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Freitag, der 15. Januar 2021: Kultusministerium entschärft Abschlussprüfungen in Sachsen

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    Die Coronakrise trifft Schüler/-innen besonders hart. Jene, die in diesem Jahr in Sachsen ihren Abschluss machen, sollen einige Erleichterungen erhalten, beispielsweise eine verlängerte Bearbeitungszeit bei den schriftlichen Prüfungen. Außerdem: ein Corona-Fall in einem Impfzentrum und ein neuer Termin für die Landtagswahl in Thüringen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 15. Januar 2021, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

    Das sächsische Kultusministerium ändert in Anbetracht der Einschränkungen für Schüler/-innen in der Coronakrise einige Regeln der Abschlussprüfungen. So soll es in den schriftlichen Prüfungen je nach Schultyp 15 bis 30 Minuten mehr Zeit geben, die Zweit- und Drittkorrektur von Abiturprüfungen an den jeweiligen Schulen stattfinden, eine Wahlmöglichkeit beim Prüfungstermin angeboten werden und Unterricht auf Prüffächer konzentriert werden.

    Umstritten ist aber noch immer, dass Abschlussjahrgänge in Sachsen ab Montag in die Schulen zurückkehren sollen – gerade vor dem Hintergrund, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs bereits kommenden Dienstag – also rund eine Woche früher als geplant – über einen möglichen „Mega-Lockdown“ (Zitat der „Bild“) diskutieren wollen.

    Zur Diskussion soll dann ein stärkerer Fokus auf Home-Office-Arbeit stehen. Aktuell gibt es kaum Rechte seitens der Beschäftigten, auf Home-Office zu bestehen. Unter anderem dieser Zustand führt zu teils brechend vollen Bahnen und Bussen sowie teils viel Kontakt am Arbeitsplatz. Eine weitere Maßnahme, die offenbar zur Diskussion steht: Man soll sich auf eine einzige Person außerhalb des Haushalts festlegen, mit der man sich trifft. Kontrolliert werden kann das natürlich nicht.

    Überraschung bei Pfizer/Biontech

    In Sachsen öffneten heute die insgesamt 13 Impfzentren ihre Pforten. Foto: pixabay
    In Sachsen öffneten am 11.Januar 2021 die insgesamt 13 Impfzentren ihre Pforten. Foto: pixabay

    Für Verwunderung sorgte unterdessen die Ankündigung des Impfherstellers Pfizer/Biontech, in den kommenden Wochen weniger Dosen als verabredet zu liefern. Grund dafür ist ein gleichzeitig stattfindender Ausbau der Produktionskapazitäten, der es ab Februar ermöglichen soll, mehr Impfstoff zu liefern.

    In Sachsen könnten aber alle, die bislang die erste Impfung erhalten haben, drei Wochen später die zweite erhalten, teilte das Gesundheitsministerium heute mit.

    Ein anderes Problem beim Impfen hat aktuell das Impfzentrum Belgern in Nordsachsen. Dort wurde ein Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. Die Schnelltests der Kolleg/-innen fielen allesamt negativ aus. In den nächsten Tagen sollen dennoch Mitarbeiter/-innen aus anderen Impfzentren und unter anderem die Bundeswehr die Aufgaben der bisher vor Ort tätigen Personen übernehmen.

    Die Coronakrise hat derweil auch Konsequenzen für die Landtagswahl in Thüringen. Diese sollte eigentlich im April stattfinden. Doch die regierende Koalition aus Linken, Grünen und SPD sowie die oppositionelle CDU haben sich nun darauf geeinigt, die Wahl auf den 26. September zu verlegen – parallel zur Bundestagswahl. Die Regierung in Thüringen hat derzeit keine Mehrheit im Landtag und ist bei Abstimmungen auf die Unterstützung der CDU angewiesen.

    Farbanschlag und CDU-Vorsitz

    Worüber die L-IZ heute berichtet hat: über das neue Konzept für den Kohleabbau im Lausitzer Revier, über die Pläne der Stadt, die Ausgaben für den Radverkehr deutlich zu erhöhen, und darüber, dass im vergangenen Jahr jede/-r achte Leipziger/-in überschuldet war.

    Was heute außerdem wichtig war: Die „Bild“ beschäftigte sich mit dem Farbanschlag auf die Lukaskirche in Leipzig, für die laut Bekennerschreiben auf Indymedia linke Seenotrettungs-Aktivist/-innen verantwortlich sein sollen. Axel Steier, der Gründer von „Mission Lifeline“, bezeichnete es als „absurd“, dass Linke hinter der Aktion stecken könnten, da Kirchen bei der Seenotrettung selbst aktiv seien. Er vermute ein „Täuschungsmanöver von Neonazis“.

    Was morgen passieren wird: Die CDU wählt ihren neuen Parteivorsitzenden und damit möglichen Kanzlerkandidaten. Zur Wahl stehen Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen. Einen klaren Favoriten gibt es nicht; Röttgen geht aber eher als Außenseiter ins Rennen. Die ostdeutschen Landesverbände der CDU sympathisieren tendenziell mit Merz.

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