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Thema

NS-Zeit

Gehorsam macht frei: Was das Führerprinzip im Nazi-Reich mit heutigen Managementmethoden zu tun hat

Auch wenn der Historiker Johann Chapoutot in diesem Buch den NS-Juristen Reinhard Höhn in den Mittelpunkt stellt, der im Hitlerreich eine zentrale Rolle dabei spielte, das theoretische Rüstzeug für die Leistungssteigerung in der Kriegswirtschaft bereitzustellen und in Westdeutschland dann die Führungskräfteakademie in Bad Harzburg gründete: Es geht in diesem Buch nicht nur um das Leben dieses anpassungsfähigen und gut vernetzten SS-Mannes,

Das Ende eines Leipziger Kaufhauses im NS-Staat: das Modenhaus August Polich

Zwischen dem Herbst 1933 und dem Frühjahr 1934 übernahm die in Berlin ansässige Verwaltungs-Aktiengesellschaft für kaufmännische Beteiligungen das Geschäftshaus Schloßgasse 1–5 / Markgrafenstraße 2 in Leipzig. Eigentümer des Gebäudes war die August Polich GmbH, die hier das traditionsreiche und renommierte Modehaus August Polich betrieb. Hinter der Verwaltungs-AG stand das niederländische Familienunternehmen C & A Brenninkmeyer. Dass das Textil-Kaufhaus Polich während der nationalsozialistischen Diktatur verschwand, ist darauf zurückzuführen, so ist in diversen Veröffentlichungen zu lesen, dass ein „jüdisches Textilkaufhaus“ der „nationalsozialistischen Arisierungswelle zum Opfer“ gefallen sei.

Gelebter Geschichtsunterricht: Überlebende des Holocaust besuchen sächsische Schüler

Drei Zeitzeuginnen des NS-Regimes werden vom 27. bis 31. August 2018 insgesamt rund 800 Schülern in Sachsen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen während der NS-Zeit berichten. Sie wollen den jungen Menschen damit vermitteln, was damals wirklich geschehen ist.

Eine Spurensuche nach den „Deutschen Christen“ und zwei fanatischen Pfarrern im Wieratal

Wenn man erst mal dran zupft am Knäuel Geschichte, dann kommt so mancher Faden zum Vorschein, den man nicht unbedingt erwartet hat. Für Joachim Krause, der einst für DDR-Rockgruppen wie Lift, Klaus Lenz, die Puhdys und Panta Rhei Texte schrieb, begann alles mit dem Dachbodenfund des Briefwechsels seiner Eltern aus der Nazi-Zeit, als alle beide jung waren – und ganz anders, als sie der 1946 geborene Sohn später kennenlernte. Und ein Faden der Geschichte führt ins ach so schöne Wieratal.

Buchpräsentation am 23. Juni – „Erbarmen kann es keines geben“

Ende 1941 wird der Zittauer Justizbeamte Martin Menzel nach Lublin ans Deutsche Gericht versetzt. Vier Jahre wechselt er fast täglich Briefe mit seiner Frau über den Krieg und die Besatzung, aber auch über Alltägliches und Familiäres. Scheinbar unbeeindruckt vom Schrecken des Holocaust geht er seiner bürokratischen Tätigkeit nach und steigt im NS-Apparat auf. Die Korrespondenz bietet einen seltenen Einblick in das Leben und die Sichtweisen von „einfachen“ Menschen während des Zweiten Weltkriegs.

Wie die deutschen Nazis bis 1939 Hollywood zensieren und manipulieren konnten

Es gibt Geschichten, die passen nicht ins übliche Erklärungsmuster. Man hat zwar von dem filmsüchtigen Herrn Hitler gehört, der sich in privater Abgeschiedenheit an Mickey-Mouse-Filmen ergötzte. Aber eigentlich hat man ja sonst das Bild im Kopf: In deutschen Kinos liefen in der Hitlerzeit nur UFA-Filme. Mit heldenhaften Wochenschauen davor. Aber alles war ein bisschen anders. Und beklemmender, wie Ben Urwand herausgefunden hat.

Oskar Quengels Lebensbeichte in einer blutigen und opportunistischen Zeit

Im Leipziger Bookra Verlag passiert eine Menge Geschichte. Und Geschichtsaufarbeitung. Auch auf Feldern, um die sich sonst eher wenige Leute kümmern, weil es irgendwie nicht opportun ist, nicht zeitgemäß. Wer beschäftigt sich denn noch mit der Geschichte der kommunistischen Partei in Deutschland? Gar mit ihrem fatalen Scheitern beim Machtantritt der Nazis. Max Brym tut’s. Denn da gibt es einiges abzurechnen.

Wie funktioniert ein Justizbeamter in einer völlig durchherrschten Gesellschaft?

Es ist wohl wirklich so: Erst die Enkel arbeiten auf, was den Großeltern passiert ist. Die Kinder sind noch selbst zu sehr betroffen. Deswegen kommt jetzt der dritte Briefwechsel aus der NS-Zeit in einem hiesigen Verlag heraus. Scheinbar etwas anders als jene Briefwechsel „kleiner Leute“, die im Sax Verlag erschienen sind. Auch Wieland Menzel wurde auf dem Dachboden fündig.

