Wieder lernen, mit einem Räuber in Nachbarschaft zu leben

In „Wolfsfährten“ ist Andreas Beerlage nicht nur den Wölfen auf der Spur, sondern auch den Ängsten und Unwissenheiten der Menschen

Für alle LeserFast wäre ich geneigt zu schreiben: Der Wolf ist gar nicht das Wichtigste an diesem Buch. Aber natürlich ist er es trotzdem. Auch als Beispiel. Denn was der Journalist Andreas Beerlage in diesem Buch macht, ist das, was Journalismus leisten kann, wenn er sich wirklich einmal skeptisch, kritisch und neugierig mit einem Thema beschäftigt. Gerade wenn es in der medialen Diskussion heftige Wellen schlägt und scheinbar nur zwei Fronten existieren.

An dieses Zwei-Fronten-Denken haben wir uns ja fast schon gewöhnt. Als würde es immer nur um Dafür und Dagegen gehen, egal ob das Dieselautos betrifft, Einwanderung, Biber, Waschbären oder längeres gemeinsames Lernen. Woran Medien nicht unschuldig sind. Medien spitzen gern zu. Manche haben sich in den vergangenen Jahrzehnten in einen regelrechten Pro-und-Kontra-Rausch hineingesteigert. Die Fetzen fliegen und die „Verlierer“ werden niedergehöhnt, bis sie in Tränen ausbrechen.

Nein, unsere Medienlandschaft war auch schon vor Facebook, Trump und Co. stellenweise fürchterlich, weit entfernt von Unparteiischkeit, Neugier und Ausgewogenheit. Sie hat unsere Leser und Zuschauer schon lange daran gewöhnt, dass sie kein vollständiges Bild mehr bekommen, dass sich Journalisten eben nicht (mehr) die Mühe machen, wirklich einmal begreifbar zu machen, was alles zu einem Thema erzählt werden muss, damit auch die Bürger dazu ein rationales Verhältnis bekommen können.

Rational heißt ja nicht: alles akzeptieren müssen. Es heißt aber das, was kluge Biologielehrer ihren Schülern noch erfahrbar machen: Dass alle Erscheinungen in unserer Welt komplex sind und dass der Mensch sich dabei niemals herausnehmen darf. Er ist noch immer Teil eines hochdifferenzierten Ökosystems. Wenn er es nicht mehr ist, ist er tot. Dann hat er mit seinen Lebensgrundlagen auch sich selbst abgeschafft. In unserem Verhältnis zur Umwelt geht es nicht um Pro und Kontra, sondern um etwas anderes, was der Wissenschaftsjournalist Andreas Beerlage sehr fassbar macht, indem er vor zwei Jahren einfach losgefahren ist, um mit allen möglichen Menschen zu reden, die alle mit dem Wolf zu tun haben, Wolfsgegnern und Wolfsbefürwortern, Politikern, Biologen, Förstern, Jägern und Schäfern, Forensikern und Polizisten.

Denn seit der Wolf im Jahre 2000 erstmals wieder die deutsch-polnische Grenze überschritt und sich in der Lausitz ansiedelte, haben viele Menschen mit ihm zu tun bekommen, haben Zeitungen die Angst geschürt und Naturschützer die Ankunft des Räubers begrüßt, der seit über 100 Jahren nicht mehr auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik heimisch war.

Gesehen wurde er zwischenzeitlich immer wieder, denn der Wolf ist ein Wanderer. Und wenn es um den Erfolg als erfolgreiche Raubtierspezies geht, die fast alle klimatischen Räume besiedelt hat, dann gibt es nur noch eine Tierart, die den Wolf übertrifft: den Menschen. Und genau da beginnen die Konflikte. Nicht die Probleme. Aber die Konflikte, derer sich Menschen oft gar nicht bewusst sind, weil sie sich weder selbst noch als Teil eines ökologischen Systems begreifen (dazu könnte man dicke Bücher schreiben), noch als erfolgreiches Raubtier oder Beutemacher, Prädator, wie es Beerlage nennt.

