Altersabgänge, wachsendes Angebot und Abschaffung der Wehrpflicht

Haben die LVB tatsächlich den Zeitpunkt für die Personalrekrutierung verpasst?

Für alle LeserAm 8. August haben wir an dieser Stelle über den akuten Fahrermangel bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) berichtet. Als erste direkte Folge wird ja die Linie 10 ab heute, zu Schuljahresbeginn, weiter im Ferienmodus fahren. Und erstmals gibt es am 14. und 25. August zwei Fahrer-Rekrutierungstage der LVB. Für Menschen, die wirklich „gern was bewegen wollen“, tatsächlich ein ernst gemeintes Angebot, wie uns LVB-Pressesprecher Marc Backhaus bestätigt.

Und der Eindruck, dass sich die Verkehrsbetriebe nicht genügend um neues Personal bemühten, trüge. Seit zwei Jahren werde auf allen möglichen Kanälen geworben. Aber gegen eines könnten sich auch die Verkehrsbetriebe nicht wehren: Dass der Arbeitsmarkt wie leergefegt ist.

„Das geht nicht nur den LVB so“, sagt Backhaus. „Dieses Problem haben alle ÖPNV-Anbieter deutschlandweit.“

Deswegen soll es demnächst auch eine gemeinsame Kampagne der Nahverkehrsunternehmen geben, die sich gemeinsam um die Gewinnung von Fahrerinnen und Fahrern für den ÖPNV bemühen wollen. Dahinter steckt ja noch mehr, was ja auch wieder Leipzig betrifft: Kein Verkehrssegment wächst (mal vom Radverkehr abgesehen) so stark wie der ÖPNV. 2017 verzeichnete der Nahverkehr deutschlandweit neue Rekorde. Und Städte wie Frankfurt investieren aus guten Gründen massiv in den Ausbau der U-Bahn.

Denn das Wirtschaftswachstum konzentriert sich überall in Deutschland auf die großen Städte. Und Städte wie München oder Stuttgart versinken längst im Stau. Das Auto ist nicht mehr die Lösung für die Verkehrsprobleme der Zukunft. Und gerade junge Leute nutzen lieber den ÖPNV. Was die Kommunen natürlich dazu zwingt, das ÖPNV-Angebot auszubauen.

Was in Leipzig zwar noch nicht mit neuen Linien passiert ist – dafür mit einer deutlichen Taktverdichtung am Wochenende und in den Tagesrandzeiten. Auch dafür braucht man mehr Fahrpersonal. Denn für eine Taktverdichtung sind natürlich mehr Bahnen unterwegs.

Mal den Verband der Verkehrsunternehmen VDV zitiert: „Dennoch: Die Fahrgeldeinnahmen gehen wieder direkt in den Betrieb. Die Verkehrsunternehmen benötigen immer mehr Personal und mehr Fahrzeuge, um die wachsende Nachfrage bewältigen zu können. Außerdem steigen durch die Mehrleistungen die Instandhaltungskosten der alternden Fahrzeugflotten und technischen Anlagen überproportional an. Das führt dazu, dass der Gesamtaufwand der deutschen ÖPNV-Unternehmen durch Angebotserweiterungen, durch Lohnsteigerungen und durch höhere Instandhaltungskosten inzwischen jährlich um fast 4 % steigt.“

Logisch, dass die LVB ihre Finanzsituation im Geschäftsbericht Jahr für Jahr als angespannt bezeichnen.

Aber die Frage stand natürlich am 8. August: Kümmert sich das kommunale Unternehmen tatsächlich zu wenig um die Fachkräftegewinnung? Ist der Fahrermangel also hausgemacht?

„Dass die LVB wegen Personalmangel das Linienangebot reduzieren muss, ist sehr erschreckend. Wenn die LVB selbst die Auswirkungen relativiert und als gering einstuft, klingt es leider auch nicht danach, als ob der Ernst der Lage erkannt sei. Die ausfallenden Bahnen der Linie 10 fehlen ja nicht nur in der Taktung, sondern auch mit ihrer Kapazität. Die anderen Bahnen werden also ebenso voller. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Leipziger*innen, die auf die Straßenbahn angewiesen sind“, erklärte am 10. August, nachdem auch die anderen Medien das Thema aufgriffen, Norman Volger, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Leipziger Stadtrat.

„Es ist auch unverständlich, warum es erst so weit kommen muss, damit mit Rekrutierungstagen reagiert wird. Als einziges Unternehmen der L-Gruppe haben die LVB aufgrund von starkem Druck der Arbeitnehmerseite einen eigenen Arbeitsdirektor mit Herrn Halberstadt als dritten Geschäftsführer. Für was der gut ist, kann man sich schon fragen. Herr Halberstadt muss jetzt liefern, denn es wäre fatal, wenn die LVB sich ihr Wachstum selbst beschneidet.“

Um welche Größenordnung geht es eigentlich?

