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Wie man die gesunden Früchte der Natur ohne viel Aufwand in schaumige Vitamin-Getränke verwandeln kann

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    Dass das ganze Zeug, das da im Garten wächst, gesund ist und gegessen werden kann, das haben wir nun gelernt. Aber kann man es auch trinken? Bei einigen Früchtchen weiß man es ja, die gibt es als Saft oder Limonaden. Aber so ganz prinzipiell: Kriegt man auch Paprika, Möhren, Sellerie oder Kräuter ins Glas? – Natürlich, meint Marianne Harms-Nicolai.

    Man braucht dazu nur ein ordentliches Mixgerät. Man kann es – bei eher weicheren Früchten – mit dem Stabmixer probieren, das ist kein Problem, wenn es etwa um Erdbeeren, Bananen und so geht. Aber wenn man auch die richtigen gesunden Gemüse in Saft verwandeln will, wäre ein ordentlicher Standmixer schon besser, in dem die Schneidmesser in wenigen Sekunden auch Nüsse, Stängel und Blätter klein bekommen. Gerade grüne Zutaten enthalten ja die meisten Vitamine, die beim normalen Kochen für gewöhnlich in die Binsen gehen. Aber wenn man die grünen Teile im Mixer zerkleinert, werden zwar die chlorophyllhaltigen Zellen zerschnitten – aber das Chlorophyll bleibt erhalten und man bekommt einen richtig grünen und vitaminreichen Trunk.
    Natürlich wird dadurch, dass man irgendetwas in den Mixer schmeißt, noch kein leckerer Trunk daraus. In der Regel macht es erst die richtige Mischung, gibt es die leckeren Fruchtdrinks, die man am besten kühl an heißen Sommertagen trinkt, und die gehaltvollen Frühstücksmixturen, mit denen man schon einmal eine ordentliche Versorgung für den Start in den Tag hat. Man kann die Mixturen mit Milch, Joghurt oder Eis mischen. Manchmal ist das Süßen ein kleiner Kummer. Aber Zucker gehört bei Marianne Harms-Nicolai ganz bestimmt nicht dazu, um einen gesunden Drink jetzt auch noch lecker zu machen. Das geht auch anders – am besten mit Honig, mit überreifen Bananen oder den ganz natürlichen Früchten der Saison.
    Und wenn keine Saison ist, haben das Leute mit großer Kühltruhe alles gefroren im Keller. Denn die Vitamine gehen durch Einfrieren nicht kaputt. Es gibt auch ein Kapitel mit Rezepten für „Fat burner“. Aber ums Verbrennen von Fett geht es da eigentlich nicht, sondern darum, dass man was Ordentliches zwischen die Zähne bekommt, das nicht nur gesund ist, sondern auch sättigend.
    Obwohl die eigentlichen „Burner“ ja die grünen Smoothies sind, weil nun einmal Gemüse und Kräuter eine Menge Ballaststoffe enthalten. Statt sie abzuschneiden und wegzuschmeißen, werden sie einfach mit kleingeschnitten und verwandeln den Trunk in ein ballaststoffreiches Getränk, das eigentlich schon wieder eine Mahlzeit ist. Der Magen bekommt ordentlich zu tun, ist besser gesättigt als etwa mit Milchbrötchen oder anderen gern aufgepusteten Gebäckstücken. Aber er bekommt keine sinnlosen Stärkepakete, die er jetzt wieder in Fettdepots anlegen muss, sondern eben Ballaststoffe. Die werden einfach durchgewinkt. Und man hat trotzdem ein Sättigungsgefühl.
    Weil man das Ganze freilich trotzdem überbekommt, wenn man jeden Tag das Gleiche mixt, enthält das Büchlein – nachdem die Autorin ausführlich erklärt hat, wie man es macht – eine Menge Rezepte. Da und dort mit Hinweisen, wie man sie abwandeln kann. Und natürlich fehlt auch der Hinweis nicht, dass man sich die Zutaten nicht unbedingt im Supermarkt holen sollte, weil dort nun einmal vor allem Gewachsenes aus Plantagen mit industrieller Produktion verkauft wird. Viel gesünder und belastungsfreier sind nun einmal Produkte direkt vom (Bio-)Bauern aus der Region. Noch besser natürlich aus dem eigenen Garten.
    Wenn man den Bogen raushat, ist eigentlich der eigenen Phantasie keine Grenze mehr gesetzt. Und vor allem bekommt man gehalt- und geschmackvolle Getränke, von denen man wirklich weiß, was drin ist. Und es ist auch drin – und zwar in natura, nicht chemisch erzeugt. Ein eigentlich sehr pfiffiger Weg, sich von den ganzen künstlichen Limonaden mit ihrer gesundheitsschädlichen Überzuckerung zu entwöhnen. Und da man die bunten Getränke auch mit frischem Obst oder auch mal einem kleinen Schuss Höherprozentigen abwandeln kann, hat man auch gleich etwas Schönes für die (Garten-)Party: frisch und ohne riesigen Aufwand selbstgemacht.
    Nur einen ordentlichen Mixer braucht man. Dann kann es eigentlich losgehen.

    Marianne Harms-Nicolai: Smoothies von grün bis bunt, Buchverlag für die Frau, Leipzig 2016, 5 Euro.

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