Man kann die meisten Medienberichte zum Wolf anschauen – und nichts davon ist zu spüren. Wie aber wollen Journalisten, die nicht mal die Rolle des Menschen begreifen, über die Rückkehr des Wolfes schreiben? Der übrigens ganz klassisch zu den in Mitteleuropa heimischen Prädatoren gehört – genauso wie der Braunbär, der Luchs oder der Adler. Alle drei Tierarten seit Jahrhunderten intensiv bejagt und bekämpft und aus ihren angestammten Revieren vertrieben.

Thema für die Geschichtslehrer. Und die meisten Geschichtslehrer erzählen es ihren Schülern nicht, welche Auswirkungen es hatte, als die Besiedler Europas im Mittelalter die großen Wälder rodeten und Heideland in Ackerland verwandelten. Es war der Mensch, der dem Wolf auf den Pelz rückte, seine Lebensräume beschnitt und fortan seine Schafe und Ziegen in Wolfs Revier grasen ließ. Mit den bekannten Folgen. Natürlich stößt Beerlage auch tief ins Mittelalter vor, um die Gründe für die alte Feindschaft zu erkunden und die Ursachen der Angst, die auch in alten Märchen bewahrt wurde.

Verniedlichen darf man das Thema Wolf nicht. Aber eines macht Beerlage deutlich: Wenn der Mensch ein Auskommen mit dem Raubtier finden will (dessen Lieblingsfutter meist Rehe, Hirsche, Wildschweine und diverses Niederwild ist), dann sollte er das Tier und seine natürlichen Verhaltensweisen kennen und verstehen. Denn viele Konflikte entstehen, weil Menschen nicht (mehr) wissen, wie Wölfe leben, wie sie ihr Revier wählen, ihren Nachwuchs aufziehen und wie wichtig Distanz ist.

An manchen Stellen im Buch wird einem schon sehr deutlich, dass nicht nur die Wolfsfeinde problematisch sind, sondern auch Wolfsfreunde, die dem Räuber auf die Pelle rücken und den Wolf an menschliche Nähe gewöhnen und – als Steigerung – daran, dass der Mensch Nahrungsquelle ist. Denn praktisch bei allen sogenannten „Problemwölfen“ ist nicht der Wolf das Problem, sondern der Mensch. Wölfe, die die Distanz zum Menschen verloren haben, werden dann zur medialen „Bestie“ aufgeblasen, weil sie sich immer wieder Menschen nähern.

Aber warum sind sie dann überhaupt zurückgekommen?

Die Antwort ist ja: Sie waren nie weg. Nur waren sie bis zur Unterschutzstellung durch die EU regelrechtes Freiwild. In Deutschland musste sich niemand wirklich mit der Existenz dieses Tieres beschäftigen. Aber mit der „Wende“ verschwanden nicht nur die Grenzen, es entstanden auch Lebensräume, die den Vorlieben der Wölfe geradezu entgegenkamen – von Menschen ungestört, wildreich und groß genug. Allen voran Militärübungsplätze. Dass die mitteleuropäische Wolfspopulation aus Polen wieder einwandern würde, war nur eine Frage der Zeit. Und als dann die ersten Wölfe in der Lausitz gesichtet wurden, begann die Zeit der fetten Schlagzeilen und der verbalen Tortenschlachten. Aber nicht nur. Denn gleichzeitig wurde die Gelegenheit genutzt, das Wiederauftauchen einer verschwundenen Tierart wissenschaftlich intensiv zu begleiten.

Das ist im Grunde der Aspekt in Beerlages Buch, der kaum medial diskutiert wird: Wie intensiv Wolfsbeauftragte und Forensiker die komplette Wolfspopulation in Deutschland erforschen, jeden einzelnen Wolf zumindest genetisch auf dem Radar haben und keinen einzigen tot aufgefundenen Wolf ohne gründliche forensische Untersuchung auslassen. Man weiß über die Verwandtschaftsbeziehungen aller in Deutschland lebenden Wölfe bestens Bescheid, man kennt die wichtigsten Beziehungen zu den Nachbarpopulationen in Italien oder gar Russland. Etliche Wölfe wurden im Lauf der Zeit sogar mit Sendern bestückt.

