Wenn man auch mit 65 die Verantwortung nicht abgeben kann

Umfrage zur Unternehmensnachfolge in Sachsen

Für alle LeserRente mit 63? Oder 65? Davon träumen die meisten sächsischen Unternehmer nicht mal. Ja, das sind diese Leute, die ein Unternehmen aufziehen, manchmal Leute einstellen, manchmal auch nicht. Die sich um Aufträge kümmern und darum, dass alle ihr Geld kriegen. Und die dann mit 65 meistens das Problem haben, dass keiner da ist, der den Laden weiterführt. Ein Thema, das sogar das sächsische Wirtschaftsministerium interessierte. Verstehbar. Was tun, wenn keiner mehr da ist, der den Laden schmeißt?

Und so hatte das Wirtschaftsministerium zusammen mit den sächsischen Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern und dem Landesverband der freien Berufe e. V. eine Umfrage dazu gestartet. Die Ergebnisse liegen jetzt in einer 12-seitigen Broschüre vor und geben einen sehr erhellenden Einblick in die sächsische Unternehmerstruktur.

Allein altersbedingt stehen jährlich über 1.000 Unternehmensübergaben im Freistaat an.

„Erfolgreiche Unternehmer wollen ihr Lebenswerk in guten Händen wissen, aber eine Unternehmensnachfolge stellt durchaus eine große Herausforderung dar“, zieht Wirtschaftsminister Martin Dulig seine Bilanz aus der Umfrage. „Der Freistaat Sachsen hält deshalb ein breites Spektrum an Unterstützungsangeboten dafür bereit, angefangen von der Beratungsförderung über Informationsveranstaltungen bis hin zu verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten.“

In den Zeiträumen Herbst 2016 und Frühjahr 2017 beteiligten sich daran 2.764 sächsische Unternehmen, deren geschäftsführender Gesellschafter, Geschäftsführer oder Inhaber 50 Jahre oder älter ist.

Die größten Herausforderungen bei der Übergabe sind das Finden eines Nachfolgers, die Vertragsgestaltung sowie die Sicherung der Altersvorsorge. Besonders stark von Nachfolgethemen betroffen sind die Dienstleistungsbranche, der Handel und das Handwerk. Nur die Hälfte der Befragten hat bislang Notfall-Regelungen getroffen für den Fall, dass es den Unternehmer von einem Tag auf den anderen durch Krankheit oder Schlimmeres aus dem Betrieb reißt.

Zeit für Mahnungen

„Eine erfolgreiche Übergabe ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf. Oft vergehen Jahre, um eine Lösung für die Beteiligten zu finden – unabhängig von der Form der Übergabe“, stellt Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig, im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern im Freistaat Sachsen fest. „Unternehmerinnen wie Unternehmer müssen sich aufgrund der Komplexität langfristig mit dem Thema befassen und zugleich auch an eine Notfallplanung denken.“

Und Leipzigs Handwerkskammerpräsident Claus Gröhn rät Betriebsinhabern, beim Generationswechsel rechtzeitig auf das Know-how und die Unterstützung von Kammern und Verbänden zurückzugreifen: „Erfahrene Nachfolgeexperten bieten für den gesamten Übergabeprozess umfangreiche Unterstützung – sowohl für Übergeber als auch für potenzielle Nachfolger. Die Berater kennen die Unternehmer und Betriebe zudem meist gut und können deshalb die passende Vermittlung optimal vorbereiten und sicherstellen, dass Firma und Arbeitsplätze erhalten bleiben.“

Die Kammern hatten schon die richtige Ahnung

72 Prozent der befragten Unternehmer haben bisher keine konkrete Nachfolgeregelung getroffen. Was noch ein bisschen mehr Brisanz bekommt, wenn es heißt: „91 Prozent der antwortenden Unternehmen sind inhabergeführt (Inhaber von Einzelunternehmen oder geschäftsführende Gesellschafter). Die befragten Unternehmer sind überwiegend älter als 50 Jahre, nur vier Prozent sind jünger. Ein Drittel der Unternehmer ist sogar bereits 65 Jahre und älter.“

Das heißt: Das Wohlergehen des Unternehmens hängt meist ganz allein am Inhaber. Wenn der ausfällt, nicht mehr kann oder nicht mehr will, steht da kein junger fitter Manager, der den Laden einfach mal übernimmt, gar kauft, wie es sich übrigens 53 Prozent der befragten Unternehmer wünschen.