Wenn wir die Zahl richtig im Kopf haben, geht es um 32 Arbeitsplätze für Fahrerinnen und Fahrer, die derzeit nicht besetzt sind.

Die Zahl muss man ins Verhältnis setzen. Offiziell hatten die LVB im vergangenen Jahr 461 Fahrerinnen und Fahrer unter Vertrag. Was schon ein Problem war, denn das waren 17 weniger als ein Jahr zuvor. Die zentrale Begründung: die Altersabgänge. Die Fahrer und Fahrerinnen blieben zwar, so Backhaus, in der Regel bis zum Ende ihres Berufslebens bei den LVB, aber mittlerweile ist ein Teil des Fahrpersonals eben auch im fortgeschrittenen Alter. Die Altersabgänge übertreffen die Neueinstellungen.

Und dazu kommt: Ein Teil des Fahrpersonals wird ja auch manchmal krank. 8,9 Prozent ist die Zahl, die der Geschäftsbericht für 2017 angibt. Das ist – im Vergleich mit dem Nahverkehr in ganz Deutschland – recht gut, denn dort sind im Schnitt 9,4 Prozent des Personals krankheitsbedingt nicht im Einsatz. Was ja – gerade bei Grippewellen – dann überall dazu führt, dass Bahnen aus dem Fahrplan genommen werden.

Um den Krankenstand zu senken, würden die LVB ihr Fahrpersonal auch gesundheitlich sehr intensiv begleiten. „Das bekommt man nicht in jedem Unternehmen“, sagt Backhaus. Und er betont, dass das Gehalt vielleicht nicht unbedingt der Grund dafür ist, dass zu wenige Menschen anheuern. Denn andererseits seien die Jobs nun einmal sicher, die Verträge unbefristet. „Auch das ist eigentlich ein Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.“

Ein möglicher Grund dafür, dass weniger Bewerber anheuern, könnte auch am Wegfall der Wehrpflicht liegen. Da staunt man erst einmal. Denn was hat die Bundeswehr mit den LVB zu tun?

Aber augenscheinlich spielte es bis zur Abschaffung der Wehrpflicht im Jahr 2011 eine wesentliche Rolle, dass viele junge Leute die Zeit beim Bund dafür nutzten, ihren Lkw-Führerschein zu machen. Sie hatten also die wichtigste Grundlage für eine Bewerbung bei einem Nahverkehrsunternehmen schon in der Tasche und wurden von den LVB mit Kusshand genommen.

„Dass die Wehrpflicht entfallen ist, haben wir bei den Bewerberzahlen schon gespürt“, sagt Backhaus.

Aber das Problem ist erkannt. Und es wird in den nächsten Jahren eine immer größere Rolle spielen. Denn wenn mittlerweile (fast) alle Unternehmen in Leipzig ein aufklaffendes Personalproblem haben, wird der Kampf um den Nachwuchs natürlich schärfer. Und mit den beiden Rekrutierungstagen wird die Personalkampagne der LVB nicht enden. Das ist jetzt schon sicher.

Erstmals zwingt Fahrermangel die LVB zu eingeschränktem Fahrbetrieb auf Linie 10

PersonalmangelLVB
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Das Schauspielhaus soll in den nächsten drei Jahren für 1,8 Millionen Euro energetisch saniert werden
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer sparen will, braucht einen langen Atem. Aber es lohnt sich. So wie beim Schauspielhaus, wo jetzt sowieso die nächsten Schritte bei der Sanierung der Außenhülle anstehen. Das will das Schauspiel auch gleich mit einer energetischen Dämmung der Gebäudehülle verbinden, um den Energieaufwand für das Haus deutlich zu senken. Ein Bündel von Maßnahmen im Umfang von 1,789 Millionen Euro soll dazu bis 2022 umgesetzt werden. Und die Außenbeleuchtung soll auch endlich sparsamer werden.
OBM soll sich in Dresden um eine Verlängerung der Kappungsgrenzen-Verordnung bemühen
Für kleine Einkommen ist der Leipziger Wohnungsmarkt längst eng geworden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Leipziger Wohnungsmarkt ist eng geworden. Gerade in innerstädtischen Quartieren ist das schon deutlich zu spüren. Umso besorgter waren die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen im März, dass die Kappungsgrenzen-Verordnung 2020 ohne Nachfolgeregelung ausläuft. Deshalb beantragten sie, der OBM möge sich in Dresden darum bemühen, dass es eine Anschlussregelung gibt.
Leipzig soll noch im Sommer Mitglied der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs werden
Radfahrer im südlichen Auenwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 7. März gründete sich in Bautzen die Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs (Rad.SN). Gründungsstädte waren Bautzen, Borna, Meißen, Niesky, Pirna, Radeberg, Radebeul und Zittau. Und auch die Stadt Leipzig wird der Arbeitsgemeinschaft beitreten. Die Vorlage für den Beitrittsbeschluss hat das Planungsdezernat jetzt eingebracht.
Leipzigs Wirtschaftsdezernat sieht noch lange kein Überangebot an Hotelbetten in der Stadt
Das künftige Hotelgebäude am Burgplatz. Foto: Petersbogen Burgplatz GmbH