Auch die Ausbreitungsgeschichte des „deutschen“ Wolfes von der Lausitz immer weiter elbabwärts bis nach Niedersachsen wurde akribisch verfolgt. Jedes einzelne Rudel ist erfasst. Monitoringstellen in den Ländern sammeln alle Hinweise auf Wolfssichtungen und Wolfsspuren. Und natürlich auf getötete Wölfe. Für Schlagzeilen sorgen ja vor allem die illegalen Wolfsabschüsse. Aber Tatsache ist, dass die meisten nicht natürlich gestorbenen Wölfe im Straßenverkehr umkommen.

Der Wolf hat mit unseren menschlichen Landschaften auch ein Problem. Deswegen steht natürlich auch die Frage im Raum: Wie viele Wolfsrudel können im dicht mit Straßen und Städten bebauten Deutschland überhaupt heimisch werden? Darüber streiten auch die Experten. Aber Beerlage hat wohl Recht: Je weiter es nach Westen geht, umso schwerer wird es für den Wolf, überhaupt noch ein Habitat zu finden, das groß genug ist und nahrungsreich, um die Aufzucht des Nachwuchses zu ermöglichen. Gleichzeitig diskutieren die Wolfsgegner (wie kann es anders sein) genauso wie die Menschengegner über Obergrenzen. Denn wenn man Maximalzahlen definiert und den Schutzstatus des Wolfes senkt, dann darf man doch wieder … Oder?

Es sind diese kleinen Abschweife in Sackgassen am Rand, mit denen deutlich wird, wie verklemmt die politische Diskussion meistens ist. Und dass den Kombattanten im Grunde all das fehlt, was Beerlage mit echter Neugier herausarbeitet. Er lässt seine eigene Angst und Faszination nicht außen vor. Er will wirklich wissen, wie das über Jahrhunderte war im nie konfliktfreien Nebeneinander von Mensch und Wolf. Warum das ganze 19. Jahrhundert regelrecht in einem Blutrausch war, wenn es um die Jagd nach dem letzten, dem allerletzten Wolf ging. Wolfsdenkmäler im ganzen Land erzählen davon. Ausgestopfte Exemplare in Museen ebenfalls.

Hinter dem Bild der „Bestie“ verschwand das Raubtier selbst. Seine tatsächlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, seine Nachwuchsaufzucht, das Wanderverhalten der jungen Rüden – all das wird in den alten Legenden nicht sichtbar. Damit aber beschäftigen sich Biologen heute intensiv. Denn je mehr wir über das natürliche Verhalten der Wölfe wissen, umso besser können wir Konflikte vermeiden. Und vorsorgen. Denn der Wolf trifft natürlich auf eine menschendominierte Landschaft, in der das Futter oft genug schutzlos und verlockend direkt auf der Wiese steht. Es ist auch ein Lernprozess für heutige Weidetierhalter, wie man das Nutzvieh doch wieder vor wölfischem Hunger schützen kann. Und muss. Beerlage erzählt oft genug mit Ironie und Augenzwinkern, wie menschlich-wölfisch die Beziehungskiste der beiden Superräuber oft genug ist. Und wie ein großes Schafsgemetzel eher weniger mit irregeleiteten Wölfen zu tun hat, als mit blökenden Schafen, die lieber blöken als wegzulaufen. Was den Wolf – wie Beerlage schildert – geradezu in Nöte bringt: Solange reißbares Wild da steht und nicht flieht, kann er nicht aufhören, der Wolf.

Was einem doch sehr vertraut vorkommt. So als Mensch.

Nur dass unser Vorteil ist: Wir müssen uns nicht mehr nur auf unseren Instinkt verlassen (wenn der denn noch richtig funktioniert). Wir können unsere Vernunft nutzen und lernen und die Konflikte mit den wieder heimisch gewordenen Wölfen so weit wie möglich minimieren. Da hilft, wirklich möglichst alles über die grauen Jäger zu wissen. Bis hin zum richtigen Verhalten bei einer Begegnung mit dem Wolf.