Die Altersstruktur weist darauf hin, dass man es bei Sachsens Unternehmern größtenteils mit jenen Leuten zu tun hat, die ab 1990 den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt haben in der Hoffnung, dass die freie Marktwirtschaft das Land zum Blühen bringt, sie gut dabei sind und die nötigen Rücklagen schaffen könnten, um dann in ein sicheres Alter gehen zu können. Und auch noch Nachfolger finden, die ein florierendes Unternehmen nur zu gern übernehmen.

Cover zum Bericht "Von Generation zu Generation".

Cover zum Bericht „Von Generation zu Generation“.

Am besten dran sind noch all jene (27 Prozent), die eine familieninterne Nachfolge planen können. 48 Prozent sind unschlüssig über die Übergabeform: Schenkung/Erbfolge oder Verkauf oder die Verpachtung. Aber 20 Prozent planen die Schließung des Betriebes.

Was nicht verwundert, wenn man sieht, dass unter diesen Befragten 70 Prozent praktisch keine Angestellten haben.

Hans-Joachim Kraatz, Präsident des Landesverbandes der Freien Berufe Sachsen (LFB) kennt das Problem aus seiner langjährigen Praxis als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater: „Jeder Unternehmer muss sich ab einem gewissen Alter bewusst und intensiv mit der Unternehmensübergabe befassen, auch wenn es im alltäglichen Umgang mit Kunden, Lieferanten, Projekten und Mitarbeitern oftmals schwierig ist, hierfür die Zeit zu finden. Die größte Hürde ist häufig die Abgabe von Verantwortung und Entscheidungsvollmachten. Hier sind gute Berater gefragt, die diesen Vorgang nicht nur rechtlich, betriebswirtschaftlich und steuerlich, sondern auch psychologisch begleiten.“

Nachwendestrukturen

Im Grunde macht die Umfrage deutlich, wie dünn die Decke für die meisten Unternehmer in Sachsen immer noch ist. Die meisten Betriebe sind zu klein, um auf Dauer im Wettbewerb standhalten zu können. Die Last liegt auf den Schultern der Inhaber. Und so richtig Lust auf das Risiko Unternehmerschaft machen die heutigen Schulen und Hochschulen augenscheinlich auch nicht. Ein Thema, das die Umfrage leider nicht beleuchten konnte: Warum rennen denn junge, gut ausgebildete Meister und Hochschulabsolventen den zur Übergabe fälligen Unternehmen nicht die Türen ein?

Zumindest ahnen kann man: Unsere Gesellschaft nährt die notwendige Risikofreude nicht. Das auf Effizienz getrimmte Bildungssystem hat den angepassten Absolventen zum Ziel. Und die Kinder in der Schule träumen nicht mehr davon, ein Unternehmen zu führen, sondern eher von ruhigen und sicheren Bürojobs in staatlichen Verwaltungen.

Logische Folge: Die Unternehmer in Sachsen überaltern. Selbst dann, wenn der Laden eigentlich läuft, finden sie keine geeigneten Nachfolger.

Die ernüchterndste Grafik ist die mit dem Alter der befragten Unternehmer: 33 Prozent sind 65 Jahre und älter.

Da lachen sich die meist besserverdienenden Staatsdiener ins Fäustchen, die oft schon vor dem 60. Lebensjahr in einen gut abgesicherten Ruhestand gehen. Während viele Unternehmer, die eben Unternehmertum auch mit Verantwortung für „ihren Betrieb“ und „ihre Leute“ gleichsetzen, weitermachen, auch übers 70. Lebensjahr hinaus.

Die Nachfolgerprogramme der Kammern sind richtig, existieren auch schon einige Jahre. Und den betroffenen Unternehmern ist das Problem sichtlich bewusst. Aber sie machen mit ihren Antworten eben auch deutlich, dass sie keine Lösung sehen.

Für 28 Prozent der Befragten ist das Finden eines Nachfolgers „sehr relevant“ als Problem. Und so nebenbei wird auch sichtbar, warum viele nicht ans Aufhören denken können, denn (42 Prozent geben das eigentlich an) das Unternehmen ist eigentlich ihre Altersvorsorge. Was sie erwirtschaftet haben, steckt in ihrem Unternehmen. Man ahnt, was das bedeutet, wenn  kein Nachfolger zu sehen ist, der den Mut hat, einzusteigen. Trotzdem haben sie die Hoffnung, in den nächsten drei Jahren einen Nachfolger zu finden.

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