Die Diskussion um eine Zukunft des Leipziger Naturkundemuseums geht wieder ganz von vorne los

Für alle LeserAuch Leipzigs Stadtratsfraktionen haben jetzt zwei Jahre mitgefiebert, ob das neue Naturkundemuseum in der Halle 7 der Baumwollspinnerei tatsächlich ein Glanzstück in der Leipziger Museumslandschaft wird. Und entsprechend enttäuscht zeigen sie sich nun über die Erkenntnis von Donnerstag, dass ein Umbau der Halle für das Museum schlicht unbezahlbar ist. Aber wohin dann mit dieser einmaligen Sammlung, die nun schon seit Jahren ein Aschenbrödeldasein führt?

Geknickt zeigte sich am Donnerstag, kurz nachdem Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke die absehbare Kostenexplosion bekanntgegeben hatte, auch Sören Pellmann, Vorsitzender der Linksfraktion: „Heute wurde bekannt, dass die Kosten für die Sanierung und Installation des neuen Naturkundemuseums aus dem Ruder laufen. Es liegen derzeit Schätzungen vor, nach denen sich die Kosten von 10,1 Millionen Euro auf nunmehr 37,5 Millionen Euro erhöhen. Dabei ist Hauptkostentreiber die fehlende Statik innerhalb des Gebäudes in der Spinnereistraße.

Für Die Linke im Leipziger Stadtrat ist es nachvollziehbar, wenn die Kulturbürgermeisterin und der Finanzbürgermeister die Notbremse gezogen haben und den Standort Baumwollspinnerei für das Museum als ungeeignet ansehen. Immerhin geht es um Steuermittel in zweistelliger Millionenhöhe. Auch wenn aus unserer Fraktion bei der Beschlussfassung immer wieder kritisch die geschätzten Baukosten hinterfragt wurden, ändert es nichts daran, dass nun diese Entscheidung getroffen wurde.“

Aber die Beauftragung zur realistischen Ermittlung der Baukosten erfolgte halt erst in diesem Jahr. Die LESG schaute sich die Bausubstanz der hundert Jahre alten Fabrikhalle erstmals genauer an und musste dann feststellen, dass die Bausubstanz die absehbaren Lasten von Museum und Depot nicht würde tragen können. Allein um die notwendige Statik herzustellen, hätte sich der bezifferte Kostenschub ergeben. Eine Größenordnung, mit der Leipzig den Museumsbau nie und nimmer angedacht hat.

„Allerdings sind wir sehr betroffen, da wir als Fraktion seit fast zwei Jahrzehnten für eine Zukunft des Naturkundemuseums streiten“, fügt Pellmann noch hinzu. „Daher werden wir in den kommenden Wochen und Monaten sehr genau verfolgen, welche Entwicklung das Thema Naturkundemuseum nehmen wird. Wir bleiben aber weiter dabei: Eine Stadt wie Leipzig braucht ein moderndes Naturkundemuseum. Dieses muss auch modernen pädagogischen und musealen Erfordernissen entsprechen.“

Der Vorschlag der Verwaltungsspitze, die Standortentscheidung für das Naturkundemuseum auf dem Gelände der Spinnerei zurückzunehmen, wurde auch dem Ältestenrat des Stadtrats und dem Kulturausschuss mitsamt Kostenprüfung vorgetragen.

Grüne: Ein aus dem Hut gezauberter Vorschlag

Annette Körner, kulturpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion und Vorsitzende des Fachausschusses Kultur, hatte die Kulturbürgermeisterin aufgefordert, bis August dem Ausschuss die Ergebnisse der Prüfung aufgrund der Bauverzögerungen vorzulegen. Nun schätzt sie ein: „Wir haben immer wieder nachgefragt und nun dieses schwierige Ergebnis. Bisher hat sich eine breite Mehrheit des Stadtrats grundsätzlich für die Entwicklung unseres Naturkundemuseums ausgesprochen, Finanzmittel geplant, war sogar bereit für die Verlagerung. Der Konsens dazu, dass das Museum weiterzuentwickeln ist, sollte nicht gefährdet werden. Wir benötigen umgehend konkrete Beschlussvorschläge, wie es nun weitergeht. Auch das Lofft und das Leipziger Tanztheater benötigen Klarheit zur Halle 7.“

Der Vorschlag der Verwaltung, das Naturkundemuseum in der Spinnerei unterzubringen, war zuallererst den Kosten geschuldet. Man glaubte tatsächlich, das moderne Museum in Lindenau für 10 Millionen Euro bekommen zu können und damit gegenüber allen Plänen am alten Standort deutlich billiger bauen zu können. Das entpuppte sich jetzt als gründliche Illusion.

