Frühe Luftbilder einer faszinierenden Großstadt: Über den Dächern von Leipzig

Und jetzt bitte ein Bildband mit Luftaufnahmen von Leipzig im Jahre 1212 ... Man kann ja Wünsche bekommen. 1822 ist möglich. Da müsste sich das Stadtgeschichtliche Museum nur dazu aufraffen, das faszinierende Stadtmodell von Johann Christoph Merzdorf, das im Alten Rathaus steht, mit einer Mini-Drohne abzufotografieren. Ansonsten beginnt die Leipziger Luftbildfotografie vor 100 Jahren. In Schwarz-Weiß.

Die Kameras waren noch schwer und unhandlich, die Negative noch aus Glas. Und die Luftschiffer mussten Akrobaten sein, wenn sie von der Stadt unter sich gute Bilder machen wollten. Doch andererseits bezeichnet das Jahr 1909 auch den Beginn einer Symbiose: die Fliegerei entwickelte sich in den nächsten Jahren genauso rasant wie die Entwicklung der Kameratechnik. Die ersten Bilder in diesem Band, die das reiche und scheinbar in sich ruhende Leipzig der Vorkriegszeit zeigen, wurden noch aus Luftschiff- und Ballongondeln aufgenommen. Ernst Wandersleb taucht hier wieder auf, den Heinz-Peter Brogiato schon in Vorgängerbänden zur Leipziger Luftschifferei gewürdigt hat. Unter ihm liegt eine Stadt ohne Lücken, ohne Kratzer, dicht bebaut und klar strukturiert.

Eine Perspektive, die sich Menschen immer so sehr wünschen: Einfach mal abheben, über den engen Alltag fliegen und das Ganze aus einer ruhigen Distanz sehen. Leipzig hat 589.000 Einwohner. Noch vor dem Vom-Zaun-Brechen des 1. Weltkrieges würden es 600.000 sein. Einige davon schwerreich – sie gehören zu den reichsten Männern Sachsens und leben in einer eindrucksvollen Wandersleb-Aufnahme in ihren kleinen Palazzi und Villen an der Weststraße, der Tauchnitzstraße, der Wächterstraße. Das Petersviertel heißt noch Petersviertel (und könnte heute eigentlich auch wieder so heißen). Und erst wenn man den Blick abseits des wohlhabenden und prunkvollen Musikviertels schweifen lässt (wo das 2. Gewandhaus noch so selbstverständlich neben Reichsgericht und Albertina steht), sieht man Schlote.

Noch gibt es Fabriken, Verlage und sogar eine Brauerei mitten in den Vorstädten. Erst weiter hinten im Band, wo der Flieger über Lindenau, Schleußig und Plagwitz fliegt, sieht man das Schornsteinmeer der Industriestadt, bekommt eine Ahnung, dass es da unten in den Straßen und Taktstraßen so ruhig nicht sein kann. Und im Flugzeug garantiert auch nicht. Denn nach dem 1. Weltkrieg, der das Flugzeug als ideales Kriegsmittel für sich entdeckt hat, sind es motorisierte Flieger, die die Stadt jetzt systematischer überfliegen. „Hansa-Luftbild“ steht neben den meisten Aufnahmen, denn sie stammen aus dem Archiv der Hansa Luftbild AG, die seinerzeit Tausende Aufnahmen deutscher Städte anfertigte – für staatliche und private Zwecke. Möglicherweise umfasste der Bestand einmal 45.000 Schrägluftaufnahmen. 16.000 gingen 1979 an das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (heute Landesarchiv NRW). 600 davon zeigen Leipzig aus der Luftperspektive. In schrägem Winkel aufgenommen, so dass die Stadt, ihre Plätze, Straßen und markanten Gebäude plastisch zu sehen sind. Man möchte dem Piloten fast zurufen: „Lass mich da mal aussteigen.“
Denn bis 1930 wird zwar weiter gebaut an dieser Stadt, entsteht die Technische Messe, die Großmarkthalle, entstehen die beiden Hochhäuser am Augustusplatz – aber die Stadt ist noch immer unversehrt. Der 1. Weltkrieg hat die Stadt nicht demoliert. Im Gegenteil. Der Schwung der Vorkriegszeit ist so groß, dass Leipzig immer weiter wächst – zuletzt auf über 700.000 Einwohner. Also dreht der Flieger nicht nur über den Palmengarten und die Kleinmesse auf den Frankfurter Wiesen, er zeigt auch die großen Wohnquartiere, die im Norden rund um die neuen Militärkasernen entstehen, den Flughafen Mockau und die entstehenden Mustersiedlungen und Reihenhausanlagen. Die Stadt wird ihre Wohnungsnot nicht los. Und baut und baut. Sie braucht neue, große und moderne Krankenhäuser. In Dölitz wird Braunkohle gefördert und durch die Brandtstraße in Connewitz fährt noch die Straßenbahn.