Beerlage schafft es tatsächlich mit viel Neugier, Beharrlichkeit und einer Menge feiner Ironie, dem Leser ein sehr umfassendes Bild zu liefern vom Leben der Wölfe in Deutschland, ihren natürlichen Lebensräumen und dem Umgang vieler Menschen und Institutionen mit dem nicht immer einfachen Thema. Aber selbst die entgleisten Diskussionen helfen wieder etwas zu erkennen: Dass auch Landräte und Umweltminister gut beraten sind, sich fachliches Wissen anzueignen um in möglichen Konfliktsituationen kenntnisreich und unaufgeregt zu handeln. 17 Jahre mit dem Wolf waren ja auch ein Lernprozess für alle. Der auch gezeigt hat, dass Hysteriker in der medialen Diskussion eigentlich nichts zu suchen haben.

Sie schüren dort Ängste, wo rationales Handeln angebracht ist.

Aber so spiegelt Beerlages Reise in Wolfslandschaften eben auch die Verwerfungen unserer heutigen Medienwelt, in der Journalisten viel zu selten Zeit und Raum genug haben, sich ein Thema so gründlich zu erarbeiten, wie es Beerlage hier tut. „Wolfs“-Themen gibt es mehr als genug. Aber ein von Zeitdruck und Personalknappheit getriebener Journalismus hat kaum noch Gelegenheit, die Dinge auf derart ruhige und neugierige Weise anzupacken. Daher rührt eine Menge unserer heutigen Angst- und Panikdiskussionen.

Die Geschichte vom Wolf ist sehr typisch dafür. Das Buch ist ein sehr lebendig geschriebenes Beispiel dafür, wie man sich einem so heiß diskutierten Thema nähern kann und wie journalistisches Erzählen in Zeiten der medialen Hysterie eigentlich wieder aussehen sollte.

Andreas Beerlage Wolfsfährten, Gütersloher Verlagshaus, München 2017, 19,99 Euro.

Die LEIPZIGER ZEITUNG ist da: Seit 20. Oktober überall zu kaufen, wo es gute Zeitungen gibt

RezensionenWölfeReportage
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Am 26. November gibt es gleich mal früh um Sieben eine Protected Bikelane in der Rödelstraße
Die Situation an der Rödelstraße direkt vorm „Olymp“. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserEine Kundgebung gleich früh um 7 Uhr, dann, wenn die Kinder auf dem Weg zur Schule sind, soll es am Dienstag, 26. November geben. Und zwar an einem echten Nadelöhr: Am frühen Morgen des 26. November bekommen die Radfahrenden in der Rödelstraße testweise stadteinwärts die ihnen zustehende Fahrspur. Damit werden auch die Fußgänger/-innen an der Ampel besser vor Lärm und Abgasen geschützt.
(Cyber-)Bullying: Eine Frage der Gerechtigkeit oder doch die einer kränkenden „Leistungs“-Gesellschaft?
Da hat Volker sich wohl verschrieben. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserWenn man Zeitung macht, sollte man sich auch manchmal Fragen stellen wie: Wie gehen wir eigentlich mit Menschen um? Welches Menschenbild vermitteln wir? Wie berichten wir über Menschen? Denn wie wir alle auf andere Menschen schauen, das prägen Medien. Und zwar nicht nur in die eine Richtung, wenn „mächtige“ Männer und Frauen von ihnen bewertet oder gar niedergemacht werden. Sondern auch in die andere Richtung.
Ökolöwe feiert 30. Geburtstag mit 30 neuen Stadtbäume für Leipzig
Ökolöwen-Mannschaftsbild. Foto: Ökolöwe

