Starke Frauen, eindrucksvolle Fotos, guter Zweck

Katja Kupfer eröffnet am 12. Januar ihre erste Fotoausstellung „the beauty is the beast“

Für alle LeserDas neue Jahr ist auch ein guter Anlass für neue gute Taten, fand die Journalistin, Redakteurin und Fotografin Katja Kupfer. Zum ersten Mal geht sie mit ihrer Fotoserie „the beauty is the beast“ an die Öffentlichkeit. Ausgewählt hat sie dazu die Szenebar B 10 in der Beethovenstraße, wo am Donnerstag, 12. Januar, die Vernissage gefeiert wird. Und das Ganze für einen guten Zweck: Der Erlös geht an die Leipziger Kinderstiftung.

Gleichzeitig ist der 12. Januar für Katja Kupfer ein ganz besonderer Tag: ihr Geburtstag. Ein mehrfaches Geschenk also und ein Ausstellungsdebüt. Unter dem Namen „the beauty is the beast“ finden sich insgesamt 28 fotografische Werke, von denen acht ausgestellt werden.

Katja Kupfer lebt und arbeitet in Leipzig. Die Kamera begleitet sie seit dem 14. Lebensjahr. Beruflich in leitender Position in der Medienbranche tätig, besteht der Reiz für Kupfer seit jeher darin, durch die Fotografie den Moment festzuhalten. Ein Gegenpol, der besonders in der heutigen schnelllebigen Zeit für die Fotografin bereichernd sowie energetisch ist, wie sie sagt, denn die Welt sieht sie stets durch die Linse. Dabei kann ein kleiner Wimpernschlag bereits als Impuls ausreichen, um alle Facetten dahinter zu erahnen − ein Blick fürs Detail, der kennzeichnend ist für den Charakter Katja Kupfers fotografische Arbeiten: charismatisch, leidenschaftlich und immer ausdrucksstark.

Manchmal muss man ein bisschen nachhelfen. Keine Frage. Da hat man die Bildidee im Kopf und braucht noch den richtigen Ort, die richtigen DarstellerInnen und die richtige Inszenierung.

Die Fotografin Katja Kupfer. Foto: Katja Kupfer

Die Fotografin Katja Kupfer. Foto: Katja Kupfer

Erst das Objekt lässt für Katja Kupfer das Bild entstehen. So gestaltete sich dies auch bei der Fotoserie „the beauty is the beast“, denn die Serie mit all ihren Ergebnissen war nicht geplant, sondern entwickelte eine ganz eigene Dynamik. Den Schlüsselreiz bildete ein privater Schnappschuss, den Kupfer aus dem Freundeskreis erhielt. Zu sehen waren vier Frauen, die eine harte Schönheit sowie weibliche Dominanz ausstrahlten − der Startschuss für die Konzeptionierung der Fotoserie.

Die Kulisse für die Fotoserie bildete dann eine Tierarztpraxis in Leipzig-Schleußig, welche durch ihr skurriles Sammelsurium an tierischen Exponaten eine gleichermaßen bizarre, extravagante sowie zum Teil morbide Stimmung innerhalb aller Motive entstehen ließ.

Als Ausstellungsplattform dient die Leipziger Szenebar B10, welche die Stimmung der Werke ideal umrahmt und ihnen den nötigen Raum zur Entwicklung gibt, betont die Fotografin.

Und zur Botschaft des Ganzen: Katja Kupfer geht es – so betont sie – in der Serie um die Wirkung der natürlichen Schönheit sowie die Stärke der natürlichen Fotografie. Alle Bildkompositionen sind gekennzeichnet von einer bodenständigen Art entspannter Ästhetik, einer dezenten Strenge sowie Erotik und dem Fokus auf eine ganz zufällige Sinnlichkeit.

Die acht Exponate, deren Erlös der Leipziger Kinderstiftung zugute kommt, sind bis Mitte März 2017 im B10, Beethovenstraße 10, zu sehen. Darüber hinaus gibt es weitere 20 zur Serie gehörende Fotografien, welche als Digitaldirektdruck auf Alu-Dibond in unterschiedlichen Formaten über grafotex – ein Leipziger Traditionsunternehmen im Bereich Druckvorstufe, Satz und Repro – bestellbar sind. Der Katalog mit allen Exponaten liegt im B10 aus und ist selbstverständlich auch online über die Künstlerin abrufbar.

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Wie klein war eigentlich das Leipzig vor 1217?
Karte des mittelalterlichen Leipzig aus der Ausstellung „Leipzig von Anfang an“ im Stadtgeschichtlichen Museum. Archivfoto: Ralf Julke

Archivfoto: Ralf Julke

Es gibt Momente, da stolpert man über ein Wort. Und ein Rätsel, das auch Enno Bünz beschäftigt hat, als er über die frühe Stadtentstehung Leipzigs im Band 2 der großen Leipziger Stadtgeschichte schrieb: Wie sah eigentlich die Stadt im Jahr 1216 aus? Als Markgraf Dietrich die Leipziger zwang, ihre Stadtmauer niederzureißen?
Lernen, nur wie eigentlich? Ein Nachklapp zur LEIPZIGER ZEITUNG 39 „Bildunk. Vür alle!“
Viele Schüler sind von dem, was in der Schule tagtäglich auf sie einströmt, überfordert. Die Lehrer auch. Foto: Anne Garti, pixelio.de

Foto: Anne Garti, pixelio.de

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 40In der zurückliegenden Ausgabe 39 der LZ stand das Thema „Bildunk. Vür alle!“ auf dem Cover und so manches Thema löste Debatten bei den Lesern aus. So auch die Beschreibung des heutigen Schulsystems von Jens-Uwe Jopp, einem Leipziger Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte. Und es fiel manchem auf, dass keine Lösung in Sicht schien. Mittlerweile ist eine erneute Novellierung des Schulgesetzes in Sachsen durch den Landtag, die Regie­rungskoalition aus CDU und SPD versuchte die Fortschritte herauszustellen. Doch gehen sie weit genug?