Keine Leute, keine Leute: Der Fachkräftemangel macht gleich mehreren Branchen in Leipzig zu schaffen

Für alle LeserWir leben mal wieder in einer Zeit, in der alle in die Glaskugel schauen: Was braut sich da am Konjunkturhimmel zusammen? Kommt die nächste Krise, ausgelöst durch die Zollpolitik des US-Präsidenten? Spielt China die entscheidende Rolle? Und wie schlägt das auf die Regionen durch, Leipzig zum Beispiel? Die Weltwirtschaftslage, so stellt die IHK jetzt fest, spielt für Leipzig erst einmal nicht die entscheidende Rolle.
Anzeige

Nachdem zuvor die drei sächsischen IHKs schon die Ergebnisse der Konjunkturbefragung für ganz Sachsen veröffentlicht haben, hat am Donnerstag, 21. Februar, die IHK zu Leipzig die speziellen Befragungsergebnisse zu Leipzig vorgelegt.

So aufs Knappe zusammengefasst lauten sie: „Die Unternehmen im IHK-Bezirk Leipzig sind trotz steigender Kosten und einer Vielzahl an geschäftlichen Risiken mit ihrer Geschäftslage nach wie vor sehr zufrieden. Die Geschäftsaussichten gehen jedoch weiter zurück. Demzufolge sinkt der IHK-Geschäftsklima-Index im Vergleich zur Herbstumfrage 2018 um weitere zwei auf nunmehr 132 Punkte. Zu diesen Ergebnissen kommt die Konjunkturbefragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig zum Jahresbeginn 2019, an der sich 600 Unternehmen aller Branchen und Größenklassen mit insgesamt mehr als 39.000 Beschäftigten beteiligt haben.“

Aber – das muss hier schon eingefügt werden – es sind drei Branchen, die fast allein für diesen Rückgang verantwortlich sind. Und die Industrie gehört nicht dazu.

„Was sich zuletzt andeutete, scheint sich nun zu bestätigen: Das Wachstumstempo der regionalen Wirtschaft lässt nach“, meint Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig. „Zwar ist die Geschäftslage aktuell immer noch sehr gut, ihre Geschäftsaussichten beurteilen die Unternehmen aber deutlich zurückhaltender als noch vor einem Jahr. Neben der abflauenden Konjunktur verstärken sich weitere Geschäftsrisiken: Fachkräftemangel, steigende Kosten und überbordende Bürokratie machen immer mehr Unternehmen zu schaffen. Damit die wirtschaftliche Dynamik unserer Region nicht in Gefahr gerät, braucht es jetzt spürbare Erleichterungen statt zusätzliche Belastungen. Neben einer umfassenden Unternehmenssteuerreform muss beispielsweise auch die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Neuordnung der Grundsteuer einfach, transparent und aufkommensneutral für die Betriebe umgesetzt werden.“

Der Konjunkturklimaindex der IHK Leipzig zum Jahresauftakt. Grafik: IHK zu Leipzig

Der Konjunkturklimaindex der IHK Leipzig zum Jahresauftakt. Grafik: IHK zu Leipzig

Tatsächlich gilt für die aktuelle Lageeinschätzung: „Trotz eines insgesamt schwächeren Konjunkturverlaufs im vergangenen Jahr beurteilen die Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage weiterhin ausgesprochen positiv. Insbesondere im vierten Quartal liefen die Geschäfte branchenübergreifend gut. Die Lagebewertung steigt insgesamt sogar per Saldo um einen auf +56 Prozentpunkte, was wieder der Bestmarke vom Jahresbeginn 2018 entspricht.“

Nur bei den Erwartungen fällt die Einschätzung: „Bereits im Herbst 2018 trübten sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen ein, die aktuelle Befragung bekräftigt diesen Trend. Der Saldo der Geschäftsaussichten fällt um weitere vier auf nunmehr +12 Prozentpunkte (Jahresbeginn 2018: +21). Dennoch überwiegen optimistische Einschätzungen immer noch deutlich gegenüber pessimistischen. Auch für 2019 ist demnach mit weiterem Wirtschaftswachstum zu rechnen, wenngleich die Dynamik gegenüber den Vorjahren nachlassen dürfte.“

Aber diese Zukunftseintrübung teilen nicht alle Branchen.