Foto: Ökolöwe

Für alle LeserAuch der bekannteste Leipziger Umweltverband, der Ökolöwe, ist ein Kind der Friedlichen Revolution. Am 23. November feiern die Ökolöwen ihren 30. Vereinsgeburtstag. Aus diesem Anlass übernimmt der Umweltverein gemeinsam mit Partnern, Spendern und Förderern 30 Baumpatenschaften in Leipzig. Die Bäume sollen künftig zu einer besseren Luftqualität beitragen und die Stadt ein Stück klimafreundlicher und grüner machen.
Leipzigs Verkehrsdezernat ist jetzt dazu verdonnert, endlich die Hausaufgaben von 2012 zu machen
Ausweisung für eine Fahrradstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Dienstag, 19. November, ging es in der Ratsversammlung auch um die Karl-Liebknecht-Straße und den Antrag des Jugendparlaments, ihren Nordteil zur Fahrradstraße zu machen. Die Verwaltung hatte ja schon breitbrüstig erklärt, dass sie dafür keine Grundlagen sieht. Aber wer in Leipzig mit dem Fahrrad fährt, weiß, dass die Ausweisung von Fahrradstraßen endlich großflächig in Gang kommen muss. Die Umwidmung der Beethovenstraße im Juni war ja längst überfällig.
Herz aus Stein: Ein neues Kapitel im großen Barbarossa-Panorama mit starken Frauen, blutigen Kriegen und hartherzigen Herrschern
Sabine Ebert: Herz aus Stein. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSie hat sich in die Herzen der Leser geschrieben. Und nicht nur derer, die in historischen Romanen ein Stück Weltflucht ins Mittelalter vollziehen, um mal endlich wegzukommen von dem Gegrübel über eine unbegreifliche und bedrohliche Gegenwart. Sie hat auch so manchen Historiker begeistert. Denn so wie Sabine Ebert das 12. Jahrhundert lebendig werden lässt, wird Geschichte auch für all jene greifbar, die mit dem drögen Stoff aus Schulbüchern nie etwas anfangen konnten.
Gastkommentar von Christian Wolff: Abenteuerlicher Beschluss der sächsischen Landessynode
Landesbischof Dr. Carsten Rentzing. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Für alle LeserDass die Synode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens zwischen dem 15. und 18. November 2019 eine schwierige Tagung zu absolvieren hatte, war nach dem Rücktritt von Dr. Carsten Rentzing vom Amt des Landesbischofs vorhersehbar. Die Schwierigkeit lag nicht nur darin, dass Rentzing eine Würdigung seiner Arbeit eingefordert hatte und auch durch den Vorsitzenden der Synode Otto Guse erfuhr.
Sächsischer Flüchtlingsrat verkündet Happy End für Luans Familie – mit einer Ausnahme
Luan Zejneli im Sommer 2019. Foto: SFR

Foto: SFR

Für alle LeserNicht nur Luan Zejneli, sondern auch der Rest seiner in Leipzig verbliebenen Familie darf in Deutschland bleiben. Die sächsische Härtefallkommission, ein Gerichtsurteil und die erfolgreiche Suche nach Ausbildungsplätzen haben das in den vergangenen zweieinhalb Jahren ermöglicht. Der Sächsische Flüchtlingsrat zieht ein entsprechend freudiges Fazit – mit einer Einschränkung: Ein Familienmitglied hatte Deutschland im vergangenen Jahr mehr oder weniger freiwillig verlassen.
Leipziger Gehirnforschung: Wie funktioniert eigentlich die mentale Landkarte in unserem Kopf?
Jacob Bellmund bewegt sich auf der Plattform in einer trapezförmigen virtuellen Umgebung. Foto: DoellerLab

Foto: DoellerLab

Für alle LeserDie meisten Menschen wundern sich überhaupt nicht darüber, dass sie sich in ihrer Umgebung zurechtfinden. Die meisten denken nicht mal darüber nach, wie das eigentlich funktioniert. Aber die Forscher am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften finden diese Frage doch ziemlich wichtig. Denn: Wie funktionieren diese Landkarten im Kopf wirklich? Und was passiert, wenn sie nicht funktionieren?
Am 1. Dezember in der Paul-Gerhard-Kirche: 45. KlassischesKartoffelKonzert in Leipzig
45. KlassischesKartoffelKonzert in Leipzig mit "amarcord". Quelle: NuKLA e. V.

Quelle: NuKLA e. V.

