Oskar Quengels Lebensbeichte in einer blutigen und opportunistischen Zeit

Im Leipziger Bookra Verlag passiert eine Menge Geschichte. Und Geschichtsaufarbeitung. Auch auf Feldern, um die sich sonst eher wenige Leute kümmern, weil es irgendwie nicht opportun ist, nicht zeitgemäß. Wer beschäftigt sich denn noch mit der Geschichte der kommunistischen Partei in Deutschland? Gar mit ihrem fatalen Scheitern beim Machtantritt der Nazis. Max Brym tut’s. Denn da gibt es einiges abzurechnen.

Er ist Journalist, Autor, Politiker, ein Linker sowieso. Aber er ist auch ein Münchener, also der westdeutschen Linken entwachsen und damit um Vieles unabhängiger als die Linken im Osten. Er muss sich für kein gescheitertes sozialistisches Experiment entschuldigen. Und entschuldigen. Und entschuldigen. Die Linken im Osten kommen ja aus dem Kotau gar nicht mehr heraus. Und deswegen gibt es auch von ihnen eher nicht die kritischen Bücher zur eigenen Geschichte, die nun einmal nicht 1949 begann oder 1946.

Leser von Wolfgang Leonhards „Die Revolution entlässt ihre Kinder“ wissen das. Das Dilemma der Kommunisten begann spätestens 1923, dem Jahr, in dem nicht nur der völlig verpeilte Hamburger Aufstand scheiterte, sondern auch die Radikalisierung und vor allem Stalinisierung der KPD begann. Alles Dinge, die auch in ostdeutschen Schulbüchern nicht standen, schon gar nicht die Entwicklung, die von den 1919 ermordeten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zur radikalen Ruth Schmidt und zum moskautreuen Ernst Thälman führte. Und zu dem, was dann 1933 passierte, als beide deutschen Arbeiterparteien vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte scheiterten. Die eine – die SPD – brachte es nicht fertig, zum Generalstreik aufzurufen, obwohl sie sämtliche Gewerkschaften dominierte. Und die anderen brachten nicht mal den bewaffneten Aufstand hin, den selbst die Nazis  fürchteten. Denn im Januar 1933 war ganz und gar nichts entschieden. Man lese nach bei William Shirer.

Aber das beeindruckendste Phänomen am Faschismus ist, wie bereitwillig Amtsträger, Funktionäre und Bürokraten vor diesem großmäuligen Radikalismus einknicken, scheuen, zögern, kneifen.

Aber wie beschreibt man den Untergang einer Partei? Einige Literatur gibt es dazu ja schon – Etliches davon hat Brym auch direkt aufgegriffen. Er schickt mit Oskar Quengel eine Art Ersatzmann ins Rennen, den er in eine Position versetzt, in der Quengel zwar selbst kein aktiv Handelnder ist, aber zumindest wissen kann, was da tatsächlich passierte in dieser Partei, die sich ab 1923 immer mehr radikalisierte und vor allem in erbarmungslosen Flügelkämpfen zerrieb. Sie stalinisierte sich zusehends und beugte sich immer mehr dem Diktat des roten Zaren in Moskau. Was Leonhardt in seinem Buch schildert und was spätere Autoren an der SED so fürchterlich fanden, ist alles in dieser Zeit entstanden. Da rollten Köpfe, wurden die klügsten Funktionäre ausgeschlossen, abserviert, des Trotzkismus oder anderer Verfehlungen beschuldigt.

Schon mit Auftakt dieses Buches, das wie ein langer Erklärungsbrief von Oskar Quengel an seinen Vater geschrieben ist, begegnet Quengel 1928 einer Führungsriege in der KPD, die von gegenseitigem Misstrauen geprägt ist. Es ist schon die vierte, fünfte Funktionärsgeneration seit Gründung dieser Partei. Und sie wird im Laufe des Buches nicht nur in Moskau landen, sondern auch in die Mühlen des stalinschen Terrors geraten. Zu diesen – in der langen Perspektive betrachtet noch sehr kritischen – Köpfen gehören der für die militärische Aufklärung bei der KPD zuständige Hans Kippenberger, zu dessen Spion Oskar Quengel wird, genauso wie Willy Münzenberg, der Herausgeber der „Arbeiter Illustrierten Zeitung“, oder Heinz Neumann, Chefredakteur der „Roten Fahne“. Mit allen bekommt es Quengel zu tun. Von Kippenberger wird er sogar aufgefordert, mit Kurt von Schleicher, dem späteren Reichskanzler, Kontakt aufzunehmen, der ihn wiederum als Agenten bei den Kommunisten gewinnen will.

So ist Quengel zwar zwischen allen Fronten – andererseits aber auch so eine Art Mittelsmann, denn für den intriganten von Schleicher sind die Kommunisten ja auch eine Art nützliche Idioten. Denn wer – wie die KPD – im Stalinschen Auftrag vor allem die SPD als Feind sieht und die Sozialdemokraten als „Sozialfaschisten“ bekämpft, der lähmt natürlich alle politischen Möglichkeiten im linken Spektrum. Das schuf die Freiräume für Leute wie von Schleicher und von Papen, die Weimarer Republik sturmreif zu regieren. Man bekommt also einen recht umfassenden Blick in diese Zeit. Und da mit von Schleicher ein unabhängiger konservativer Beobachter da ist, versinkt man auch nicht im Propagandamulch der linken Interpretationen. Brym hat seinen von Schleicher zu einem ziemlich klarsichtigen Politiker gemacht – zumindest, was die Dummheiten der Kommunisten betrifft, die letztlich ganz auf Stalins Kurs einschwenkten.