„Das Naturkundemuseum war immer das ungeliebte Kind der Verwaltung“, sagt Katharina Krefft, die Fraktionsvorsitzende der Grünen. „Der damals hervorgezauberte Standortvorschlag Spinnerei hat sich nunmehr als Sackgasse erwiesen, der uns unnötig Zeit gekostet hat. Es ist Zeit, dass wir die Phase der Standortsuche nun nicht wieder von vorn beginnen. Das Museumsgebäude an der Lortzingstraße muss nun ertüchtigt und durch einen modernen Ergänzungsbau erweitert werden. Dazu erwarten wir von der Stadtspitze zügig einen Umsetzungsvorschlag.“

„Wir erwarten zudem, dass die für das Naturkundemuseum bisher eingeplanten Mittel von 10,1 Millionen Euro für den neuen Bau zurückgestellt werden und nicht für andere Bedarfe ausgegeben werden“, ergänzt Grünen-Stadträtin Dr. Gesine Märtens, die auch Mitglied im Kulturausschuss ist. „Die visionäre Konzeptidee von Museumsdirektor Dr. Leder, die für den Standort in der Spinnerei entwickelt worden war und alle begeistert hat, muss nun an die Lortzingstraße angepasst werden, sodass wir am angestammten und zentralen Standort mit mutigen und modernen Ideen in die Sanierung und Erweiterung gehen können.“

FDP: Vielleicht doch wieder Wilhelm-Leuschner-Platz?

Nach der Empfehlung der Stadt Leipzig an den Stadtrat, von dem Vorhaben des Naturkundemuseums auf dem Gelände der Baumwollspinnerei Abstand zu nehmen, denkt der FDP-Stadtrat René Hobusch an eine schon einmal diskutierte Alternative.

„Ich kann mir durchaus ein Naturkundemuseum auf dem Leuschner-Platz vorstellen“, sagt René Hobusch, der die Fraktion Freibeuter im Kulturausschuss vertritt. Er verweist auf die Vorteile des Standorts: „Kein einzelnes Gebäude für das Naturkundemuseum, sondern eine städtebauliche Antwort auf die Anforderungen einer wachsenden Stadt, die im Bewusstsein ihrer Flächenknappheit Kultur mit Arbeiten und Wohnen in einem multifunktionalen Gebäude vereint, könnte die Lösung sein.“

Auch die verkehrliche Anbindung sieht der Freidemokrat Hobusch als schlagendes Argument: „Der Leuschner-Platz ist vom PKW bis zur S-Bahn mit allen Verkehrsmitteln ausgezeichnet zu erreichen. Gelder für eine neu zu schaffende Anbindung an den ÖPNV, wie es am Standort Baumwollspinnerei erforderlich gewesen wäre, könne die Stadt so einsparen.“

Hobusch verwies darauf, dass seitens der Freidemokraten bereits beim Grundsatz- und beim Planungsbeschluss zur Halle 7 erhebliche Zweifel an den geschätzten Kosten von 10 Millionen Euro bestanden: „Die Halle 7 war ein reizvoller Standort für ein Naturkundemuseum in einem hippen, urbanen Umfeld, das mehr ist, als ein Heimatmuseum. Denken wir angesichts der neuen Situation mit den Leipzigerinnen und Leipzigern noch einmal nach, was uns ein modernes Naturkundemuseum wert ist und wo der richtige Standort sein kann.“

Piratin: Unglaubliches Kulturamtsversagen

Die Entscheidung der Stadt, das Naturkundemuseum am beschlossenen Standort nicht weiterzuverfolgen, kommentiert die Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann, Fraktionsvorsitzende der Freibeuterfraktion, mit den Worten: „Das war ein Desaster mit Ansage. Viele Experten haben die völlig aus der Luft gegriffene Kostenschätzung für unseriös gehalten – schon unter normalen Baubedingungen. Ein solcher Masterplan wie der angedachte ist nicht mal eben mit zehn Millionen umzusetzen. Dass die nun getätigten Untersuchungen nicht vor einer Beschlussfassung stattgefunden haben, fällt uns nun auf die Füße. Ein historisches Gebäude hat naturgemäß andere Bauschwierigkeiten als ein Neubau.“

Ute Elisabeth Gabelmann, die im Fachausschuss für Stadtentwicklung und Bau das Projekt begleitet, betont auch noch die Folgen für die Theater am Standort.

„Der jetzt gescheiterte Plan, in der Baumwollspinnerei einen zusammengefassten Kulturstandort zu schaffen, schwächt auch die anderen Projekte, die nun dort draußen ohne Tramanbindung und mit einer ab heute wenig wahrscheinlichen Busverbindung hocken“, sagt sie. Als einzig sinnvolle Alternative sieht Gabelmann den Verbleib am alten Standort mit einer Sanierung des Gebäudes und einem Museumsanbau auf dem Vorplatz.

Leipzig zieht die Reißleine: Kein Naturkundemuseum in der Halle 7 der Spinnerei

Naturkundemuseum
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