Und da und dort fängt der Luftfotograf natürlich all jene Gebäudeensemble ein, die im 2. Weltkrieg dann Opfer der Bomben wurden – angefangen beim Quartier um den „Sachsenplatz“ und den Brühl bis zur fast verschwundenen Marienvorstadt rund um den Krystallpalast.

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Recht ausführlich erläutert Heinz Peter Brogiato die Geschichte und Baugeschichte der abgebildeten Stadtteile und ihrer hervorstechenden Bauten. Und etliche Fotografien brauchen diese Erklärung, weil vom Abgebildeten fast nichts mehr übrig blieb. Die Bombenteppiche von 1943 und 1944 machten ganze Teile der Stadt unkenntlich. Und oft genug sorgten die Stadtplanungen der nächsten Jahrzehnte dafür, dass noch mehr von der Bildfläche verschwand. Manchmal ist da heute einfach Grün oder eine wilde Brach- und Parkfläche. Obwohl in den letzten 20 Jahren so viel gebaut wurde. Aber etliche innenstadtnahe Quartiere sind noch immer so strukturlos, wie sie der Krieg hinterließ.

Was natürlich ein Ansporn sein könnte für Leipzigs Stadtplaner. Für die Leser dieses Buches ist es natürlich wieder eine Entdeckungsreise. Die Luftbilder machen viele Raumbeziehungen wieder sichtbar, die heute verschwunden sind. Verschwunden auch, weil Stadtplaner in den 1920er Jahren begannen, gigantischer zu planen, in Magistralen und Aufmarschalleen, in mehrspurigen Schnellstraßen und offenen Raumstrukturen. Die Visionen eines Hubert Ritter, der von 1924 bis 1930 Stadtbaurat war, sind bis heute Blaupause für die Leipziger Verkehrsplanung. Auch wenn Ritters Pläne für eine Stadt gedacht waren, die wie rasend auf die Millionenstadt hinwuchs.

Es ist wieder ein Bildband geworden, der ein Leipzig zeigt, das man wiederzuerkennen glaubt, und das doch in Vielem einer verschwundenen Epoche angehört. Nicht ganz so brillant wie die Luftfotografie eines Walter Hahn, der seinerzeit das klassische, unzerstörte Dresden mit dem Können eines echten Profis aufnahm. So ein Walter Hahn fehlte Leipzig. Man sieht, dass die Hansa-Luftbilder aus anderer Motivation heraus aufgenommen wurden. Was ihren Wert nicht schmälert. Vielleicht ist es nicht einmal alles, was es einmal im Hansa-Archiv zu Leipzig in dieser Zeit gab. Brogiato ist ja schon froh, dass sich in Düsseldorf überhaupt ein aussagekräftiges Konvolut Leipziger Luftbilder gefunden hat.

Im Nachwort erläutert Matthias Meusch, wie das Hansa-Archiv entstand. Und er bringt auch noch den kleinen Schlenker unter zu der Zeit, die man hier nicht mehr sieht: der Luftbildfotografie der NS-Zeit. Hierzu liegen – mitsamt den Aufnahmen der alliierten Aufklärer – die wichtigsten Bestände in den USA. Das sind dann Bilder für künftige Buchprojekte, in denen dieses eben noch unversehrt erfasste Leipzig sich in ein Bombenziel verwandelt. Man sieht ja den winzigen Gestalten, die da 1929 über den Marktplatz spazieren, nicht an, wie viele davon wenig später ihr Wählerkreuz bei den Nazis machen werden und noch ein wenig später mitfahren werden in der überdrehten Kriegsmaschinerie. Die Geschäfte sind geöffnet, die Sonne scheint. 1929 schaut nicht einmal mehr jemand nach oben zu dem kreisenden Flugzeug, einer Junkers, das ist schon normal. Das ist noch normal. Das hat noch nichts Schlimmes zu bedeuten.

 

Heinz Peter Brogiato „Über den Dächern von Leipzig“, Lehmstedt Verlag, Leipzig 2012, 19,90 Euro

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