Foto: Petersbogen Burgplatz GmbH

Für alle LeserEs wird gebaut und gebaut und gebaut. Immer mehr Hotels entstehen in Leipzig. Und einige alteingesessene Hoteliers stöhnen schon, weil sie befürchten, dass es viel zu viel werden könnte. Ein Thema, das Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann aufgriff und jetzt von Leipzigs Stadtverwaltung wissen wollte, wo denn nun die Grenzen dieses Wachstums sind. Und warum stattdessen keine Wohnungen gebaut werden.
Club Convention vom 23.-26. Mai – Festival der Theaterspielclubs am Schauspiel Leipzig
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Vom 23. bis 26.5. findet mit der Club Convention wieder das Festival der Theaterspielclubs am Schauspiel Leipzig statt. Auf den Bühnen stehen neben dem Seniorenspielclub „Die Spielfreudigen“ auch der Club „ü31“ und die beiden Theaterjugendclubs „#noname“ und „Sorry, eh!“. Sie alle zeigen die Neuinszenierungen, die sie unter Anleitung von Schauspielern und Theaterpädagoginnen des Hauses für das Festival erarbeitet haben. Nachgespräche und eine Festivalparty runden das Programm der Club Convention ab.
1.300 Kilometer Elbeabenteuer mit Karten, Adressen, Quartieren und Reparaturwerkstätten
Oliver Pape am vierten Tag seiner Tour von Dessau bis zur tschechischen Grenze auf dem Elberadweg. Hier radelt der Berliner gerade durch das Städtchen Königstein in der Sächsischen Schweiz – im Hintergrund die berühmte Bergfestung. Foto: Hartmut Landgraf

Foto: Hartmut Landgraf

Für alle LeserDer Elberadweg ist – was das Prestige sächsischer Radwege betrifft – natürlich unschlagbar. Wer mit dem Rad hingelangen will, kann von Leipzig aus drei verschiedene Routen nutzen – den Radweg Leipzig-Berlin über Wittenberg, die Kohle-Dampf-Licht-Route ebenfalls über Wittenberg oder – mit Anschluss über den Partheradweg – zum Mulderadweg über Dessau. Und wie es dort an der Elbe weitergeht, zeigt jetzt das neue Handbuch zum Elberadweg.
Gastkommentar von Christian Wolff: Wen wundert’s noch + Neuwahlankündigung in Österreich
Straches Sturz am heutigen 18. Mai 2019 - Ein Rückschlag für Europas Rechtsradikale nur eine Woche vor der EU-Wahl. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass Menschen, die Führungspositionen in der Gesellschaft einnehmen, sich verfehlen, ist leider nichts Neues. Es kommt in allen gesellschaftlichen Bereichen vor: Wirtschaft, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Verbände. Niemand ist davor gefeit. Denn es gehört zum menschlichen Wesen, dass er den Erwartungen nicht gerecht wird, die in ihn gesetzt werden und dass er sich nicht an Grundrechte und Grundwerte hält, die ein friedliches Zusammenleben ermöglichen. Darum sind Transparenz, Öffentlichkeit, demokratische Strukturen, politische Bildung und streitiger Diskurs in allen Bereichen und auf allen Ebenen so wichtig.
Live-Video: Townhall mit Habeck und Cavazzini in Leipzig
Anna Cavazzini – die Chemnitzerin ist bei den Grünen auf Listenplatz 7 und dürfte so als Ostdeutsche am 26. Mai 2019 den Sprung ins neue Europaparlament schaffen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoLeipzig ist mehr und mehr auch bei der Europawahl eine Stadt der hohen Politikerbesuche geworden. SPD-Spitzenkandidatin Katharina Barley warb erst am 15. Mai 2019 mit ihrer Europa-Tour auf dem Leipziger Wagner-Platz für ein starkes und geeintes Europa und nun folgt am heutigen Samstagabend erneut Robert Habeck. Im Kupfersaal starten die Grünen die „Townhall“-Veranstaltung, ein Format für direkte Wählerfragen an ihn und ihre aussichtsreiche Chemnitzer Europakandidatin Anna Cavazzini. Wer nicht vor Ort dabei ist, kann hier die Veranstaltung im Livestream verfolgen oder anschließend das Video anschauen.
Stadträte fragen, Verwaltung antwortet: Jobcenter, Kohleausstieg und Nahverkehrsplan + Video
Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoDie Stadtverwaltung hat am Mittwoch, den 15. Mai, auf mehrere Anfragen der Stadträte geantwortet. Aus den Antworten geht unter anderem hervor, dass das Jobcenter zu Umzügen von Bedarfsgemeinschaften keine Statistik erfasst, dass der Stadtrat künftig in die Erarbeitung von Vorschlägen für die Finanzierung des Kohleausstiegs einbezogen werden soll und dass der Stadtrat in Kürze die zweite Fortschreibung des Nahverkehrsplans erhalten soll.
Stell dir vor: Wie sich unsere Einstellungen allein durch die Kraft der Vorstellung verändern
Stellt sich Roland Benoit seine Tochter im Aufzug vor, wird im Gehirn sowohl ihre Repräsentation als auch die des Aufzugs aktiv. Wenn beide verknüpft werden, überträgt sich der positive Wert der Person auf den vorher neutralen Ort. Foto: MPI CBS

