Verbraucherzentrale hilft bei Beratung zum richtigen Hitzeschutz

Wer hat, der hat. Und wer nicht hat, der brät bei lebendigem Leibe. So ungefähr könnte man die Tipps zusammenfassen, die die Verbraucherzentrale Sachsen zum Kühlen der Wohnung benennt. Denn eines steht fest: Wenn die Hauseigentümer die entsprechenden Infrastrukturen nicht eingebaut haben, hilft alles Kühlen nicht - die Bude wird zum Backofen.
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Wenn die Wohnung im Sommer erst einmal richtig aufgeheizt ist und die Temperaturen auch nachts nicht auf ein erträgliches Niveau sinken, kann die Hitze schnell erheblichen Stress für den Organismus bedeuten. Das lässt sich jedoch mit intelligentem Hitzeschutz einfach und kostengünstig verhindern, verkündet die Verbraucherzentrale Sachsen. Es ist ja nicht so, dass niemand weiß, wie man die Hitzebelastung in Gebäuden durch ein paar bauliche Verkehrungen senken kann.

Dumm nur, dass die simpelsten Regeln in vielen Gebäuden einfach nicht eingehalten wurden.

Annegret Winde, Energieberaterin der Verbraucherzentrale, erläutert das Prinzip: „Die Abkühlung einer einmal aufgeheizten Wohnung ist mühsam und teuer. Das Geheimnis ist deshalb, die Hitze gar nicht erst herein zu lassen.“ Das wäre das Prinzip Klimaanlage, das auch in der Umfrage zum Klimawandel nur ein Viertel der Leipziger befürwortet hat.

Tipps, wie man die Wohnung auch an heißen Tagen angenehm kühl hält:

– An sehr heißen Tagen nur in den kühleren Morgenstunden oder spät abends ausgiebig lüften, wenn ein frischer Wind weht. Tagsüber bleiben Fenster und Türen geschlossen.

– Die Aufwärmung der Räume über die Sonneneinstrahlung durchs Fenster wird am besten durch einen außenliegenden Hitzeschutz verhindert. Die Empfehlung lautet daher, außen angebrachte Jalousien, Roll- und Klappläden zu schließen oder Markisen einzusetzen und bei innen montierten Jalousien auf eine helle oder mit Metall beschichtete Außenfläche zu achten.

– Für dauerbestrahlte Südfenster wenn möglich spezielles Sonnenschutzglas wählen. Einen ähnlichen Schutz bieten – meist getönte – Reflexionsfolien, die nachträglich von innen auf Glasflächen aufgebracht werden. Sie sind allerdings nur begrenzt haltbar.

– Insbesondere bei Wohnungen im Dachgeschoss ist eine luftdichte Gebäudehülle wichtig. Im Sommer heizt sich die Luft unter den Dachziegeln schnell bis zu 80 °C auf und sollte dann keinesfalls in die Wohnräume gelangen.

– Wem trotz dieser Maßnahmen immer noch zu heiß ist, der sollte über eine fachgerechte Dämmung des Hauses nachdenken.

Annegret Winde erklärt: „Eine wirksame Dämmung hilft gleich doppelt – im Sommer hält sie die Hitze draußen, im Winter die Wärme im Haus.“

Vieles von dem werden eine Menge Leipziger an ihrem Wohnhaus vermissen. Da gibt es noch richtig nachzuholen in den nächsten Jahren. Denn mit derart vielen heißen Tagen wie in diesem Sommer wird die Stadt künftig häufiger zu kämpfen haben.

Gab es Anfang des letzten Jahrhunderts in der Regel mal drei, vier Tage mit Temperaturen über 30 Grad im Jahr, waren es zu Beginn dieses Jahrhunderts schon elf.

Das Jahr 2015 ist dabei auf dem Weg zu einem Rekord. Denn bis zum Donnerstag wurden schon 18 Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius gezählt.

Aber Hausbesitzer sind gut beraten, sich jetzt wirklich beraten zu lassen und ihre Häuser mit dem notwendigen Hitzeschutz auszustatten.

Bei allen Fragen zu baulichem Hitzeschutz und dem effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Hitzebelastung
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