicklungen, die nicht der wie ein Mantra verkündeten Wunschinflation um die 2 Prozent entsprechen. Am Donnerstag vermeldeten Sachsens Statistiker nun: "Erstmals seit Oktober 2009 (-0,1 Prozent) ergibt sich aller Voraussicht nach im Januar keine Verteuerung des repräsentativ zusammengestellten Warenkorbes in Sachsen."

Drüber schrieben sie: „Jahresteuerung sinkt auf -0,3 Prozent“. Ist natürlich falsch. Nicht nur das mit der Teuerung. Es liegt am so genannten Warenkorb, in dem Vieles steckt, was sich viele Sachsen gar nicht leisten können. Wer besitzt schon ein Eigenheim und bestellt einmal im Jahr den Öltankwagen? Wer fliegt aller Nase lang mit dem Flugzeug in die Welt? Und was kommt von den niedrigen Spritpreisen in all den Haushalten an, die gar kein Auto besitzen?

Das ist die Schattenseite des verwendeten Warenkorbes: Er bildet die immer weiter auseinander driftenden Lebenskosten für gut Verdienende und für die üblichen Normalhaushalte nicht mehr ab, wie sie in Sachsen eher die Norm sind.

Tatsächlich wird die Diskrepanz in einer schönen Grafik deutlich, die die Statistiker aus Kamenz zu ihrer Meldung diesmal dazu gepackt haben: drei Kurven in einer Grafik, Die eine – die dunkelgrüne – ist die Kurve mit dem rasanten Preisverfall bei Kraftstoffen, die graue zeigt die leichte Normalisierung bei Haushaltsenergie (auch Strom wurde ja wieder etwas billiger), die orange Kurve aber zeigt, was viele Sachsen mittlerweile zu recht in Unruhe versetzt: Die Preise für Nahrungsmittel kennen seit Jahren nur noch eine Richtung: nach oben.

Da geht zwar das eine Sortiment preislich wieder in den Keller, weil die großen Einzelhändler mal wieder eine neue Preisfechterei ausgerufen haben – das betrifft im Januar zum Beispiel Milchprodukte wie Butter und Milch, die die Einzelhändler 2014 erst verteuert hatten. Milch wurde jetzt wieder 9,3 Prozent billiger, Butter um 19,5 Prozent. Auch Zucker wurde um 19 Prozent billiger genauso wie Kartoffeln, die jetzt 34 Prozent preiswerter zu haben sind als vor einem Jahr. Dafür haben sich andere Produkte aus dem Nahrungsmittelangebot verteuert, weil die Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt gestiegen sind: „Bohnenkaffee“ um 26,3 Prozent und  „Schokolade“ um 6,2 Prozent. Alles im Jahresvergleich.

Aber auch Fleisch und Fisch wurde gegenüber Dezember teurer, Gemüse sogar um 12,5 Prozent.

Das simple Ergebnis – so kann man es auch der Tabelle aus dem Statistischen Landesamt entnehmen: Billiger wurde der Warenkorb insgesamt eigentlich nur für Kraftfahrer. Wenn man die gesunkenen Kraftstoffpreise und auch die für Heizöl herausrechnet aus dem Warenkorb, steht kein Minus mehr vorn, sondern eine ganz gewöhnliche Inflationsrate von 0,8 Prozent.

Haushalte, die über kein Auto verfügen, partizipieren an den Preisschlachten um Energie zumindest noch übers Wohnen. Was zumindest auch noch einmal deutlich macht, wie sehr die bislang stabilen Mieten in Sachsen dafür sorgen, dass der Warenkorb sich nicht drastisch verteuert. Die Frage ist freilich: Wie lange noch? Denn gebaut wird in den wachsenden Großstädten Dresden und Leipzig fast nur im oberen Preis- und Mietsegment. Und tatsächlich steigen die Mietkosten in Sachsen. Und nur der hohe Preisnachlass bei Heizöl sorgt dafür, dass insgesamt eine -1,1 bei Wohnkosten steht.

Davon haben die normalen Mieter in Sachsens Städten gar nichts. Für sie wird Wohnen allmählich teurer – auch über die steigenden Nebenkosten.

Mit den Worten des Landesamtes für Statistik: „Im monatlich größten Ausgabeposten – der Wohnung – bleiben ‚Nettomieten‘ (0,8 Prozent) über das Jahr gesehen relativ konstant. Bei den ‚Wohnungsnebenkosten‘ (0,4 Prozent) sind dagegen neue Gebührensätze für ‚Wasser‘ (0,6 Prozent), die ‚Müllabfuhr‘ (-0,9 Prozent), ‚Straßenreinigung‘ (2,3 Prozent) und geänderte Grundsteuerhebesätze (1,8 Prozent) zu berücksichtigen.“

Da fragt sich natürlich der Leipziger: Aber bei uns gab es doch keine Anhebungen in diesen Bereichen? – Es ist, wie so oft, die simple demografische Entwicklung, die sich hier niederschlägt. Denn vor allem in den Landkreisen steigen die Kosten für die vorgehaltenen Infrastrukturen, während die Einwohnerzahlen sinken.

Da mischt sich natürlich alles im großen Warenkorb. Auch die Tatsache, dass nach Weihnachten die Preise für Bekleidung und Schuhe wieder in den Keller rauschten – überall kleben ja die „Sale“-Schilder, mit denen der Konsument in Sachsen Englisch lernen soll.

Tatsächlich aber sind übers Jahr auch die Preise für Bekleidung (2,9 %) und Schuhe (1,5 %) weiter gestiegen. Für Bildung übrigens auch (2,0 %). Und auch für Dienstleistungen, was zu erwarten war: plus 1,2 Prozent.

Der Faktor in der Preiserhebung im Januar macht jetzt auch deutlich, wie der Mindestlohn sich in einigen Produkten schon abbildet. Wenn Arbeit halbwegs ordentlich bezahlt werden soll, muss sich das in der Preisgestaltung widerspiegeln. Und in vier Bereichen wird es schon sichtbar: „Teuerungen zwischen 3 und 4,5 Prozent zeigen Brot und Backwaren. Des Weiteren beeinflusst die Einführung des Mindestlohnes die Preisgestaltung für ‚Taxidienste‘ (9,1 Prozent), ‚Friseurleistungen‘ (7,0 Prozent) sowie in ‚Gaststätten und Kantinen‘ (2,7 Prozent).“

MindestlohnMietpreiseWohnungspolitik
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