Foto: MPI CBS

Für alle LeserDie meisten Menschen wissen es nicht. Sie fallen auf Werbebotschaften herein oder laufen wilden politischen Hasardeuren hinterher. Und das bloß, weil ihre Phantasie angefixt wurde, weil ihnen die die Botschaft der Verführer präsentiert wurde wie eine herrliche Erinnerung. Sie rührt ans Herz, an unsere besten Gefühle. Wie das funktioniert, zeigen jetzt Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften. Unser Gehirn ist nämlich verführbar.
Am 26. Juni in der Moritzbastei: Fjarill – Schwedischer Folk und mystische Eigenkompositionen
Fjarill. Quelle: Moritzbastei

Quelle: Moritzbastei

„Das Licht ist blau und mystisch, denn auch wenn die Sonne gegen Mitternacht untergeht, wird es nie richtig dunkel. Die Luft ist klar und frisch, es duftet nach Moos, nach Wald und nach Blumen... Butterblumen und wilde Wiesenblumen.“ So beschreibt die Schwedin Aino Löwenmark ihre Heimat Darlarna, Schwedens kulturelles Zentrum.
TV-Aufzeichnung vom 3. – 6. Juni im Neuen Schauspiel: Olafs Klub
Foto: Amac Garbe/Neues Schauspiel Leipzig

Foto: Amac Garbe/Neues Schauspiel Leipzig

Das „Neue Schauspiel Leipzig“ begrüßt den Godfather of sächsisch Comedy, Olaf Schubert! Und der grüßt fröhlich zurück – mit seiner neuen Mixed-Show: „Olafs Klub“. Getreu dem Motto: „Humorscharen aller Bundesländer vereinigt euch“ zeigen in jeder Folge 5 handverlesene Comedians, was in ihnen steckt.
Leipzig muss Schulen für 21.000 Schüler mehr bauen oder erweitern
Schulsanierung am Standort Opferweg in Wahren. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein Riesenpaket, das Leipzig da stemmen muss. Und es ist der Hautgrund, warum Leipzig in den nächsten zwei Jahren so viele Kredite aufnehmen will, dass die Landesdirektion regelrecht erschrocken war. Leipzig habe doch gar nicht genug Eigenmittel erwirtschaftet? Aber Schulenbauen ist nun einmal Pflichtaufgabe, wenn in einer Stadt wie Leipzig die Schülerzahlen so deutlich steigen. Am Freitag, 17. Mai, informierte das Amt für Jugend, Familie und Bildung über den neuen Schulentwicklungsplan.
Burkhard Jung erklärt seine Bereitschaft für eine dritte OBM-Kandidatur
Fragestunde an den OBM: Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAugenscheinlich haben ihn die jüngeren Beschlüsse des Leipziger Stadtrats ermutigt, doch wieder Lust an der Politik zu finden. Denn danach sah es ja nicht mehr aus, als Oberbürgermeister Burkhard Jung sich vor einem Jahr um den Job des ostdeutschen Sparkassenpräsidenten bewarb. Doch nun macht er gleich zwei Mal deutlich, dass er sich noch ein paar Jahre als OBM der Stadt Leipzig vorstellen kann.
Ökolöwe mahnt: Das darf jetzt kein Verhinderungskonzept werden
Aktion des Ökolöwen im Neuen Rathaus. Foto: Ökolöwe

Foto: Ökolöwe

Für alle LeserAm Mittwoch, 15. Mai, beschloss der Stadtrat, dass die Verwaltung bis 2020 ein Konzept vorlegen soll, ob und wie Leipzig in den nächsten Jahren das 365-Euro-Jahresticket bei den LVB einführen könnte. Den Antrag gestellt hatten SPD- und Linksfraktion. Auch die Grünen stimmten zu. Und wer genau hinsah, sah auch die „Ja“-Stimme von OBM Burkhard Jung. Und der Ökolöwe setzte gleich nach der Entscheidung noch einen drauf.