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LVB rechnen mit großen Herausforderungen durch Altersabgänge in den nächsten Jahren

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    Wer fragt bekommt Antworten. Die LVB haben uns nun zugearbeitet, warum es derzeit so wahrnehmbare Personalprobleme gibt. Und auch die korrekten Zahlen: Nicht nur 461 Männer und Frauen sind für das Unternehmen am Steuer, sondern 1.150, der Großteil bei den LVB-Tochterunternehmen LeoBus und LSVB. Da sehen 32 nicht besetzte Stellen schon ein bisschen anders aus – und trotzdem macht sich das im Fahrbetrieb bemerkbar.

    Und wie erklären sich die LVB den spürbaren Mangel?

    „Das stetige Wachstum Leipzigs und der deutschlandweite Personalmangel in allen Bereichen stellen auch die Verkehrsbetriebe vor neue Herausforderungen“, formuliert es Marc Backhaus, der Pressesprecher der LVB. „Durch die zahlreichen Großveranstaltungen, wie Konzerte und Fußball, sowie die zahlreichen Zusatzleistungen durch Baustellen besteht, neben der üblichen Linienleistung, ein erhöhter Personalbedarf, der sich aufgrund der zukünftig steigenden Zahlen bei den altersbedingten Rentenabgängen weiter erhöht. Aufgrund des sich gut entwickelnden Arbeitsmarktes und der hohen Nachfrage nach Fachkräften kommt es jedoch aktuell, wie in vielen Branchen in Deutschland, in der Personalsuche zu Engpässen.“

    Und schon seit geraumer Weile versuche man gegenzusteuern und neue Leute für den Führerstand zu gewinnen, betont Michael Halberstadt, Arbeitsdirektor der LVB.

    „Die LVB ziehen aktuell alle Register, um die angespannte Personalsituation zu entschärfen. Dazu gehören unter anderem neben der verstärkten Personalsuche im weiteren Umland auch die Zusammenarbeit mit externen Vermittlern von Arbeitskräften, gesundheitsfördernde Maßnahmen für bestehende Mitarbeiter sowie die Personalausleihe bei anderen Verkehrsunternehmen in Europa“, sagt er. „Der Blick über den Tellerrand zeigt jedoch, dass alle Unternehmen der Branche derzeit aufgrund der wachsenden Bedeutung der Mobilitätsdienstleistungen mit personellen Engpässen zu kämpfen haben.“

    Aber wie ordnet sich dann die Angebotsverknappung auf Linie 10 ein?

    Marc Backhaus: „Um die Situation insgesamt zu entspannen und ad-hoc-Ausfälle auf den Linien zu vermeiden, haben sich die LVB entschlossen, die Straßenbahnlinie 10 ab 13. August weiterhin nach Ferienfahrplan fahren zu lassen. Mit dieser Maßnahme halten wir die Auswirkungen auf unsere Kunden gering, weil die Linie 10 auf den fahrgaststärksten Abschnitten im Parallelverkehr zu den Linien 11 und 16 verkehrt und somit das dortige Fahrtenangebot nur von 12 auf 9 Fahrten pro Stunde und Richtung reduziert wird.“

    Wie groß ist also derzeit die Personallücke?

    Vakant sind derzeit 32 von 1.150 Stellen. Und in den nächsten Jahren wird der Bedarf an neuen Leuten noch deutlich wachsen. Denn, so Marc Backhaus: „Aufgrund unserer Altersstruktur werden ab 2021 die Übergänge in den wohlverdienten Ruhestand deutlich zunehmen. So werden wir bis zum Jahr 2030 Rekrutierungen im Umfang unserer bestehenden Beschäftigtenzahl vornehmen. Auf diese Entwicklung bereiten wir uns frühzeitig und systematisch vor, beispielsweise indem wir die Ausbildungskapazitäten unserer eigenen Fahrschule deutlich aufstocken.

    Mit Blick auf die Herausforderungen gehen wir auch bei der Personalsuche neue Wege. Mit einem Rekrutierungstag am 14. August 2018 auf dem Augustusplatz und am 25. August in der Angerbrücke wollen die Verkehrsbetriebe den verantwortungsvollen Beruf eines Fahrers interessierten Leipzigern vorstellen und somit neue Bewerber gewinnen.“

    Grund genug für Michael Halberstadt, für eine Bewerbung bei den LVB zu werben.

    „Als Mobilitätsdienstleister bieten die Leipziger Verkehrsbetriebe eine hohe eigenverantwortliche Arbeitsweise in einem stabilen Umfeld für Frauen und Männer gleichermaßen. Als kommunales Unternehmen bieten die Verkehrsbetriebe ihren Mitarbeitern nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz mit Zukunft, sondern auch die Möglichkeit als Fahrer Mobilität in Leipzig und den alltäglichen Wandel und das Wachstum ihrer Heimatstadt hautnah mitzuerleben“, so Michael Halberstadt.

    Der große Rahmen aber bleibt. Die personelle Herausforderung ergebe sich aus der deutschlandweit allgemein veränderten Arbeitsmarktsituation: Beschäftigte werden in allen Branchen gesucht. In Leipzig wird dies durch die positive wirtschaftliche Entwicklung noch verstärkt.

    Auch die ÖPNV-Branche ist davon betroffen, betont Halberstadt. Gut ausgebildete Busfahrer werden überall gesucht. „Jetzt geht es darum, Menschen noch stärker für den Fahrerberuf zu begeistern. Bei der Bewältigung der Rekrutierungsherausforderungen hilft der LVB die Tatsache, dass sie über eine eigene große Fahrschule verfügt und damit vielen Quereinsteigern eine Ausbildung zum Bus- und Straßenbahnfahrer ermöglichen kann.“

    Haben die LVB tatsächlich den Zeitpunkt für die Personalrekrutierung verpasst?

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