Alte Feldpostbriefe lassen die Tragik des jungen Seiffeners Gottfried Storch lebendig werden

Wahrscheinlich sind es wirklich erst die Enkel, die die Dramen ihrer Großvätergeneration wirklich aufarbeiten. Die Kinder prallten noch ab an der Mauer des Schweigens ihrer Eltern, die an ihre Jugend in der Nazizeit nicht erinnert werden wollten. Doch den Enkeln bleibt meist nur der graue Karton mit den alten Feldpostbriefen. Was drinsteht, ist auch aus 70 Jahren Entfernung noch erschütternd.

Wie Vertreter des Hochadels Hitlers Politik mit ihren Geheimmissionen unterstützten

Der englische Buchtitel klingt nicht ganz so reißerisch: „Go-Betweens for Hitler“. Aber der deutsche Buchtitel lässt dafür „Hitlers willige Vollstrecker“ von Daniel Jonah Goldhagen anklingen, ein Buch, das für einige Historiker-Kritik auch in Deutschland gesorgt hatte. Aber eine Goldhagen-These stimmt nun einmal: Ohne ein Heer von Unterstützern hätte es Hitler und sein Regime nicht gegeben. Und die Adligen gehören mit in dieses Heer.

Wie die sächsische Landeskirche mit dem Nikolaipfarrer Friedrich Ernst Lewek umging

Am Dienstag, 23. August, gibt es etwas, was auch die Nikolaikirchgemeinde so noch nicht erlebt hat: Der historische Saal im Predigerhaus am Nikolaikirchhof wird in Ernst-Lewek-Saal umbenannt. Und damit bekennt sich die Nikolaikirche zu einem Kapitel, das bis 2014 praktisch nicht existierte: die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte in der NS-Zeit.

Gedenkstein zur Mahnung an die NS-Kindereuthanasie in Leipzig soll vorm Uni-Campus seinen Platz finden

Die Uni ist einverstanden. Jetzt muss noch die Stadt mitspielen und den Standort für ein Denkmal genehmigen, das vor dem Haupteingang der Universität Leipzig an die Opfer des NS-Kindereuthanasie-Programms erinnert. Denn es waren Professoren der Uni Leipzig, die dabei eine ganz frühe Rolle spielten.

Harald Beers Erinnerungen an seine Kindheit in Nazi-Deutschland und an das Speziallager Sachsenhausen

Es klingt wie eine Selbstbezichtigung, wenn Harald Beer schreibt: „Auch ich war ein Nazi“. Ehrlich? Von echten Nazis hat man dergleichen nie gehört. Die tun immer nur so, als wären sie brave, ach so besorgte Bürger, haben nur Befehle erfüllt und haben ansonsten nichts gewusst. Echte Nazis sind Wahrheitsverweigerer. Aber dem 1928 geborenen Harald Beer geht es um etwas völlig anderes.

Dieter Moselt erzählt eine kleine Familiengeschichte von Flucht, Neubeginn und dem späten Wunsch, Gerechtigkeit zu schaffen

Es ist wieder Zeit für Fluchtgeschichten. Auch ganz alte. Denn viele Deutsche haben augenscheinlich völlig vergessen, wie das ist, wenn Menschen aus ihrer Heimat fliehen müssen und am Ankunftsort unterwünscht sind und schikaniert werden. Auch Dieter Moselt kann so eine Geschichte erzählen. Zumindest ersatzweise. Denn als seine Familie aus dem Warthegau floh, war er selbst noch viel zu klein, gerade zwei Jahre alt. Warthegau? Ja, schreibt er so.

Eine neue Website aus Leipzig macht Stolpersteine per Karte erlebbar

Die Idee lag auf der Hand: Warum nicht die in der ganzen Republik verteilten Stolpersteine mal auf einer Karte sammeln und dann auch den Nutzern von Mobilfunkgeräten praktisch verfügbar machen? Sozusagen als Informationsangebot für unterwegs, sodass man sich direkt am Stolperstein kundig machen kann, an wen hier eigentlich erinnert wird.

Leipzigs erstes Buch über die Stolpersteine und die Schicksale der ermordeten Leipziger

Über 600 Stolpersteine hat der Kölner Künstler Gunter Demnig mittlerweile in Leipzig verlegt. Es müssten eigentlich noch ein paar mehr sein. Aber auch so ein Projekt will Zeit haben, Geduld und Spender. Zeit vor allem, um den Schicksalen jener Menschen nachzuforschen, die in den Mühlen der NS-Zeit zu Tode kamen und mit den kleinen Messingtafeln im Pflaster gewürdigt werden.

Röhm. Ein deutsches Leben

Es ist ein wagnisreiches Buch, mit dem der junge Leipziger Lychatz Verlag in diesem Frühjahr an die Öffentlichkeit ging: "Röhm. Ein deutsches Leben", Aus vielen Gründen. Einige zählt der Autor Norbert Marohn im Nachspann auf, der auch eine Annäherung ist an ein sperriges Thema. Röhm, war das nicht ...?

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