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Tag: 12. März 2021

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In Connewitz gab es am heutigen 12. März 2021 erneut einen Angriff auf die Polizei. Foto: LZ

Freitag, der 12. März 2021: Angriff auf Polizeirevier in Connewitz (+ Video) und durchkreuzte Pläne beim Impfen, Testen, Öffnen und Querdenken

Etwa 50 Personen haben am Freitagabend spontan in Connewitz demonstriert. Am Ende griffen etwa acht Teilnehmende das dortige Polizeirevier an. Es entstand Sachschaden. Außerdem: Der Impfstoff von Biontech wird knapp, der Zoo öffnet seine Pforten doch nicht und das Verwaltungsgericht Dresden bestätigt das Demoverbot für die „Querdenker“. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, den 12. März 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Moritz Kirschner beim Rollski-Weltcup in Aktion. Foto: Paul Poderat

„Du hast auf Rollski den Spaß deines Lebens!“: Moritz Kirschner über die Freuden und Leiden in einer (noch) Randsportart

Es hatte doch für einiges Erstaunen gesorgt, dass es Mitte Februar nicht einfach nur formell Winter war, sondern Leipzig plötzlich auch mit einer ungewöhnlich dicken Schneeschicht überzogen wurde. Ebenso erstaunt waren viele Spaziergänger/-innen über die scheinbar aus dem Nichts auftauchende große Zahl an Skisportler/-innen, die auf dem kühlen Weiß mit Langlaufbrettern elegant ihre Bahnen zogen.

Oskar Moll: Stillleben mit Mohn und schwarzer Kanne 1916. Foto: Bayer AG / Dirk Hansen

600.000 beschlagnahmte Kunstwerke #2021JLID

Jacques Goudstikker und Nathan Katz flüchteten im Mai 1940 aus ihrer niederländischen Heimat – kurz bevor die deutsche Wehrmacht das neutrale Land besetzte. Die beiden Kunsthändler mussten ihren gesamten Besitz, inklusive der erworbenen Gemälde, zurücklassen. Die Kunstwerke gerieten in die Hände des Reichsmarschalls Hermann Göring und wurden an den Sammler Alfred Kummerlé verkauft.

Nächtlich erleuchtetes Naturkundemuseum an der Lortzingstraße. Foto: LZ

Naturkundemuseum Leipzig öffnet ab 16. März mit zwei Highlights

Ab dem 16. März 2021 stehen die Tore des Naturkundemuseums Leipzig wieder offen und erwarten das Publikum mit gleich zwei Sonderausstellungen. Pünktlich zum zweiten Lockdown Ende 2020 sollte sie eröffnet werden: Die Sonderausstellung „Sperrgebiet“. Umso passender erscheint das Ausstellungsmotto „Zutritt (nicht) erlaubt“, nach welchem das Naturkundemuseum Leipzig nun endlich wieder Besucher/-innen in seine Räumlichkeiten lassen darf.

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Haus Böttchergäßchen © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Foto: Alexander Schmidt

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig – Wiederöffnung ab Dienstag, den 16. März 2021

Ab Dienstag, den 16. März 2021, öffnet das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig mit der ständigen Ausstellung im Alten Rathaus (2. Obergeschoss), dem Schillerhaus, dem Völkerschlachtdenkmal / FORUM 1813 sowie den Sonderausstellungsräumen im Haus Böttchergässchen unter Berücksichtigung der spezifischen Schutz- und Hygienebestimmungen zu den regulären Öffnungszeiten und mit Voranmeldung wieder seine Pforten.

Symbolbild. Quelle: analogicus/Pixabay

Borna: Wiedereröffnung des Museums

Der Besuch der Ausstellungen des Bornaer Museums wird ab kommenden Dienstag wieder möglich sein. Wir freuen uns besonders, die neue Sonderausstellung „Film ab!“ anlässlich der Eröffnung des ersten, festen Lichtspielhauses vor 110 Jahren in Borna, die schon seit November des vorigen Jahres fertig gestellt ist, endlich der Öffentlichkeit vorstellen zu können.

Wohnen wird teurer. Foto: L-IZ.de

Ein ganz schöner Spagat: Wie kommt man zu angemessenen Kosten der Unterkunft in Leipzig?