Die Branchen in genauerer Betrachtung:

Überwiegend zuversichtlich beurteilen die hiesigen Industrieunternehmen nach wie vor ihre Exportaussichten. Dies betrifft vor allem Betriebe außerhalb des Automobilsektors. Der Export-Saldo klettert um weitere zwei auf +20 Prozentpunkte. Im Automobilbereich ist dagegen die Richtung aufgrund der Abgas- bzw. Dieselproblematik und der noch ausstehenden Entscheidung der US-Regierung zur Einführung hoher Importzölle auf Kraftfahrzeuge noch ungewiss.

Die Industrie ist es also nicht, die die Stimmung nach unten zieht.

Es ist ausgerechnet eine Branche, die sich vor Aufträgen nicht mehr retten kann: die Baubranche. Die IHK betont zwar, dass der Stimmungsdämpfer hier saisonal bedingt sei. Aber der Zeigerausschlag nach unten ist deftig – ohne dass wirklich eine Ursache dafür benennbar wäre. Jedenfalls nicht, was die Geschäfte betrifft. Das Problem ist ein anderes, schätzt die IHK ein: Kapazitätsgrenzen. Die Bauunternehmen haben zwar volle Auftragsbücher – aber sie finden keine Fachkräfte mehr, um das Auftragsvolumen noch zu vergrößern. Aber allein dieser Stimmungseinbruch schlug hier mit 15 Punkte Minus zu Buche.

Lage und Zukunftserwartungen im Verkehrsgewerbe. Grafik: IHK zu Leipzig

Lage und Zukunftserwartungen im Verkehrsgewerbe. Grafik: IHK zu Leipzig

Und einen Durchsacker sieht man auch noch im Dienstleistungsbereich. Die Geschäftslage ist geradezu sonnig, aber hier seien es die Arbeitskosten, die den Geschäftsführern die Stimmung verhageln, meint die IHK. Man bekommt auch in Sachsen kein Billigpersonal mehr. Und da auch die Zeitarbeit hier mit einsortiert ist, schlagen auch deren Personalprobleme durch. Das Umdenken nach 20 Jahren Niedriglohnpolitik fällt vielen Unternehmen schwer. Aber ohne angemessenen Lohn sind viele Fachkräfte nicht mehr zu bekommen – auch nicht aus Polen, Tschechien oder Spanien.

Was einen natürlich aufs Verkehrsgewerbe bringt, wo die Erwartungen ganz ähnlich in die Tiefe gestürzt sind. Und auch hier sind es nicht Umsatz und Auftragslage, die das Stimmungsbild eintrüben, betont die IHK, sondern die Sorge um Kraftstoffpreise und Mauterhöhungen. Und – auch hier: Man findet keine Fahrer mehr. Was ja nicht nur Transportunternehmen betrifft, sondern auch ÖPNV und Bahnunternehmen.

Und dasselbe Bild im Gastgewerbe, wo gerade den Hoteliers auch noch die Leipziger Gästetaxe und der massive Ausbau der Hotelkapazitäten schwer im Magen liegen. Für 2018 meldete die LTM zwar wieder einen neuen Gästerekord für Leipzig. Aber geht das immer so weiter?

Anteil der Unternehmen, die nach Personal suchen. Grafik: IHK zu Leipzig

Anteil der Unternehmen, die nach Personal suchen. Grafik: IHK zu Leipzig

Man kommt immer wieder aufs selbe Konfliktfeld – leider seit Jahren genau so zu erwarten, aber von den hiesigen Regierungen fleißig ausgesessen. Es ist ein selbst organisierter Fachkräftemangel, der eben auch elementare Daseinsvorsorge betrifft.

Denn an Aufträgen mangelt es derzeit nirgendwo. Nur werden jetzt die Leute richtig knapp. Und nur die allerwenigsten werden durch Roboter zu ersetzten sein.

Bei den Investitionen geht es übrigens genauso emsig weiter wie in den Vorjahren.