Nur: Der Preis für diese Anpassung war die komplette Niederlage im Jahr 1933. Und wie das so ist in einer stalinistischen Partei: Es gibt keine Fehleranalyse, man lernt nichts aus der Vergangenheit. Man lässt nur ein paar Köpfe rollen und sorgt dafür, dass eine neue Garde nachrückt, die erst recht keine Skrupel mehr kennt. Womit der Leser dann auch den Herren Pieck, Ulbricht und Wehner begegnet, die ja im Nachkriegsdeutschland so eine herausragende Rolle spielen sollten.

Dumm nur für Quengel, dass die Leute, mit denen er durch seine Agententätigkeit verbunden ist, allesamt zu Opfern der stalinschen Säuberung werden. Damit ist auch er irgendwann dran. Das weiß er schon, auch wenn er sich in den ersten Jahren der NS-Herrschaft versucht, mit einer Aufgabe zwischen den Fronten durchzuschlagen. Anfangs scheinbar wie ein echter Spion – ohne Schramme und Kratzer. Aber die Geschichte kann nicht gut ausgehen. Der Brief  an den Vater wird zu einer Lebensbeichte. Auch wenn Quengel das Persönliche doch meistens eher außen vor lässt. So gesehen steht das Buch doch wieder in einer ganzen Tradition von Romanen über das linke Parteimilieu: Die „Sache“ steht im Vordergrund und alles andere ordnet sich unter. (Auch wenn selbst die Betroffenen oft nicht wissen, welche „Sache“ augenblicklich die richtige ist – und für welche man vorm Erschießungskommando landet.) Auch Quengel findet sich da meist in ganz linken Zwickmühlen. Aber in diesem Fall ist es der notwendige Verzicht des Autors, dem es sichtlich darum ging, diese entscheidende Phase in der Geschichte der Linken mit Namen und Funktionen zu beschreiben und aus der Sicht eines eher kleinen Rädchens zu schildern, wie diese Verschiebung vonstatten ging, die aus einer radikalen linken Partei eine Partei von stalinistischen Funktionären machte. Und er zeigt damit auch, welche entscheidende Rolle dabei die stalinschen Säuberungen spielten.

Was dann in der Summe eben nicht nur die Tragik der kompletten Linken im 20. Jahrhundert bedeutete, ihren Vertrauensverlust und ihren wortlosen Niedergang. Es ist eben auch Teil der deutschen Tragik, denn der Riss zwischen KPD und SPD hat die komplette Linke gelähmt, als die Nazis in Deutschland nach der Macht griffen. Dieses Schisma ist die deutsche Linke bis heute nicht losgeworden. Man merkt schon, welchen Rochus Brym auf Typen wie Ulbricht, Pieck und eben auch Wehner hat. In der Geschichte aus der Stalinzeit spiegeln sich die Risse der Nachkriegszeit – und eigentlich auch die ausgebliebenen Debatten.

Die meisten Personen, denen Oskar Quengel begegnet, gab es wirklich, auch wenn dieses Kapitel der deutschen Geschichte meist ignoriert wird. Auch die bundesdeutschen Historiker fokussieren sich lieber auf den Aufstieg Hitlers, schreiben die dominierende NS-Geschichte fort und wagen sich selten in die Niederungen der „alternativen“ Politik. Denn was auf die verkorkste Politik der KPD zutrifft, trifft ja ganz ähnlich auf das schweigende Scheitern der SPD zu und den klanglosen Untergang der Reste eines liberalen und demokratischen Bürgertums.

Es gibt keine eindeutige Antwort, warum der Nazismus ausgerechnet in Deutschland so passieren musste. Es gibt viele verschiedene Antworten, zu denen das stalinsche Versagen der deutschen KPD eben auch dazu gehörte. Von diesem (angeordneten) Versagen erzählt Quengels Geschichte, in der man auch anderen Zeitgenossen begegnet, die man nicht unbedingt erwartet, die aber deutlich machen, wie eng das alles verfitzt war in dieser Zeit – vom SA-Chef Röhm über Trotzkis Sohn Lew Sedow und die ehemalige KPD-Vorsitzende Ruth Fischer bis zum Schriftsteller Joseph Roth, dem Quengel in Paris begegnet. Ein kleines Kaleidoskop der Zeit, aber auch ein Ensemble der Gescheiterten. Denn die 1930er Jahre werden nur Typen wie Ulbricht und Pieck überleben.

Quengel erwischt es in Berlin – aber nicht ganz so, wie der Leser erwartet. Und augenscheinlich hat er genug Zeit, die ganze Geschichte (mit einigen Flüchtigkeitsfehlern) in die Schreibmaschine zu hacken, bevor es zu Ende geht.

Max Brym Oskar Quengels Auftrag, Bookra Verlag, Leipzig 2017, 11,90 Euro.

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