Wie kommt man in Leipzig zu angemessenen Kosten der Unterkunft? Diese Frage treibt nicht nur die Stadtratsfraktionen seit 2014 um. Auch im Sozialdezernat macht man sich Gedanken, denn dort weiß man auch, welche fatalen Wirkungen eine deutliche Anhebung der KdU-Kosten auf die Miethöhen in Leipzig haben könnte. Da hilft dann auch kein Mietdeckel. Und einen belastbaren Richterspruch gibt es auch noch nicht.

Das Foto des Selfies von Shaker Kedida mit Bundeskanzlerin Merkel sorgt 2015 für Schlagzeilen. Foto: Punctum/ Alexander Schmidt

Neue Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig: Immer ich. Faszination Selfie

Rund 93 Millionen Selfies entstehen täglich rund um den Globus. Kritiker deuten sie als Indiz für die zunehmende Selbstverliebtheit vor allem der jüngeren Generation. Befürworter hingegen bewerten sie sogar als „neue Phase der Kulturgeschichte“. Und dazwischen stehen Millionen Nutzerinnen und Nutzer, die einfach nur Spaß an ihren Selfies haben. Eine Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum beschäftigt sich jetzt mit dem Thema.

Das Ende eines Leipziger Kaufhauses im NS-Staat: das Modenhaus August Polich

Zwischen dem Herbst 1933 und dem Frühjahr 1934 übernahm die in Berlin ansässige Verwaltungs-Aktiengesellschaft für kaufmännische Beteiligungen das Geschäftshaus Schloßgasse 1–5 / Markgrafenstraße 2 in Leipzig. Eigentümer des Gebäudes war die August Polich GmbH, die hier das traditionsreiche und renommierte Modehaus August Polich betrieb. Hinter der Verwaltungs-AG stand das niederländische Familienunternehmen C & A Brenninkmeyer. Dass das Textil-Kaufhaus Polich während der nationalsozialistischen Diktatur verschwand, ist darauf zurückzuführen, so ist in diversen Veröffentlichungen zu lesen, dass ein „jüdisches Textilkaufhaus“ der „nationalsozialistischen Arisierungswelle zum Opfer“ gefallen sei.

Nils Müller während eines Galeriebesuches. Foto: Lena Inosemzewa

Die Bergung des Ichs: Ein Gespräch mit dem Leipziger Autor Nils Müller über sein Prosa-Debüt „Venusjahr für Fische“ + Lesung (Audio)

Nils Müller lebt in Leipzig und arbeitet hier seit einigen Jahren als freischaffender Schriftsteller. Er ist mit seinen Texten auf Lesebühnen und Ausstellungen vertreten, veröffentlichte in diversen Anthologien, betreibt einen eigenen Blog und bespricht für das Web-Magazin „The Leipzig Glocal“ regelmäßig Arbeiten Bildender Künstler/-innen aus Leipzig. Ende des vergangenen Jahres legte er mit „Venusjahr für Fische“ sein Prosa-Debüt vor. In dieser autofiktionalen Erzählung wird der Verlauf einer Alkoholentziehungskur erzählt, die zugleich Anlass für einen Roadtrip nach innen ist. Ich habe mich mit ihm über den Schreibprozess unterhalten.

Ingrid Krau: Corona und die Städte. Foto: Ralf Julke

Corona und die Städte: Warum heutige Metropolen die Treiber der neuen Pandemien sind

Die Corona-Pandemie hat viele Aspekte. Die Aufmerksamkeit aber liegt auf Skandalen und diversen Krachmachern, die alle beide davon ablenken, dass auch diese Pandemie ihre Opfer zuallererst unter den Armen und Ausgebeuteten sucht. So wie jede andere Pandemie in der menschlichen Geschichte zuvor. Und das hat jede Menge mit miserablen Arbeitsbedingungen und miserablen Wohnbedingungen zu tun. Ein Thema für eine nachdenkliche Städteplanerin.

Das Pöge-Haus am Neustädter Markt. Quelle: Pöge-Haus e.V.

Pöge-Haus startet Jahresprogramm GLASHAUS E (on tour) mit Kurzfilmtagen

Im Leipziger Osten entlang der Eisenbahnstraße entsteht seit 2020 ein mobiles Stadtteilkulturzentrum, das den Namen GLASHAUS E trägt. Das E steht für Eisenbahnstraße. Im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 15. bis 28. März 2021 erwacht das Kulturzentrum auf Rädern aus dem Winterschlaf und zeigt Kurzfilme an vier verschiedenen Orten im Leipziger Osten. Unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“ soll spontan Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum entstehen. 

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