Und der Personalbedarf – bestätigt auch die IHK – ist unverändert hoch. „So planen aktuell 27 Prozent der Betriebe ihren Personalbestand auszubauen, nur 8 Prozent wollen die Mitarbeiterzahl reduzieren. Somit bestehen 2019 nach wie vor unverändert gute Beschäftigungsperspektiven in der gewerblichen Wirtschaft der Region.“

Es kann halt nur passieren, dass jene Branchen, die beim Gehalt nichts drauflegen können oder wollen, noch mehr Probleme bekommen bei der Personalfindung. Die Fachkräfte wandern da hin, wo sie mehr verdienen.

Im Gesamtbild rangiert der Fachkräftemangel trotzdem an der Spitze der benannten Geschäftsrisiken, „dicht gefolgt von den Arbeitskosten. Nach wie vor sieht jede zweite Firma (51 Prozent) die eigene Geschäftsentwicklung durch den Mangel an Fachkräften beeinträchtigt. Der Anteil der Betriebe, die offene Stellen binnen zwei Monaten nicht besetzen konnten, ist innerhalb eines Jahres um sechs Prozentpunkte auf nunmehr 46 Prozent gestiegen. Aufgrund der abflauenden Konjunktur rückt die Inlandsnachfrage wieder stärker in den Blick der Unternehmen, die im Risikoranking nunmehr Rang 3 belegt. Auch die Entwicklung der Energie-, Kraftstoff- sowie Rohstoffpreise bereitet den Unternehmen wieder zunehmend Sorgen.“

Konjunkturumfrage der sächsischen IHKs zum Jahresbeginn

IHK LeipzigKonjunkturumfrage
Print Friendly, PDF & Email
 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Morlok (FDP): Zum Kitaplatz durch die ganze Stadt hat nun ein Ende! Kitaplatztauschbörse ist gestartet

Foto: L-IZ.de

Die Fraktion Freibeuter im Leipziger Stadtrat begrüßt den von ihr initiierten Launch der Tauschbörse für Kitaplätze auf www.meinkitaplatz-leipzig.de, dem Elternportal für die Platzsuche in Kitas und Tagespflege der Stadt Leipzig. „An dem Elternportal für Kitaplätze kommen Eltern auf der Suche nach einem Betreuungsplatz in Leipzig nicht vorbei. Der ideale Treffpunkt für tauschwillige Eltern.“
„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – Jüdisches Leben in Gohlis und der äußeren Nordvorstadt
Michaeliskirche. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Noch bis zum 29. Oktober ist die Ausstellung „Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – Jüdisches Leben in Gohlis und der äußeren Nordvorstadt – in der Michaeliskirche am Nordplatz täglich von 15 bis 18 Uhr zu sehen.
Von Panik zur Ruhe: Wird ein Vertrauensverlust zum Problem in der zweiten Infektionswelle?
Die oft bemühte weltweite Corona-Diktatur hier auf einem Schild eines mehrfachen Redners bei „Bewegung Leipzig“. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDie Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung im August 2020 in Berlin können als Alarmsignal für die zweite Infektionswelle gesehen werden. Als die Protestierenden dicht gedrängt ohne Rücksicht auf die Virusverbreitung an den Reichstag klopften, kündigten sie jedoch nicht nur einen Anstieg von Corona-Erkrankungen, sondern auch von Frustration und Misstrauen an.
Leipzig als Wirtschaftsmotor, Gutverdienerstadt und Schuldenhauptstadt in Sachsen
Schuldenstand der Gemeinden in Sachsen. Karte: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Karte: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Für alle LeserMehrere Karten in der neuen Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes „Sachsen in Karten“ zeigen die Stadt Leipzig so ganz nebenbei in ihrer Funktion als Metropole. Die sie nicht ganz ausfüllt, weshalb meist der Begriff Metropole für die kleine große Stadt an der Pleiße vermieden wird. Aber sie erfüllt dennoch wichtige zentrale Aufgaben, die mit den Finanzzuweisungen in Sachsen nicht wirklich abgebildet sind.
Bürgerinitiative möchte Flughafenausbau verschieben lassen und 2021 wird eine neue Abstellfläche für bis zu vier Flugzeuge gebaut
Das Vorfeld 2 des Flughafens Leipzig Halle. Quelle: Google Maps / Screenshot: L-IZ