Der Verein Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald e. V., veranstaltet am Sonntag, 1.12. 2019 sein 45. Benefizkonzert. Karten für das Konzert sind bei allen bekannten Vorverkaufsstellen in Leipzig & über www.eventime.de sowie über die NuKLA-Homepage erhältich.
Deutsche Nationalbibliothek zeigt: Störenfriede. Kunst, Protest und das Ende der DDR
Gestaltung der Glasfassade des Deutschen Buch- und Schriftmuseums aus Anlass der Ausstellung „Störenfriede“ Foto: DNB, Julia Rinck, CC-BY-SA 3.0 DE

Foto: DNB, Julia Rinck, CC-BY-SA 3.0 DE

Für alle LeserDiktaturen fürchten sich vor unabhängigem Denken, vor unbequemen Fragen und vor Leuten, die sich von den herrschenden Parteien nicht vorschreiben lassen, was sie zu sagen haben und was nicht. Das war auch in der DDR so. Und deshalb gab es eine erstaunliche Vielfalt von subversiven Schriften, die die Unruhe ins Land trugen, lange bevor das viel gerühmte Volk bereit war, auf die Straße zu gehen. Eine Ausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum zeigt das jetzt.
Nextbike hat keinen Freefloating-Vertrag, wird aber häufiger Angriffsziel von Brandstiftern
Verbrannte Nextbike-Räder in der Bernhard-Göring-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserFreefloating, was für ein hübscher Anglizismus. Verwendet wird er, wenn Anbieter von Leihfahrzeugen aller Art ihre Fahrzeuge überall im Stadtgebiet abstellen. Die einen machen das mit Miet-Autos, die anderen – bundesweit ja gerade Thema – mit Elektrorollern. Und die Firma Nextbike macht das in Leipzig mit Fahrrädern. Da war CDU-Stadträtin Jessica Heller bestimmt nicht die Einzige, die vermutete, dass Nextbike dafür auch einen richtigen Floating-Vertrag mit der Stadt hat.
Leipzigs Verwaltung sollte spätestens im Sommer 2020 ein Piktogramm für die Fahrradstraßen einsatzbereit haben
Hier mal ein Winterbild aus der KarLi. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit im Mai das Jugendparlament beantragte, auch die nördliche Karl-Liebknecht-Straße zur Fahrradstraße zu machen, schaukelt sich auch dieses Thema zum Streitpunkt unter den Ratsfraktionen auf. Die einen fragen, ob die Bernhard-Göring-Straße nicht endlich zur Fahrradstraße werden kann. Die nächsten beantragen: Nur ja nicht die KarLi. Und auf einmal taucht auch hier das Thema Piktogramme auf.
Das große Pratajev Liederbuch II: Die wodka-besinnlichen Lieder aus dem Nachlass eines verschollenen russischen Dichters
The Russian Doctors: Das große Pratajev Liederbuch II. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas ist eigentlich ein Büchlein, zu dem man die CDs der beiden „Halbgötter in Punk“ braucht, die nun seit 16 Jahren als The Russian Doctors durch die ostdeutsche Taiga tingeln: Makarios und Frank Bröker. Denn das, was sie anstellen, lebt tatsächlich von Makarios' eindrucksvoller Stimme und von der Erlenholzgitarre Frank Brökers. Aber richtig angefangen hat ja die Pratajev-Geschichte schon 1997.
Der Stadtrat tagt: Leipzigs Stellplatzsatzung nach dreieinhalb Jahren beschlossen + Video
Baudezernentin Dorothee Dubrau in der OB-Fragestunde am 23. Januar 2019. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs hat mehrere Jahre gedauert, es gab zahlreiche Änderungsanträge und es war nur eine knappe Mehrheit: Mit den Stimmen von Linken, Grünen und SPD hat der Stadtrat am Dienstag, den 19. November, die neue Stellplatzsatzung für Leipzig beschlossen. Darin ist geregelt, wie viele Stellplätze für Autos und Fahrräder an Wohnungen, Häusern, Schulen und anderen Einrichtungen mindestens vorhanden sein müssen.
Der Stadtrat tagt: Die November-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWeil am Mittwoch ein Feiertag ist, findet die November-Sitzung des Leipziger Stadtrats ausnahmsweise an einem Dienstag statt. Am 19. November kommen die Stadträte und Stadträtinnen bereits zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen im Neuen Rathaus zusammen. Die L-IZ ist mit einem Livestream vor Ort und wird über ausgewählte Themen berichten.