Quelle: Google Maps / Screenshot: L-IZ

Für alle LeserAm 17. Oktober wandte sich die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ mit einem „Antrag auf Terminverschiebung“ an die Staatsregierung. Das Schreiben machte sie auch öffentlich. Sie verwies dabei auch auf die Petition gegen den weiteren Ausbau des Frachtflughafens Leipzig/Halle. Die Petition wendet sich gegen die Pläne, den Frachtflughafen für rund 500 Millionen Euro auszubauen. Jetzt gibt es erst einmal eine kleinere Baumaßnahme, bestätigt der Flughafen.
Warum gibt es eigentlich keine öffentliche Debatte über wichtige Petitionen im Leipziger Stadtrat?
Der Stadtrat tagt im Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserPetitionen sind ein nicht unwichtiger Bestandteil unserer Demokratie. Mit ihnen können Bürger abseits der üblichen politischen Entscheidungsprozesse ihre Anliegen artikulieren – und die demokratisch gewählten Gremien müssen sich damit beschäftigen. Aber so, wie sich das derzeit eingebürgert hat, wirkt das eher wie eine Klatsche für die Petenten und die Unterstützer. Bürgerbeteiligung ist das auch in Leipzig nicht wirklich. Der Grünen-Stadtverband kritisiert das Verfahren.
Farbe für Schönefeld: Fassadengestaltung der Turnhalle der 20. Oberschule in der Bästleinstraße nimmt Gestalt an
Motiv an der Turnhalle der 20. Oberschule. Foto: Wir für Schönefeld e.V.

Foto: Wir für Schönefeld e.V.

Für alle LeserNach dem „Projekt 2017 – Fassadengestaltung Turnhalle der Astrid-Lindgren-Schule Teil1“ am „Rewe“-Markt in der Löbauer Straße war vom Schönefelder Stadtteilverein Wir für Schönefeld e. V. seit dem vergangenen Jahr die Gestaltung weiterer Fassaden dort geplant. „Leider – oder besser glücklicherweise – hat das Schulamt sich nun doch endlich entschlossen, in den nächsten Jahren aus den beiden DDR-Schulen einen neuen Schulcampus mit neuer Turnhalle zu gestalten“, freut sich Vereinsvorsitzender Stefan Lünse.
Leipzig-Gohlis: Ordnungsamt macht heute endlich eine Sicherheitsbefahrung in der Krochsiedlung
Querparker in der Krochsiedlung. Foto: Alexander John

Foto: Alexander John

Für alle LeserÄrger um die zugeparkten engen Straßen in der Krochsiedlung in Gohlis-Nord gab es schon länger. Denn dafür waren diese Straßen ursprünglich nicht gebaut. Im Gegenteil: Die Siedlung war sogar so gebaut, dass in den ruhigen Innenbereichen überhaupt keine Autos fahren sollten. Doch in den letzten Jahren zogen immer mehr Familien hin, die auf das Auto nicht verzichten wollen. Ergebnis: ein selbst für Rettungsfahrzeuge völlig verstopftes Stadtquartier.
Mittwoch, der 21. Oktober 2020: Corona zwingt Leipzig zu weiteren Einschränkungen
Zum Bundesliga-Auftakt der DHfK-Handballer kamen 1.917 Zuschauer in die Arena Leipzig. Am Donnerstagabend dürfen nur 999 rein. Archivfoto: L-IZ.de

Archivfoto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenLeipzig hat am Mittwoch den Inzidenzwert von 20 erreicht. Das bedeutet unter anderem, dass das Handball-Spiel des SC DHfK morgen nur vor 999 Zuschauer/-innen stattfinden darf. Auch für Verwaltung, Messe und ein anderes Sportevent gibt es Konsequenzen. Außerdem: Nach dem tödlichen Angriff auf Touristen in Dresden ermittelt nun der Generalbundesanwalt. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 21. Oktober 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Festtage Leipziger Romantik 2020
Paulinum der Universität Leipzig. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Nachdem die Festtage Leipziger Romantik auf Grund der Corona-Einschränkungen nicht wie geplant vom 10. bis zum 22. Mai 2020 stattfinden konnten, sollen sie nun in verkleinerter Form am 5., 6. und 7. November und in Kooperation mit der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung nachgeholt werden. Da das Platzangebot nach wie vor beschränkt ist, werden die Konzerte mehrfach aufgeführt.
SC DHFK: Das wird am Spieltag anders + Update
Karsten Günther, SC DHfK-Geschäftsführer und Initiator von „Teamsport Sachsen“ - derzeit eher mit Absprachen mit dem Gesundheitsamt beschäftigt. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserWegen der steigenden Infektionszahlen im Einzugsgebiet gelten beim Spiel des SC DHfK am Donnerstag, 22.10. gegen Göppingen andere Regeln für Zuschauer. Die Stadt Leipzig ist mit einer Rate von knapp 18 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen (7 Tage-Inzidenz) noch eines der weniger betroffenen Gebiete. Im Landkreis Nordsachsen mit 37,4 Neuansteckungen sieht es schon anders aus.
Kürzungspläne des sächsischen Finanzministers zielen zuallererst auf die Niedriglöhner-Stadt Leipzig
Soziale Mindestsicherung in Sachsen. Karte: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt

Karte: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt

Für alle LeserAm 20. Oktober feierten auch Sachsens Statistiker den Weltstatistikertag auf ihre Weise. Sie veröffentlichten ein Sonderheft mit dem schönen Titel „Sachsen in Karten“. Denn im Geografie-Unterricht dereinst in der Schule waren die angehenden Statistiker/-innen jene Kinder, die beim Aufschlagen der bunten Karten im Lehrbuch glänzende Augen bekamen. Denn Karten können eine Wirklichkeit zeigen, gegen die das politische Geplänkel regelrecht albern wirkt.
Zur „Grassimesse“ gibt es jetzt erstmals einen Stadtplan der Leipziger Handwerkskunst
Instrumentenbauer Matthias Vogt. Foto: Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V. / Nick Putzmann

Foto: Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V. / Nick Putzmann

Für alle LeserVom 23. bis 25. Oktober kann man wieder die „Grassimesse“ 2020 im GRASSI Museum für Angewandte Kunst erleben. Ein jährliches Ereignis, bei dem man sehen kann, dass Handwerk auch Kunst ist und vor allem: wie viele Kunst-Handwerker in Leipzig tätig sind. Und pünktlich zur Messe gibt es jetzt erstmals einen Stadtplan, auf dem Leipzigs Kreativ-Handwerker zu finden sind – als Faltvariante und online zum Anklicken.
Premiere am 29. Oktober in der Kinobar Prager Frühling: Drifter-Drama „FLUTEN“ von Georg Pelzer
Filmstill aus Georg Pelzers Film "FLUTEN". Foto: FLUTEN

Foto: FLUTEN

Für alle LeserAm 29. Oktober ist Kinopremiere für den ungewöhnlichen Film eines jungen Leipziger Regisseurs in der Kinobar Prager Frühling: „FLUTEN“ heißt er und ist improvisiertes Drama. Eines, das von einem Drama erzählt, das viele junge Menschen in diesem Corona-Jahr ebenfalls erlebt haben: Der gerade erst so glücklich erworbene Arbeitsplatz wird gekündigt. Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Alle schlechten Selbstwertgefühle kommen auf einmal hoch. Und wie sagt man das den Menschen, deren Achtung man nicht verlieren will?
In dieser Woche beginnen die Bauarbeiten zur Öffnung des Deichs am Ratsholz
Stopp: Baustelle am Ratsholzdeich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Bauzäune stehen, Stoppschilder untersagen das Betreten der Baustelle. In dieser Woche beginnt ein Projekt am Ratsholzdeich im Leipziger Süden, das zukunftsweisend ist. Zum ersten Mal wird ein Deich geöffnet, damit künftig auch kleinere Hochwasser ins Ratsholz im südlichen Leipziger Auenwald gelangen können. Im April hatte die Landesdirektion Sachsen das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Die Landestalsperrenverwaltung hat Baurecht und kann jetzt loslegen.